Information des Gesundheitsministeriums zur giftigen Dornfingerspinne

Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat rät zu besonderer Vorsicht

Wien (OTS) - In den letzten Tagen und Wochen wurden Fälle von Bissen der giftigen Dornfingerspinne in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich gemeldet.

"Die Bisse der Dornfingerspinne sind zwar schmerzhaft aber nicht tödlich", erklärte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat heute, Donnerstag. "Ich ersuche alle Österreicherinnen und Österreicher um besondere Vorsicht beim Kontakt mit Spinnen. Sollten sie gebissen werden, bitte keine Panik und beim Auftreten von Beschwerden sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Vor allem für Allergiker und Kinder kann das Spinnengift ein größeres Gesundheitsrisiko darstellen. Die Wirkung ist mit der eines Wespen- oder Hornissenstichs vergleichbar."

Die Dornfingerspinne (Cheiracantium punctiorum) ist bist zu 15 Millimeter lang, braungelb und an ein bis zwei hellen Längsstreifen auf dem Hinterleib zu erkennen. Die Spitzen der Spinnenbeine sind schwarz, die markanten rötlichen Kieferklauen haben ebenfalls schwarze Enden. In freier Wildbahn bewohnt die Dornfingerspinne bevorzugt halbfeuchtes Gelände mit niedriger Vegetation. Gerade bei den Fällen in Österreich wurde die Spinne jedoch auch im Stadtbereich bzw. in Häusern und Wohnungen gefunden. Ein weiteres wichtiges Erkennungsmerkmal: Sie baut keine typischen Radnetze sondern röhrenförmige Fangnetze in der Größe eines Hühnereies zwischen Gräsern und niedrigen Sträuchern.

Bisher war ihr Vorkommen nur in Deutschland, der Schweiz, Italien, Teilen Frankreichs, Slowenien und Kroatien bekannt. Bedingt durch das ungewöhnlich warme Klima scheinen die Tiere nun auch in Teilen Österreichs heimisch zu werden.

Für Auskunft und Hilfe steht die Vergiftungsinformationszentrale des Wiener AKH rund um die Uhr unter der Notrufnummer +43 (1) 406 43 43 zur Verfügung.

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