Pensionskassen: Richtigstellung von Falschinformationen der PeKaBe

Kürzungen sind Last aus alten Zusagen einzelner Arbeitgeber - für neue Kunden durchwegs Pensionserhöhungen

Wien (OTS) - Der Fachverband der Pensionskassen stellt nachfolgend einige der heute vom Verein der Pensionskassenberechtigten (PeKaBe) an die Medien gegebenen Falschinformationen richtig:

1. Die Vertreter der PeKaBe behaupten, dass sich "Kürzungen bei Pensionskassenberechtigten mehren" würden. Richtig ist dagegen, dass 2004 und 2005 das Ergebnis bei 7,2 bzw. 11,4 Prozent lag und nur bei einem geringen Teil - vorwiegend aus alten Zusagen der Arbeitgeber -Kürzungen notwendig wurden. 2006 gab es für jeden zweiten Pensionskassenkunden eine Steigerung der Pension, bei der anderen Hälfte blieb die Pension gleich.

Die Kürzungen von durchschnittlich ein bis drei Prozent kommen nur bei alten Verträgen vor, in denen zu Zeiten des extremen Hochs an den Finanzmärkten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Rechnungszins von bis zu 6,5 Prozent vereinbart wurde. Dies betrifft heute noch rund 35 Prozent der Pensionskassenkunden. Alle anderen Verträge wurden der aktuellen Entwicklung der Finanzmärkte angepasst. Neue Verträge werden mit einem Rechnungszins von maximal 3,5 Prozent abgeschlossen.

2. Weiters wurde behauptet, dass Pensionskassen-Pensionisten "in zwanzig Jahren nicht einmal die Hälfte der zugesagten Pensionshöhe" erreichen würden. Diese Prognose ist nicht stichhaltig. Die langfristige Entwicklung seit Gründung der Pensionskassen zeigt ein durchschnittliches Anlageergebnis von 7,1 Prozent pro Jahr. Damit kann die große Mehrheit der Pensionskassenkunden langfristig mit der Einhaltung der prognostizierten Pensionsentwicklung rechnen.

3. Die von der PeKaBe angestellte Prognose für das Jahresergebnis 2006 ist zum jetzigen Zeitpunkt unseriös. Die Erfahrung hat gezeigt, dass innerhalb eines Jahres große Schwankungen bei der Veranlagung möglich sind, entscheidend ist aber das Endergebnis. Nur einen kurzen Zeitabschnitt eines Jahres zu betrachten, ist daher irreführend.

Die Pensionskassen zeigen grundsätzlich Verständnis für die Anliegen der PeKaBe. Die von den Vertretern dieses Vereins angestellten Berechnungen haben allerdings nichts mit der großen Mehrheit der Pensionskassenkunden zu tun. Sie betreffen eine Hand voll Verträge einzelner Großunternehmen.

Die von der PeKaBe verbreitete Verunsicherung der Pensionskassenkunden ist fahrlässig. Der Fachverband der Pensionskassen appelliert an die PeKaBe, zukünftig seriöse Berechnungen zu publizieren, um das Vertrauen der Bevölkerung in die betriebliche Altersvorsorge nicht zu erschüttern.

Bitte beachten Sie folgende Grafik zum Download:

Anlageertrag:
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