• 02.07.2006, 11:59:04
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Kukacka zu Brennerbasistunnel: In wenigen Jahren wird die Frage lauten: Wann wird er endlich fertig?

Der Brennerbasistunnel ist eine verkehrspolitische und volkswirtschaftliche Notwendigkeit

Wien (OTS) - "Die Frage der Brennerbasistunnelgegner wird in
wenigen Jahren nicht lauten ob wir den Brennerbasistunnel (BBT)
brauchen, sondern: wann er endlich fertig sein wird", reagierte
heute, Sonntag Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka auf Kritik am
Spatenstich zum Probestollen des Brennerbasistunnel.

"Diese Frage kann man nur bejahen, wenn man sich den Anstieg des
Güterverkehrs am Brenner vor Augen hält. In 10 - 15 Jahren wird die
Brennerautobahn an die Kapazitätsgrenze angelangt sein und dann wird
man nach einer attraktiven Schieneninfrastruktur rufen. Ein
dreispuriger Ausbau der Autobahn über den Brenner wird am Widerstand
der Bevölkerung und an den Lärm- und Schadstoffrichtlinien der EU und
Österreich scheitern. Daher ist eine Verlagerung des alpenquerenden
Transits von der Straße auf die Schiene eine logische Konsequenz.
Österreich wird dazu auch die Möglichkeiten einer höheren Maut, wie
sie durch die neue Wegekostenrichtlinie geschaffen wurden, nützen
müssen", betonte Kukacka.

Im Übrigen kommt es in Österreich bereits wieder zu einer positiven
Trendwende beim begleiteten Kombinierten Verkehr, der Rollenden
Landstraße (RoLa). So gibt es auf der Brennerroute seit November 2005
wieder einen deutlichen Aufwärtstrend. "Alleine in den ersten vier
Monaten 2006 gab es einen Anstieg um 120% im Vergleich zum Vorjahr.
Fuhren von Jänner bis April 2005 nur 14.700 LKWs auf der
Brenner-RoLa, so waren es heuer bis April bereits 32.100", so der
Staatssekretär.

"Unser Ziel ist es, vorrangig den Umwegtransitverkehr, der sich von
der Schweiz nach Österreich verlagert hat, zu verhindern", spricht
der Staatsekretär in diesem Zusammenhang die Verlagerung der
LKW-Transitroute von der höher bemauteten Schweiz auf die Strecke
Kufstein-Innsbruck-Brenner an. "Unsere Forderung, Österreich mit der
Schweiz in Sachen Transitverkehr gleichzustellen ist daher legitim
und erfordert nun längerfristig die Einführung gleicher
Mautregelungen."

Ausdrücklich unterstreicht der Staatsekretär die Notwendigkeit, die
Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel entsprechend zeitgerecht fertig
zu stellen. "Österreich wird darauf achten, dass diese Vereinbarungen
auch eingehalten und der Ausbau parallel geschehen werde.

Kukacka fordert auch, dass in Zukunft für die Brennerstrecke die
selben Verkehrssicherheitsmaßnahmen gesetzt werden dürfen, wie das
beispielsweise in der Schweiz am St. Gotthard-Straßentunnel erfolge.
"Die Kapazitätsbegrenzung, die in Form eines Tropfenzählsystems am
St. Gotthard-Tunnel praktiziert wird, dient deutlich der Steigerung
der Verkehrssicherheit und fördert die Verlagerung auf die Schiene.
Die Einführung eines solchen Systems sollte auch in Österreich
längerfristig angedacht werden, um die Auslastung der Schienenstrecke
weiter zu optimieren", schloss Kukacka.

Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Walter Gröblinger
Pressesprecher
Tel.: +43 (01) 711 62/8803

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