Rieder: Zukunft von Bombardier in Wien gesichert

32 Mio. Euro Invest in modernes Kompetenz- und Produktionszentrum für Straßen- und Stadtbahnen im 22. Bezirk

Wien (OTS) - "Noch im Herbst 2004 war der Wiener Betriebsstandort von Bombardier ernstlich in Gefahr. Heute können wir nach verbindlichem Abschluss der Verhandlungen über die Errichtung eines neuen Werkes den Bombardier-Standort und die damit verbundenen 500 Arbeitsplätze als endgültig gesichert betrachten. Das neue Werk war einer der Eckpunkte der Grundsatzvereinbarung zwischen Stadt Wien und Bombardier vom 7. Dezember 2004. Mit dem Neubau des Wiener Werkes nach modernsten Standards und in Abstimmung mit der Bombardier-Leitung kann der neue Betriebsstandort - befreit von den Handicaps veralteter Werksstrukturen - seine Standortqualität voll ausspielen und in Zukunft bei voller Konkurrenz- und Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt agieren", erklärte Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder im gemeinsamen Mediengespräch mit dem General Manager von Bombardier Transportation Austria in Wien, Germar Wacker, und dem Geschäftsführer des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF), DI Dr. Bernd Rießland.****

Mit der Entscheidung für den Werksneubau bekräftigt die Bombardier-Führung ihr "Ja" zum Wiener Standort und stärkt die Rolle des Wiener Werkes im internationalen Konzern. Noch im September 2006 wird mit dem Bau des neuen Werkes begonnen. Insgesamt werden 32 Millionen Euro investiert. Bis Ende 2007 sollen die Arbeiten an den neuen Produktionshallen und dem neuen Bürogebäude abgeschlossen sein. Spätestens Anfang 2008 werden die rund 500 Mitarbeiter vom derzeitigen Standort in der Donaufelderstraße im 21. Bezirk in das neue Werk in der Donaustadt übersiedeln.

Wacker: Ausdruck einer neuen Zukunft für Bombardier in Wien

"Mit der Neugestaltung der Produktionsflächen im Werk Donaustadt wird Bombardier in Wien ein modernes und effizientes Produktionslayout umsetzen. Das Werk ist auf die Endfertigung und Auslieferung aller Arten von Bombardier-Straßen- und Stadtbahnen ausgelegt. Nach den neuesten Anforderungen der Schienenfahrzeugindustrie konzipiert, ist der Standort für die Zukunft damit voll konkurrenz- und wettbewerbsfähig. Für uns ist die neue Betriebsstätte der Ausdruck einer neuen Zukunft für Bombardier in Wien", so Germar Wacker von Bombardier Transportation Austria.

Der Hauptpartner Bombardiers bei der Realisierung des Projekts ist der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds. Gemeinsam mit dem privaten Partner Immo Result Property Development GmbH hat der WWFF bereits im Juli eine Errichtungsgesellschaft - die HGS Industrieanlagenerrichtungs- und Verwertungs-GmbH - gegründet, die sich um den Neubau des Bombardier-Werks kümmert. Derzeit erhalten sämtliche Verträge und Vereinbarungen zwischen WWFF, HGS und Bombardier noch den letzten Feinschliff. Bis Ende Juli wird der Unterzeichnungsprozess abgeschlossen sein.

"Die besondere Herausforderung bei diesem Projekt war es, eine wirtschaftliche und effiziente Lösung zur Standortsicherung zu finden. Denn der 130 Jahre alte Unternehmensstandort in der Donaufelderstraße im 21. Bezirk entsprach nicht mehr den Anforderungen eines modernen Industrie- und Produktionsbetriebs. Nach intensiven Gesprächen und Verhandlungen zwischen Stadt Wien, WWFF und Bombardier haben wir eine tragfähige und effiziente Lösung für einen Werksneubau geschaffen, die auch einen entscheidenden Vorteil für den 21. Bezirk aus stadtplanerischer Sicht bringt: Nach der Übersiedlung ins neue Werk kann der alte Standort in der Donaufelderstraße aufgelassen und zum Beispiel für die Errichtung von Wohnbauten genutzt werden", erklärt DI Dr. Bernd Rießland, Geschäftsführer des WWFF.

Kompetenzzentrum für die Produktion von Straßen- und Stadtbahnen

Auf dem 37.500 m2 großen Grundstück in der Hermann Gebauer Straße 11 im 22. Bezirk werden bis Ende 2007 Produktions- und Lagerhallen mit fast 20.000 m2 Nutzfläche und ein Bürogebäude mit 5.000 m2 Nutzfläche nach den Plänen des als Generalplaner agierenden Ingenieurbüros Vasko+Partner gebaut.

