"profil": New Yorker Gericht will Museumsdirektor Rudolf Leopold als Zeugen hören

Einigungsgespräche im Verfahren um Schieles seit neun Jahren beschlagnahmte "Wally" abgebrochen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, scheint in das Langzeitverfahren um das Schiele-Gemälde "Wally" Bewegung zu kommen: Das New Yorker Gericht will Museumsdirektor Rudolf Leopold als Zeugen einvernehmen. Um dem 81-Jährigen die Transatlantikreise zu ersparen, könnte die Einvernahme in London oder auch in Wien stattfinden. Ein Termin soll noch nicht fixiert sein.

Das Werk war im Jänner 1998 nach dem Ende einer Schiele-Schau im Museum of Modern Art in New York beschlagnahmt worden, da die Erben nach der ursprünglichen Besitzerin Lea Bondi-Jaray darauf Anspruch erheben. Die von den Nazis aus Wien vertriebene Galeristin hatte den Sammler Rudolf Leopold 1953 um Hilfe bei der Rückgewinnung der "Wally" ersucht, Leopold erwarb das Bild im Jahr darauf jedoch von der Österreichischen Galerie für seine eigene Sammlung.

Laut profil sind Einigungsgespräche, die das Gericht den Prozessparteien aufgetragen hatte, im heurigen Frühjahr ergebnislos abgebrochen worden.

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