Durchschnittlicher Fussball-Fan trinkt mindestens 14 Liter Bier zur WM - Sportevents zu oft mit Alkohol verbunden

Experten warnen vor Alkoholexzessen während der Fußball-WM

Wien (OTS) - Die Fußballweltmeisterschaft dient vielen, ganz besonders jungen Männern, als willkommener Anlass für übermäßigen Alkoholkonsum. Im Veranstalterland Deutschland rechnet man mit öffentlichen Alkoholexzessen, doch auch in Österreich wird vor Video-Walls und Fernsehgeräten oft mehr getrunken als den Lebern und Hirnen der Fans gut tut. ExpertInnen des Fonds Gesundes Österreich warnen vor den Folgen. Kampf um den WM-Titel und Kampftrinken: Wenn auch nicht für die Sportler, zumindest für viele Fans scheint die Sport-Begeisterung ohne Alkohol nicht so recht aufkommen zu wollen. In Österreich ist der Bierkonsum bereits im Vorfeld der WM um 40 Prozent gestiegen (woher kommt diese Zahl?). "Vor allem Jugendliche bedürfen eines besonderen Schutzes" mahnt Dennis Beck, Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich, und weist auf einen nicht unwichtigen Punkt hin: "Fußball kann auch ohne Promille Spaß machen, mehr Spaß mit Maß eben!" In welchen Dimensionen sich das Problem bewegt, lässt eine aktuelle Umfrage des deutschen Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag des Gesundheitsnetzwerks www.helpster.de erahnen. Gefragt wurden mehr als 1000 Deutsche im Alter zwischen 14 und 59, ob sie vorhaben, während der WM-Spiele Alkohol zu trinken.

Ergebnis: Sie haben. Und das nicht zu knapp. Rund 55 Prozent der Deutschen, die sich die Spiele ansehen, werden dazu auch Alkohol trinken, wobei Bier mit großem Abstand auf Platz eins der konsumierten alkoholischen Getränke liegen wird. Allerdings dürften auch Wein, Sekt und Spirituosen reichlich getrunken werden. 20 Prozent der Befragten werden pro Spiel mehr als zwei Liter Bier zu sich nehmen. Kommt Deutschland bis ins Finale, ergibt sich für diese Gruppe damit ein Konsum von mindestens 14 Litern Bier während der WM. Besonders alarmierend ist allerdings die Tatsache, dass besonders Jugendliche viel trinken und dabei harten Getränken den Vorzug geben werden.

"Diese Umfrage zeigt ebenso wie andere einschlägige Daten, dass für viele Menschen, insbesondere für Jugendliche, die Freude an einer Sportveranstaltung mit Alkoholkonsum offenbar untrennbar verknüpft ist, ja vielleicht ohne Alkohol gar nicht mehr vorstellbar ist. Dies und die Unkenntnis der Folgen der regelmäßigen Alkoholexzesse lässt befürchten, dass sich auch aus den Zuschauern der WM mittelfristig die hohe Zahl der Gefährdeten und der Alkoholkranken weiter erhöhen wird", erklärt Martin Hefel.

Riskantes Trinkverhalten Jugendlicher

Denn auch hierzulande rechnen die ExpertInnen mit einem massiv erhöhten Alkoholkonsum während der zahlreichen Fussballübertragungen, nicht zuletzt bei Jugendlichen. Eine Entwicklung die dem Fonds Gesundes Österreich, der derzeit mittel der Kampagne "Mehr Spaß mit Maß" versucht, Jugendliche zu vernünftigem Trinkverhalten zu motivieren, Sorgen bereitet. "Die WM-Spiele sind verknüpft mit Fairness und Vorbildern. Das Ansehen der Spiele soll die Kids motivieren, selbst mit ihren Freundinnen und Freunden sportlich aktiv zu werden und nicht nur als Couch-Potatoes und einer Menge Bier und Wein vor dem Fernseher zu hängen. Bewegung und Sport tun der Gesundheit gut", sagt dazu Mag. Andrea Lins, Gesundheitsreferentin beim Fonds Gesundes Österreich.

Und für Dennis Beck, den Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich, reflektieren diese Daten zu WM generelle Trends: "Die Haupttrends der Trinkgewohnheiten junger Menschen sind zunehmende Alkoholerfahrungen von Kindern und besonders risikoreiches Trinkverhalten wie etwa das so genannte Binge Drinking, bei dem die Jugendlichen bis an ihre körperlichen Grenzen gehen. Denn risikoreicher Konsum von Alkohol hat physische und soziale Verluste zur Folge. Der Prävention und Gesundheitsförderung kommt daher eine wichtige Rolle zu und es besteht dringender Handlungsbedarf."

Mehr Spaß mit Maß!

Mit seiner neuen Informations-Offensive unter dem Motto "Mehr Spaß mit Maß!" sensibilisiert der Fonds Gesundes Österreich Jugendliche für einen maßvolleren Umgang mit Alkohol. In den kommenden Monaten wird diese Informationsoffensive vor allem durch gemeinsam mit Jugendlichen entwickelte TV-Spots sowie Inserate die jugendlichen ÖsterreicherInnen für mehr Bewusstsein im Umgang mit Alkohol sensibilisieren. "Der Kampagnentitel "Mehr Spaß mit Maß!" macht schon deutlich, worauf es uns bei dieser Aktion ankommt", so Beck. "Nicht den Spaßverderber zu spielen und schon gar nicht mit dem erhobenen Zeigefinger zu arbeiten. Sondern Jugendliche zu einem selbständigen und reflektierten Umgang mit Alkohol anzuregen und deutlich zu machen, dass der Spaß dabei nicht auf der Strecke bleibt."

Material

Texte, Grafiken, die TV-Spots und Printsujets (in druckfähiger Qualität) stehen als Download auf www.fgoe.org bereit.

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