• 14.07.2006, 09:54:36
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Rieder: Zukunft von Bombardier in Wien gesichert

32 Mio. Euro Invest in modernes Kompetenz- und Produktionszentrum für Straßen- und Stadtbahnen im 22. Bezirk

Wien (OTS) - "Noch im Herbst 2004 war der Wiener Betriebsstandort
von Bombardier ernstlich in Gefahr. Heute können wir nach
verbindlichem Abschluss der Verhandlungen über die Errichtung eines
neuen Werkes den Bombardier-Standort und die damit verbundenen 500
Arbeitsplätze als endgültig gesichert betrachten. Das neue Werk war
einer der Eckpunkte der Grundsatzvereinbarung zwischen Stadt Wien und
Bombardier vom 7. Dezember 2004. Mit dem Neubau des Wiener Werkes
nach modernsten Standards und in Abstimmung mit der
Bombardier-Leitung kann der neue Betriebsstandort - befreit von den
Handicaps veralteter Werksstrukturen - seine Standortqualität voll
ausspielen und in Zukunft bei voller Konkurrenz- und
Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt agieren", erklärte Finanz- und
Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder im gemeinsamen
Mediengespräch mit dem General Manager von Bombardier Transportation
Austria in Wien, Germar Wacker, und dem Geschäftsführer des Wiener
Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF), DI Dr. Bernd Rießland.****

Mit der Entscheidung für den Werksneubau bekräftigt die
Bombardier-Führung ihr "Ja" zum Wiener Standort und stärkt die Rolle
des Wiener Werkes im internationalen Konzern. Noch im September 2006
wird mit dem Bau des neuen Werkes begonnen. Insgesamt werden 32
Millionen Euro investiert. Bis Ende 2007 sollen die Arbeiten an den
neuen Produktionshallen und dem neuen Bürogebäude abgeschlossen sein.
Spätestens Anfang 2008 werden die rund 500 Mitarbeiter vom
derzeitigen Standort in der Donaufelderstraße im 21. Bezirk in das
neue Werk in der Donaustadt übersiedeln.

Wacker: Ausdruck einer neuen Zukunft für Bombardier in Wien

"Mit der Neugestaltung der Produktionsflächen im Werk Donaustadt
wird Bombardier in Wien ein modernes und effizientes
Produktionslayout umsetzen. Das Werk ist auf die Endfertigung und
Auslieferung aller Arten von Bombardier-Straßen- und Stadtbahnen
ausgelegt. Nach den neuesten Anforderungen der
Schienenfahrzeugindustrie konzipiert, ist der Standort für die
Zukunft damit voll konkurrenz- und wettbewerbsfähig. Für uns ist die
neue Betriebsstätte der Ausdruck einer neuen Zukunft für Bombardier
in Wien", so Germar Wacker von Bombardier Transportation Austria.

Der Hauptpartner Bombardiers bei der Realisierung des Projekts
ist der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds. Gemeinsam mit dem privaten
Partner Immo Result Property Development GmbH hat der WWFF bereits im
Juli eine Errichtungsgesellschaft - die HGS
Industrieanlagenerrichtungs- und Verwertungs-GmbH - gegründet, die
sich um den Neubau des Bombardier-Werks kümmert. Derzeit erhalten
sämtliche Verträge und Vereinbarungen zwischen WWFF, HGS und
Bombardier noch den letzten Feinschliff. Bis Ende Juli wird der
Unterzeichnungsprozess abgeschlossen sein.

"Die besondere Herausforderung bei diesem Projekt war es, eine
wirtschaftliche und effiziente Lösung zur Standortsicherung zu
finden. Denn der 130 Jahre alte Unternehmensstandort in der
Donaufelderstraße im 21. Bezirk entsprach nicht mehr den
Anforderungen eines modernen Industrie- und Produktionsbetriebs. Nach
intensiven Gesprächen und Verhandlungen zwischen Stadt Wien, WWFF und
Bombardier haben wir eine tragfähige und effiziente Lösung für einen
Werksneubau geschaffen, die auch einen entscheidenden Vorteil für den
21. Bezirk aus stadtplanerischer Sicht bringt: Nach der Übersiedlung
ins neue Werk kann der alte Standort in der Donaufelderstraße
aufgelassen und zum Beispiel für die Errichtung von Wohnbauten
genutzt werden", erklärt DI Dr. Bernd Rießland, Geschäftsführer des
WWFF.

Kompetenzzentrum für die Produktion von Straßen- und
Stadtbahnen

Auf dem 37.500 m2 großen Grundstück in der Hermann Gebauer
Straße 11 im 22. Bezirk werden bis Ende 2007 Produktions- und
Lagerhallen mit fast 20.000 m2 Nutzfläche und ein Bürogebäude mit
5.000 m2 Nutzfläche nach den Plänen des als Generalplaner agierenden
Ingenieurbüros Vasko+Partner gebaut.

