Vier Jahre Filmförderung in Salzburg - Eine Bilanz mit Zukunftsperspektiven

Medien- und Technologieroundtable setzt hohe Erwartungen in Salzburg als Medien- und Technologiestandort

Salzburg (OTS) - Eine erfreuliche Bilanz der ersten vier Jahre Filmförderung präsentierte Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer anlässlich des "Salzburger Medien- und Technologie-Roundtable" heute Mittag im Wintergarten des Hotel Sacher, zu dem an die 100 Teilnehmer aus der gesamten Film-Branche sowie aus den Bereichen Wirtschaft und Kultur gekommen waren. Einig war man sich darüber, dass Salzburg ein enormes Potenzial aufweist, künftig neben den etablierten Medienproduktionszentren wie München, Berlin, Wien und Köln eine gewichtige Rolle als Produktionsstandort zu spielen.

Einen maßgeblichen Beitrag dazu leistet bereits jetzt die Filmförderung des Landes für kommerzielle Filmproduktionen: Ziel der Landesförderung ist einerseits die Unterstützung der Filmschaffenden durch die Standort Agentur Salzburg GmbH, welche als Service- und Beratungsstelle (Filmlocation) Hilfestellungen und Dienstleistungen, wie die Unterstützung bei der Suche nach Locations und Dienstleistungen und Auskunft bei Behördenkontakten u. a. anbietet. Andererseits konnte durch Wirtschaftsförderungsmittel des Landes Salzburg die Filmproduktion forciert werden.

Am Podium diskutierten DI (FH) Sabine Stadler, Vorsitzende der Audiovisionsindustrie Salzburg und GF der aikon mt GmbH, Salzburg, Dr. Margarete Moser vom Fernsehfonds der Austria Rundfunk- und Telekom Regierungsbehörde, der technische Direktor des ORF Wien, Andreas Gall, Ferdinand Morawetz, Mitglied des Filmbeirates Salzburg und GF Buena Vista International Wien, sowie Matthias Moritz, GF Apriori - Film Vertriebs Gesmbh, Dr. Achim Lutz, Asset Finance Manager aus Frankfurt und Dipl BW Karl Friedrich, Studiengangsleiter "Digitales Fernsehen" der FH Salzburg.

"Salzburg profitiert enorm von den intensiven Anstrengungen, Stadt und Land in Kinofilm und TV-Filmproduktionen von seinen interessantesten Seiten zu zeigen. Genau aus diesem Grund wurden die Fördermittel trotz Einsparungen in anderen Bereichen spürbar erhöht", begründet Wirtschaftsreferent Landeshauptmann Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer.

Für die 29 seitens des Filmbeirates vorgeschlagenen Filmprojekte wurden in den vergangenen Jahren ca. 2,16 Millionen Euro an Förderungsmitteln genehmigt. Ein Kriterium für die Förderung aus Salzburg sind Direkt-Ausgaben der Produktionsfirmen von 200 Prozent der Förderung im Land Salzburg. Tatsächlich wurden im Schnitt aber 270 Prozent der Förderung pro Produktion in Salzburg ausgegeben. "Damit wurde durch ein Fördervolumen von 2,16 Mio. Euro über vier Jahre ein Wertschöpfungseffekt von mehr als 7 Mio. Euro durch Direktausgaben in der Region erreicht", erklärt Haslauer.

"Filmbrancheneffekt erfüllt"

Bei diesen Filmproduktionen wurden Professionisten aller Art beschäftigt, vom Bühnenbauer bis zum Ausstatter, vom Produktionsleiter bis zur Filmcrew, vom Caterer bis zum Medienprofi, der für die digitale Nachbearbeitung zuständig ist. Insofern erlebte der Medien- und Technologie Standort Salzburg einen Aufschwung an Arbeitsplätzen und Firmenansiedlungen. Damit wurde der in den Statuten geforderte "Filmbrancheneffekt" gut erfüllt.

"Ziel ist es, diesen 'Filmbrancheneffekt' künftig noch zu verstärken, indem alle Synergien gebündelt und vorhandene Ressourcen besser genützt werden sollen", verdeutlicht Sabine Stadler, Vorsitzende der Audiovisions- und Filmindustrie Salzburg und GF der aikon mt GmbH in Salzburg. Nur dann werde es Salzburg gelingen, sich als kleiner aber exklusiver Produktionsstandort im konstruktiven Wettbewerb mit den Großen Medienzentren erfolgreich zu positionieren. Jüngste Entwicklungen zeigen, dass Salzburg sich diesbezüglich im Aufwind befindet: Als neueste Attraktion gibt es in Salzburg seit geraumer Zeit ein TV Produktionsstudio - der ORF ließ die ersten 6 Teile einer TV Serie hier herstellen. Eine Fortsetzung der ORF Serie wäre natürlich wünschenswert.
Insgesamt gehe es aber nicht nur um finanzielle Mittel, sonder vielmehr darum, jene Bedingungen zu schaffen, die den Filmschaffenden eine gut funktionierende Infrastruktur bieten.

"Es gibt zu wenig Geld für Filminvestitionen, ist kein stichhaltiges Argument!" Mit dieser Äußerung meldete sich im Anschluss an die Impulsreferate Regisseur Reinhard Schwabenitzky zu Wort. "Es kommt immer nur darauf an, wie sinnvoll man Budgets verteilt." Zuzüglich zur Filmförderung sieht Schwabenitzky eine große Chance darin, Filmprojekte insofern zu unterstützen und zu fördern, indem man Filmschaffenden vorhandene Ressourcen in Stadt, Land sowie der Region kostenlos zur Verfügung stellt.
Zum Abschluss des "Salzburger Medien- und Technologie - Roundtable" bekräftigte Haslauer einmal mehr, dass er gemeinsam mit dem Filmbeirat und bereits in Salzburg angesiedelten Filmschaffenden verstärkt darum bemühen wird, sich bei den führenden deutschsprachigen TV-Sendern dafür einzusetzen, dass TV Produktionen vermehrt in Salzburg hergestellt werden, wodurch enorme wirtschaftliche Effekte erzielt werden könnten. "Produzenten, Investoren und Filmschaffende sollen die Vorzüge von Salzburg nicht nur als Kulturmetropole schätzen lernen sondern auch als Standort mit einem effizienten auf technologisch auf neuestem Stand ausgebauten Infrastruktur zur Produktion von Kino- und TV-Filmen", so Haslauer.

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