dm drogerie markt begrüßt EU-Vorstoß zur Liberalisierung des Apothekenmarktes

Wals Himmelreich (OTS) - Bezug nehmend auf die aktuelle Diskussion rund um die Marktöffnung bei den österreichischen Apotheken erneuerte dm Geschäftsführer Manfred Laaber heute die Forderung seitens des Unternehmens nach einer Liberalisierung auch bezüglich der rezeptfreien Arzneimittel: "Es geht hier insgesamt um die zentrale Forderung von dm drogerie markt, durch eine Arzneimittelliberalisierung eine Vergrößerung der Wahlfreiheit für die Österreichischen Konsumenten einzuleiten. Wir fordern seit Jahren, dass alte eingefahrene Strukturen in Österreich aufgebrochen und an EU Recht angepasst werden. Wir können und wollen unseren Kunden eine breitere Auswahl an Arzneimitteln als bisher anbieten und könnten damit die Apotheken in idealer Weise ergänzen."

dm ist schon heute berechtigt, Arzneimittel zu verkaufen -allerdings nur ein für den Verbraucher nicht mehr relevantes Sortiment. "Hier liegt der Unterschied zur internationalen Entwicklung: Dass das Apothekermonopol weiter gehegt und gepflegt wird, obwohl es längst nicht mehr den Erwartungen der Menschen entspricht. Denn die Verbraucher erwarten sich einen adäquaten Zugang insbesondere auch zu frei verkäuflichen Arzneimitteln", stellt Manfred Laaber klar, der bei dm für Marketing und Sortimentsführung verantwortlich zeichnet.

dm begrüße daher den aktuellen Vorstoß der EU, da auch der antiquierte Gebietsschutz und die festgelegten Mindestentfernungen zwischen Apotheken nicht mehr den Wünschen und Erwartungen der Konsumenten entsprächen, so Laaber, der in einer Liberalisierung die Vorteile für die Konsumenten erkennt: Einen Preisvorteil durch verstärkten Bewerb zwischen den Anbietern einerseits und die Möglichkeit der Wahlfreiheit für den Konsumenten auf der anderen Seite.

Wenn Qualität und eine flächendeckende Versorgung der Österreicher gefragt sind will dm einspringen: Denn dm fordert bekanntlich schon seit Jahren die Möglichkeit, rezeptfreie Arzneimittel des "täglichen Gebrauchs", wie beispielsweise verschiedene Tees oder auch Supradyn, Sanostol, Nahrungsergänzungsmittel, Hustensäfte und ähnliches in sein Angebot aufnehmen zu können und damit dem mehrfach via Umfragen abgefragten Konsumentenwunsch Folge leisten zu können.

330 dm Filialen wollen die 1.150 Apotheken unterstützen

Manfred Laaber weiter: "dm hält die österreichische Regelung, derzufolge eine Apotheke 5.500 Menschen bedienen soll, für antiquiert und nicht ausreichend. Eine flächendeckende und gute Abdeckung ist dann für die ÖsterreicherInnen gegeben, wenn gerade Produkte des täglichen Gebrauchs, wie verschiedene Tees, Aspirin oder Kamillosan in kontrollierter Abgabe von geschulten Drogistinnen abgegeben werden könnten.

Mit über 300 Filialen in besten, zentralen Lagen in Österreich könnte dm eine gute praktische und vor allem auch kompetente Möglichkeit der Abgabe von Arzneimitteln und Drogeriefachprodukten darstellen und das bestehende Angebot der österreichischen Apotheken in idealer Weise ergänzen. "Der Vergleich zu Deutschland macht klar, dass die Liberalisierung einzig eine Frage der Zeit ist", so Manfred Laaber. Der Schwesterkonzern in Deutschland verkauft derzeit 176 rezeptfreie Arzneimittel in Selbstbedienung. Hierzulande bietet dm 40 rezeptfreie Arzneimittel an, diese müssen jedoch in verschlossenen Schränken aufbewahrt werden und dürfen nur in Bedienung abgegeben werden. Ziel von dm ist es, alle 2300 in Österreich zugelassenen rezeptfreien Arzneimittel verkaufen zu dürfen.

Deutschland: rezeptfreie Arzneimittel bei dm in Selbstbedienung

In Österreich gelten strengere gesetzliche Auflagen für den Verkauf von rezeptfreien Arzneimitteln als im Drogerie- und Lebensmittelhandel in Deutschland. So darf etwa der Diskont-Lebensmitteleinzelhändler Norma (1.300 Filialen in Deutschland, Frankreich, Tschechien und Österreich) in Deutschland seit kurzem homöopathische Arzneimittel verkaufen, die in Österreich nur in der Apotheke erhältlich sind. Aber auch abseits der Homöopathie ist eine Vielzahl an Inhaltsstoffen hierzulande im Unterschied zu Deutschland apothekenpflichtig: So sind Arzneimittel mit Stoffen wie Johanniskraut, Echinacea oder Teufelskralle und eine ganze Palette an Produkten wie beispielsweise Tetesept Erkältungskapseln, Hustensaft und Magentropfen in Österreich anders als bei unseren deutschen Nachbarn den Apotheken vorbehalten.

Neben den Inhaltsstoffen entscheiden auch die Texte auf der Packung oder im Beipacktext: Nicht nur Inhaltsstoffe oder Dosierung sondern auch Hinweise auf Linderung, Verhütung oder Heilung machen ein Produkt zum Arzneimittel und verhindern somit einen freien Verkauf. Auch die Zulassung muss in jedem Land beantragt werden und ist kostenpflichtig. Daher bemühen sich viele Hersteller erst gar nicht um eine Zulassung am österreichischen Markt, der als wesentlich strenger bekannt ist als der deutsche.

Dies sind jedoch nicht die einzigen Punkte die den deutschen vom österreichischen Markt unterscheiden: In Deutschland dürfen alle frei verkäuflichen Arzneimittel in Drogerien und sogar im Lebensmittelhandel in Selbstbedienung verkauft werden, sofern die MitarbeiterInnen über einen Sachkundenachweis verfügen. Dieser Sachkundenachweis entspricht bei weitem nicht dem Umfang und den Inhalten einer Drogistenausbildung in Österreich. Zudem dürfen in Österreich alle diese Arzneimittel nur über einen verschlossenen Arzneimittelschrank in Bedienung durch die dm Mitarbeiter verkauft werden.

Der Drogist, die Drogistin nimmt seit jeher eine Stellung zwischen der Apotheke und dem Einzelhandel ein. In dieser Funktion sind die DrogistInnen bestmöglich geschult: Mit einer fundierten Ausbildung im Bereich der Heilpflanzenkunde sowie in organischer und anorganischer Chemie, bringen sie die besten Voraussetzungen für eine qualifizierte Beratung der Kunden mit. Bereits seit Jahren beraten ausgebildete Drogisten bei dm Kunden kompetent im Bereich Nahrungsergänzungsmittel. Auch was rezeptfreie Arzneimittel anbelangt, verfügen DrogistInnen über ausreichend fundiertes Wissen für eine kompetente Beratung.

Weitere Informationen unter: www.dm-drogeriemarkt.at

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