- 13.07.2006, 11:57:30
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FPÖ warnt vor Renaissance der Kernenergie
Hofer fordert Ausstieg aus Euratom-Vertrag
Wien (OTS) - Mit scharfen Worten verurteilt der stellvertretende
FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer die in der EU um sich greifenden
Pläne, der Atomkraft eine Renaissance zu ermöglichen. Für Hofer
manifestiert sich darin die sprichwörtliche "Torheit der
Regierenden".
"Die Katastrophe von Tschernobyl ist gerade einmal zwanzig Jahre her,
und noch immer leiden Millionen Menschen unter deren Folgewirkungen.
Aber in der EU unternimmt man nicht das Geringste, um ein
Ausstiegsszenario aus der Nuklearkraft zumindest zu entwerfen. Statt
dessen erhöht man die Mittel für Euratom", zeigte sich Hofer
bestürzt, der den Ausstieg aus dem Euratom-Vertrag forderte.
Schließlich habe sich die Mehrheit der Österreicher schon 1978 gegen
die Nutzung der Atomenergie entschieden.
Der Euratom-Vertrag diene nicht der Forschung und der Sicherheit, er
diene der Förderung der Atomkraft, stellte Hofer klar. Mit Euratom
werde nicht die Sicherheit bestehender Kraftwerke erhöht, sondern in
eine ökonomische Vormachtstellung von Atomenergie investiert. "Auch
mit österreichischen Geldern werden Euratom-Kredite vergeben. Damit
wird der Bau neuer Atomkraftwerke finanziert. Großkonzerne holen sich
mit diesem Vertrag Geld von der öffentlichen Hand. Denn unter
Marktbedingungen könnte kein einziges Atomkraftwerk in Europa
wirtschaftlich betrieben werden." Die Beseitigung des Atommülls sei
auch 40 Jahre nach Beginn der kommerziellen Nutzung der Atomenergie
noch ungelöst.
Das Geld für den Euratom-Vertrag solle besser zweckgebunden für den
Ausbau der erneuerbaren Energie in Österreich Verwendung finden,
forderte Hofer. "Das ist ein Geldbetrag, der uns im eigenen Land für
die Entwicklung der erneuerbaren Energie fehlt. Wir unterstützen mit
diesen Geldern de facto die Atomlobby statt heimische Firmen."
Rückfragehinweis:
Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
+43-664-4401629, [email protected]
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