Die Werkskapazität liegt bei mindestens 250.000 jährlichen
Produktionsstunden und einer Anzahl von rund 70 Komplettfahrzeugen
pro Jahr. Wie jetzt in der Donaufelderstraße werden auch in der
Donaustadt Dach- und Kabinenmodule montiert, Seitenwände gefertigt
und schließlich das endgültige Fahrzeug vernietet und ausgebaut. In
den neuen Produktionshallen befinden sich auch Lackierboxen und
Sandstrahlkabinen für die Oberflächenbehandlung. Im Außenbereich wird
es ein Testgleis von 160 Meter Länge für Beschleunigungs- und
Bremstests geben.

Das nördlich der Produktionshalle geplante fünfgeschossige
Bürogebäude wird der neue repräsentative Verwaltungssitz von
Bombardier Transportation Austria in Wien. Der Vorteil: Die Lage der
Büros führt zu kürzeren Wegen zwischen den einzelnen Abteilungen,
daneben sind alle Mitarbeiter wieder näher an der Produktion selbst
angesiedelt, die Identifikation mit den Bombardier Produkten wird für
alle spürbarer.

Der neue Standort liegt in einem ausgewiesenen Industriegebiet
mit Anschluss an das öffentliche Wiener Verkehrsnetz.

Grundsteinlegung im September

Anfang September wird die Grundsteinlegung für das neue
Bombardier-Werk in der Hermann Gebauer Straße im 22. Bezirk
stattfinden. Derzeit laufen die entsprechenden Genehmigungsverfahren
bzw. sind bereits abgeschlossen. Zur Grundsteinlegungsfeier werden
hochrangige Vertreter der Stadt Wien und von Bombardier am
zukünftigen Werksgelände in der Donaustadt erwartet. Als Ausdruck des
gemeinsamen Aufbruchs in eine erfolgreiche Zukunft wird bei dieser
Feier auch die Belegschaft von Bombardier teilnehmen.

Bombardier seit 1970 am Standort Wien

Der Wiener Standort von Bombardier Transportation ist Teil des
weltweit agierenden kanadischen Bombardier-Konzerns. Bombardier ist
ein weltweit führender Anbieter von Verkehrslösungen. Das Wiener Werk
vereint alle Schlüsselfunktionen für den Geschäftsbereich Straßen-
und Stadtbahnen.

In Wien werden Straßen- und Stadtbahnen für den österreichischen
und europäischen Markt entwickelt und gefertigt. So sind
Bombardier-Fahrzeuge in Köln, Bonn, Saarbrücken, London, Stockholm,
Istanbul, Lodz, Genf, in den Niederlanden und auch in
österreichischen Städten im Einsatz. Auch die Erfolgsgeschichte
moderner Niederflur-Stadtbahnen hat in Wien begonnen, mit den
Fahrzeugen für die denkmalgeschützte Strecke der U6. Bombardier ist
somit ein wichtiger Partner der Wiener Linien und der Wiener
Lokalbahnen. Erst Ende Mai 2006 ist die zehnte neue
Niederflur-Stadtbahn von Bombardier auf der Strecke der Badner Bahn
in Betrieb genommen worden.

1970 kaufte Bombardier die ehemaligen Wiener Lohner-Werke. Dabei
handelte es sich um die erste Akquisition Bombardiers außerhalb
Kanadas. Dieser Kauf war überhaupt der erste Einstieg von Bombardier
in die Produktion von öffentlichen Verkehrsmitteln. Die 1823
gegründete Wagenfabrik "Laurenzi & Lohner" existierte auf dem
Standort in Floridsdorf, auf dem Bombardier heute noch tätig ist,
bereits seit 1876. Somit kann der Wiener Standort von Bombardier auf
mehr als 180 Jahre Erfahrung in der Fahrzeugentwicklung und
-fertigung zurückblicken.

Wichtige Kennzahlen des neuen Bombardier-Werks

o Adresse: Hermann Gebauer Straße 11, 1220 Wien        
o Grundfläche: 37.500 m2                               
o Produktionsfläche: 12.700 m2                         
o Lager: 4.200 m2                                      
o Büroflächen: 5.000 m2                                
o Moderne Kantine: 500 m2                              
o Produktionsstunden: 250.000 Stunden/Jahr (mindestens)
o Mitarbeiteranzahl: rund 500                          
o Gesamtinvestitionssumme: 32 Millionen Euro

(Schluss) gaw

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Wolfgang Gatschnegg
Mediensprecher Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder
T +43 1 4000-81 845
M +43 664 826 82 16
mailto:[email protected]
Bernhard Rieder
Communication Bombardier Transportation Austria
T+43 1 25 110 178
M +43 664 530 20 27
mailto:bernhard.rieder@at
http://transport.bombardier.com/

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