ÖVP muss jetzt zur Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen zustimmen

SPÖ-Landtagsabgeordneter Erich Pilsner: "Qualität muss im Bildungsbereich Vorrang haben"

Linz (OTS) - "Landeshauptmann Pühringer und Landesschulratspräsident Enzenhofer müssen bei Gehrer und Schüssel dafür eintreten, dass die Klassenschülerhöchstzahlen schon im Schuljahr 2006/07 gesenkt werden - so wie es die SPÖ schon seit Jahren fordert. So könnten im Herbst die derzeitigen LehrerInnen wieder beschäftigt und die Bildungsqualität in den Schulen verbessert werden", so Landtagsabgeordneter Erich Pilsner. Die sinkenden Schülerzahlen müssen als Chance zur Verbesserung der Bildungsqualität genützt werden - nicht für Einsparungen im Bildungsbereich. Die Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen darf nicht an den Finanzausgleich abgeschoben werden. Entscheidend ist im Bildungssystem nicht nur, dass die Kasse stimmt, sondern vor allem, dass die Qualität gesichert wird", betont Pilsner.

"Immer weniger Schüler bedeutet laut Finanzausgleichs-Regelung immer weniger Lehrer. Damit wird die Chance zur Verbesserung der Bildungsqualität bei gleich bleibenden Kosten versäumt. Das muss auch die ÖVP erkennen", betont der Landtagsabgeordnete. Die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl - so Pilsner - hat zwei große Vorteile. Erstens würde die Unterrichtsqualität deutlich gesteigert werden, weil die LehrerInnen viel stärker auf individuelle Bedürfnisse der SchülerInnen eingehen könnten. Zweitens könnte man verhindern, dass zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer im Herbst plötzlich auf der Straße stehen. "Auch die integrative Betreuung von Kindern mit Beeinträchtigungen sowie Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache ist nur durch verstärkten Personaleinsatz und die Bildung von kleinen Unterrichtsgruppen möglich", erklärt Pilsner.

"Im Bildungsbereich darf nicht mehr zugewartet werden - die ÖVP muss jetzt zur Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen zustimmen. Außerdem darf auch die Verantwortung für den Bildungssektor nicht auf die Finanzausgleichsgremien verlagert werden", so Pilsner. Eine Stagnation oder Verschlechterung könne gerade im Bildungsbereich nicht hingenommen werden. "Bildung ist eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft der österreichischen Bevölkerung - und auch in Zeiten knapper Kassen muss Bildung Priorität haben", so Pilsner abschließend.

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Mag. Andreas Ortner

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