VP-Parzer: Naturschutz muss höheren Stellenwert bekommen

Wien (VP-Klub) - "Bei allen erfolgereichen Bemühungen der zuständigen Beamten ist eine Aufwertung des Naturschutzes in Wien nur möglich, wenn sich die Wiener SP-Stadtregierung endlich dazu durchringt, in diesem Sinne verstärkt politisch aktiv zu werden", betonte heute ÖVP Wien Abgeordneter Robert Parzer im Rahmen der heute im Landtag geführten Debatte zum Naturschutzbericht.

In diesem Bericht habe man den Vertragsnaturschutz als sinnvolle Maßnahme des Naturschutzes gefeiert, gleichzeitig hat das selbe Ressort ein Biosphärenparkgesetz vorgelegt, in dem nur von gesetzlich dekredierten Auflagen die Rede ist und der Vertragsnaturschutz als nicht verfassungskonform bezeichnet wird. Dabei hat man mit dem auf Vertragsnaturschutz basierenden Ackerreststreifenprogramm, das gemeinsam mit den Wiener Bauern ausgearbeitet wurde, gute Erfahrungen gemacht und einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt geleistet.

Unzufriedenheit mit Grünraumsituation in Wien

Parzer kritisierte in diesem Zusammenhang, dass zu wenig Geld für die Sicherstellung der für den Schutz notwendigen Grundstücke vorhanden ist, wo doch das Umweltressort über drei Abteilungen verfügt, die einen Überschuss erwirtschaften. Wien erlebe derzeit leider in der Grünraumpolitik einen Stillstand, der sich auf die Lebensqualität vieler Wiener negativ auswirkt. "Die Unzufriedenheit mit der Grünraumsituation in vielen Teilen Wiens ist groß und führt sogar zur Abwanderung ins grüne Umland. Daher braucht diese Stadt endlich eine Politik des verantwortungsvollen Umgangs mit seinem Grünland. "Solange sich diese Haltung in der Wiener Stadtregierung nicht durchsetzt, werden in den nächsten Jahren auch weitere, bemüht abgefasste Naturschutzberichte am Fehlen von ausreichend Grünraum für alle Bürger dieser Stadt nichts ändern", schloss Parzer.

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