- 02.08.2006, 10:39:53
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Erfolgsbilanz: 30 Jahre Wiener U-Bahnbetrieb ohne große Zwischenfälle
Täglich 1,2 Millionen Fahrgäste - SP-Hora: Weltweit das sicherste öffentliche Verkehrsmittel
Wien (SPW-K) - "Seit ihrer Betriebsaufnahme im Mai 1976 - vorerst
auf der Strecke Heiligenstadt-Friedenbrücke - haben die Züge der nun
bereits fünf Wiener U-Bahnlinien bis heute rund 8,5 Milliarden
Kilometer zurückgelegt. Dabei ist es kein einziges Mal zu einem
betriebs- oder sicherheitstechnisch bedingten Unfall gekommen, bei
dem Fahrgäste getötet oder schwer verletzt wurden. Die Wiener U-Bahn
hat sich bestens bewährt. Sie ist das sicherste öffentliche
Massenverkehrsmittel nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa.
Das hat u.a. auch die im Vorjahr präsentierte internationale
BEST-Studie (Benchmarking in European Service of Public Transport)
ergeben. Wer die Sicherheit bei der Wiener U-Bahn nun plötzlich ohne
ausreichende Sachargumente in Frage stellt, versucht in
unverantwortlicher Weise Angst auf dem Rücken der täglich 1,2
Millionen und jährlich rund 440 Millionen (!) Fahrgäste dieses so
erfolgreichen Verkehrsmittels zu schüren", erklärte Mittwoch der
Vorsitzende-Stellvertreter des Verkehrsausschusses des Wiener
Gemeinderates, Karlheinz Hora, in einer Aussendung des Pressedienstes
der SPÖ Wien.
Wie der Gemeinderat weiter informierte, würden die
sicherheitstechnischen Einrichtungen im U-Bahn-Bereich laufend auf
den neuesten Stand gebracht. Hora: "Dazu gehört u.a. auch die um
knapp 47 Millionen Euro errichtete und soeben in Betrieb genommene
neue Leit- und Sicherheitszentrale für die Wiener U-Bahnen in
Erdberg. Ihre Errichtung ist nur eines von vielen Beispielen für die
kontinuierliche Steigerung und Weiterentwicklung der Qualitäts- und
Sicherheitsstandards bei den baulichen und betrieblichen
Einrichtungen genauso wie beim rollenden Material. So sind alle
U-Bahnstationen mit Brandmeldern ausgestattet. Alle
U-Bahn-Tunnelabschnitte sind außerdem mit Trockenlöschleitungen
versorgt, um im Brandfalle rasch eingreifen zu können. Die Ent- und
Belüftung der Tunnel ist so konzipiert, dass keine Gefahr für
Fahrgäste besteht. Auch wurden sämtliche Streckenkabel und die
Fernsteuerung der Außenstellwerke auf eine halogenfreie,
brandbeständige Ausführung umgerüstet. Um die Gefahr von
Kleinstbränden einzudämmen, gilt seit 1990 Rauchverbot im gesamten
U-Bahn-Bereich. Auch bei der Wahl der Stoffe und Materialien für
Stationen und Fahrzeuge wird auf höchste Sicherheit geachtet.
Alle Tunnel im Wiener U-Bahnsystem verfügen - anders als etwa in
London - über durchgehende Fluchtwege entlang der Geleise. So können
die Fahrgäste zu Fuß relativ sicher zur nächsten Station gelangen.
Auch eine Bergung von Verletzten ist so nicht nur über Heck und Front
des Zuges, sondern auch von der Seite her möglich. Ist der Abstand
zwischen zwei Stationen länger als 600 Meter, führen zusätzlich
Notausgänge aus dem Tunnel. Das Evakuieren von Fahrgästen aus dem
Tunnel ist übrigens ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung der
U-Bahnfahrer", führte Hora zudem aus.
Zusätzliche Sicherheitstechnik in jedem neuen U-Bahnwagen
"Die neueste Generation der Wiener U-Bahnzüge, der so genannte
V-Wagen - das Nachfolgemodell des Silberpfeils - verfügt über
zahlreiche sicherheits- und brandschutztechnische Neuheiten, wie zum
Beispiel Rauchmelder am Dach des Fahrzeuges, Temperaturfühler am
Untergestell und Rohrleitungen mit Spritzdüsen zur besseren
Brandbekämpfung. Jeder V-Wagen hat zusätzliche
Sicherheitseinrichtungen mit einem Kostenaufwand von 700.000 Euro an
Bord", setzte Hora fort. "Als erstes öffentliches Verkehrsunternehmen
haben die Wiener Linien außerdem in allen Zügen das System der
Notbrems-Überbrückung eingeführt. Ziel ist es, die U-Bahngarnitur,
bei einem Notfall im Tunnel sofort in die nächste Station zu bringen,
da dort die Rettungsmaßnahmen erheblich leichter, schneller und
effizienter durchgeführt werden können. Die Notbremsüberbrückung
sorgt dafür, dass die Notbremse nur dann wirksam ist, solange sich
der Zug im Bahnsteigbereich befindet. Ist der Zug im Tunnel und ein
Fahrgast zieht die Notbremse, so wird zwar eine Sprechverbindung zum
Fahrer aufgebaut, die Notbremsung aber nicht eingeleitet. Nach der
Kaprun-Katastrophe führten die Sicherheitsbehörden in Österreich die
Notbremsüberbrückung als Standard für alle Schienenverkehrsmittel
ein, die einen Tunnel befahren", erklärte Hora.
"Für die Wiener Stadtregierung und die Wiener Linien selbst" so
Hora, "hat die Sicherheit der Fahrgäste auch im U-Bahnbereich
uneingeschränkt höchste Priorität. Unfälle, wie sie sich kürzlich
gleich mehrmals in London und zuletzt in der spanischen Stadt
Valencia ereignet haben, sind aus sicherheits- oder
betriebstechnischen Gründen auf der Wiener U-Bahn nahezu
auszuschließen", schloss Hora. (Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ Klub Rathaus, Presse
Franz Schäfer
Tel.: (01) 4000-81923
Fax: (01) 4000-99-81923
mailto:[email protected]
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