GLOBAL 2000 protestiert gegen Kraftwerkspläne im Nationalpark Hohe Tauern

BM Pröll muss Einspruch erheben - GLOBAL 2000 startet Email-Aktion

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 protestiert scharf gegen die Pläne der Tiroler Landesregierung, im Nationalpark Hohe Tauern ein Pumpspeicherkraftwerk zu errichten. GLOBAL 2000 fordert Bundesminister Josef Pröll in seiner Funktion als Stellvertretender Vorsitzender des Nationalparkrats Hohe Tauern auf, sich gegen diese zerstörerischen Pläne quer zu legen. "Bundesminister Pröll muss dafür sorgen, dass der größte Nationalpark Mitteleuropas in seiner jetzigen Form erhalten bleibt und nicht einer größenwahnsinnigen Energiepolitik geopfert wird. Tirol braucht keine neuen Pumpspeicherkraftwerke, sondern eine ökologisch austarierte Energiepolitik, die zuallererst auf Energieeffizienz und Energiesparmaßnahmen setzt, anstatt die letzten Alpentäler zu zubetonieren", so Silva Herrmann, GLOBAL 2000-Energiereferentin. Zudem gefährdet das Staudamm-Projekt im Frosnitztal den Nationalpark-Status der Hohen Tauern.

Es ist kein Geheimnis, dass Pumpspeicherkraftwerke in erster Linie dazu dienen, billigen Atomstrom in lukrativen Wasserkraftstrom für den Export zu verwandeln. Um eine Kilowattstunde Strom zu produzieren, werden 1,3 Kilowattstunden Pumpenergie benötigt. Die Pumpspeicherung ist also nur deshalb rentabel, da zwischen Billigststrom aus Atom- und Kohlekraftwerken und teurem Spitzenstrom aus Pumpspeichern eine große Preisdifferenz besteht. "Das bedeutet, dass das geplante Pumpspeicherwerk im Nationalpark und auch die anderen Pumpspeicherprojete in Tirol nicht für die Landesversorgung gebraucht werden, sondern allein dem internationalen Stromgeschäft dienen", so Herrmann abschließend.

Auf der Homepage www.global2000.at findet sich ein Protestmail gegen die Kraftwerksbaupläne in Tirol an Bundesminister Josef Pröll.

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