Erfolgsbilanz: 30 Jahre Wiener U-Bahnbetrieb ohne große Zwischenfälle

Täglich 1,2 Millionen Fahrgäste - SP-Hora: Weltweit das sicherste öffentliche Verkehrsmittel

Wien (SPW-K) - "Seit ihrer Betriebsaufnahme im Mai 1976 - vorerst auf der Strecke Heiligenstadt-Friedenbrücke - haben die Züge der nun bereits fünf Wiener U-Bahnlinien bis heute rund 8,5 Milliarden Kilometer zurückgelegt. Dabei ist es kein einziges Mal zu einem betriebs- oder sicherheitstechnisch bedingten Unfall gekommen, bei dem Fahrgäste getötet oder schwer verletzt wurden. Die Wiener U-Bahn hat sich bestens bewährt. Sie ist das sicherste öffentliche Massenverkehrsmittel nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa. Das hat u.a. auch die im Vorjahr präsentierte internationale BEST-Studie (Benchmarking in European Service of Public Transport) ergeben. Wer die Sicherheit bei der Wiener U-Bahn nun plötzlich ohne ausreichende Sachargumente in Frage stellt, versucht in unverantwortlicher Weise Angst auf dem Rücken der täglich 1,2 Millionen und jährlich rund 440 Millionen (!) Fahrgäste dieses so erfolgreichen Verkehrsmittels zu schüren", erklärte Mittwoch der Vorsitzende-Stellvertreter des Verkehrsausschusses des Wiener Gemeinderates, Karlheinz Hora, in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien.

Wie der Gemeinderat weiter informierte, würden die sicherheitstechnischen Einrichtungen im U-Bahn-Bereich laufend auf den neuesten Stand gebracht. Hora: "Dazu gehört u.a. auch die um knapp 47 Millionen Euro errichtete und soeben in Betrieb genommene neue Leit- und Sicherheitszentrale für die Wiener U-Bahnen in Erdberg. Ihre Errichtung ist nur eines von vielen Beispielen für die kontinuierliche Steigerung und Weiterentwicklung der Qualitäts- und Sicherheitsstandards bei den baulichen und betrieblichen Einrichtungen genauso wie beim rollenden Material. So sind alle U-Bahnstationen mit Brandmeldern ausgestattet. Alle U-Bahn-Tunnelabschnitte sind außerdem mit Trockenlöschleitungen versorgt, um im Brandfalle rasch eingreifen zu können. Die Ent- und Belüftung der Tunnel ist so konzipiert, dass keine Gefahr für Fahrgäste besteht. Auch wurden sämtliche Streckenkabel und die Fernsteuerung der Außenstellwerke auf eine halogenfreie, brandbeständige Ausführung umgerüstet. Um die Gefahr von Kleinstbränden einzudämmen, gilt seit 1990 Rauchverbot im gesamten U-Bahn-Bereich. Auch bei der Wahl der Stoffe und Materialien für Stationen und Fahrzeuge wird auf höchste Sicherheit geachtet.

Alle Tunnel im Wiener U-Bahnsystem verfügen - anders als etwa in London - über durchgehende Fluchtwege entlang der Geleise. So können die Fahrgäste zu Fuß relativ sicher zur nächsten Station gelangen. Auch eine Bergung von Verletzten ist so nicht nur über Heck und Front des Zuges, sondern auch von der Seite her möglich. Ist der Abstand zwischen zwei Stationen länger als 600 Meter, führen zusätzlich Notausgänge aus dem Tunnel. Das Evakuieren von Fahrgästen aus dem Tunnel ist übrigens ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung der U-Bahnfahrer", führte Hora zudem aus.

Zusätzliche Sicherheitstechnik in jedem neuen U-Bahnwagen

"Die neueste Generation der Wiener U-Bahnzüge, der so genannte V-Wagen - das Nachfolgemodell des Silberpfeils - verfügt über zahlreiche sicherheits- und brandschutztechnische Neuheiten, wie zum Beispiel Rauchmelder am Dach des Fahrzeuges, Temperaturfühler am Untergestell und Rohrleitungen mit Spritzdüsen zur besseren Brandbekämpfung. Jeder V-Wagen hat zusätzliche Sicherheitseinrichtungen mit einem Kostenaufwand von 700.000 Euro an Bord", setzte Hora fort. "Als erstes öffentliches Verkehrsunternehmen haben die Wiener Linien außerdem in allen Zügen das System der Notbrems-Überbrückung eingeführt. Ziel ist es, die U-Bahngarnitur, bei einem Notfall im Tunnel sofort in die nächste Station zu bringen, da dort die Rettungsmaßnahmen erheblich leichter, schneller und effizienter durchgeführt werden können. Die Notbremsüberbrückung sorgt dafür, dass die Notbremse nur dann wirksam ist, solange sich der Zug im Bahnsteigbereich befindet. Ist der Zug im Tunnel und ein Fahrgast zieht die Notbremse, so wird zwar eine Sprechverbindung zum Fahrer aufgebaut, die Notbremsung aber nicht eingeleitet. Nach der Kaprun-Katastrophe führten die Sicherheitsbehörden in Österreich die Notbremsüberbrückung als Standard für alle Schienenverkehrsmittel ein, die einen Tunnel befahren", erklärte Hora.

"Für die Wiener Stadtregierung und die Wiener Linien selbst" so Hora, "hat die Sicherheit der Fahrgäste auch im U-Bahnbereich uneingeschränkt höchste Priorität. Unfälle, wie sie sich kürzlich gleich mehrmals in London und zuletzt in der spanischen Stadt Valencia ereignet haben, sind aus sicherheits- oder betriebstechnischen Gründen auf der Wiener U-Bahn nahezu auszuschließen", schloss Hora. (Schluss)

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