Die Werkskapazität liegt bei mindestens 250.000 jährlichen Produktionsstunden und einer Anzahl von rund 70 Komplettfahrzeugen pro Jahr. Wie jetzt in der Donaufelderstraße werden auch in der Donaustadt Dach- und Kabinenmodule montiert, Seitenwände gefertigt und schließlich das endgültige Fahrzeug vernietet und ausgebaut. In den neuen Produktionshallen befinden sich auch Lackierboxen und Sandstrahlkabinen für die Oberflächenbehandlung. Im Außenbereich wird es ein Testgleis von 160 Meter Länge für Beschleunigungs- und Bremstests geben.

Das nördlich der Produktionshalle geplante fünfgeschossige Bürogebäude wird der neue repräsentative Verwaltungssitz von Bombardier Transportation Austria in Wien. Der Vorteil: Die Lage der Büros führt zu kürzeren Wegen zwischen den einzelnen Abteilungen, daneben sind alle Mitarbeiter wieder näher an der Produktion selbst angesiedelt, die Identifikation mit den Bombardier Produkten wird für alle spürbarer.

Der neue Standort liegt in einem ausgewiesenen Industriegebiet mit Anschluss an das öffentliche Wiener Verkehrsnetz.

Grundsteinlegung im September

Anfang September wird die Grundsteinlegung für das neue Bombardier-Werk in der Hermann Gebauer Straße im 22. Bezirk stattfinden. Derzeit laufen die entsprechenden Genehmigungsverfahren bzw. sind bereits abgeschlossen. Zur Grundsteinlegungsfeier werden hochrangige Vertreter der Stadt Wien und von Bombardier am zukünftigen Werksgelände in der Donaustadt erwartet. Als Ausdruck des gemeinsamen Aufbruchs in eine erfolgreiche Zukunft wird bei dieser Feier auch die Belegschaft von Bombardier teilnehmen.

Bombardier seit 1970 am Standort Wien

Der Wiener Standort von Bombardier Transportation ist Teil des weltweit agierenden kanadischen Bombardier-Konzerns. Bombardier ist ein weltweit führender Anbieter von Verkehrslösungen. Das Wiener Werk vereint alle Schlüsselfunktionen für den Geschäftsbereich Straßen-und Stadtbahnen.

In Wien werden Straßen- und Stadtbahnen für den österreichischen und europäischen Markt entwickelt und gefertigt. So sind Bombardier-Fahrzeuge in Köln, Bonn, Saarbrücken, London, Stockholm, Istanbul, Lodz, Genf, in den Niederlanden und auch in österreichischen Städten im Einsatz. Auch die Erfolgsgeschichte moderner Niederflur-Stadtbahnen hat in Wien begonnen, mit den Fahrzeugen für die denkmalgeschützte Strecke der U6. Bombardier ist somit ein wichtiger Partner der Wiener Linien und der Wiener Lokalbahnen. Erst Ende Mai 2006 ist die zehnte neue Niederflur-Stadtbahn von Bombardier auf der Strecke der Badner Bahn in Betrieb genommen worden.

1970 kaufte Bombardier die ehemaligen Wiener Lohner-Werke. Dabei handelte es sich um die erste Akquisition Bombardiers außerhalb Kanadas. Dieser Kauf war überhaupt der erste Einstieg von Bombardier in die Produktion von öffentlichen Verkehrsmitteln. Die 1823 gegründete Wagenfabrik "Laurenzi & Lohner" existierte auf dem Standort in Floridsdorf, auf dem Bombardier heute noch tätig ist, bereits seit 1876. Somit kann der Wiener Standort von Bombardier auf mehr als 180 Jahre Erfahrung in der Fahrzeugentwicklung und -fertigung zurückblicken.

Wichtige Kennzahlen des neuen Bombardier-Werks

o Adresse: Hermann Gebauer Straße 11, 1220 Wien o Grundfläche: 37.500 m2 o Produktionsfläche: 12.700 m2 o Lager: 4.200 m2 o Büroflächen: 5.000 m2 o Moderne Kantine: 500 m2 o Produktionsstunden: 250.000 Stunden/Jahr (mindestens) o Mitarbeiteranzahl: rund 500 o Gesamtinvestitionssumme: 32 Millionen Euro

(Schluss) gaw

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