- 28.06.2006, 09:30:00
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Durchschnittlicher Fussball-Fan trinkt mindestens 14 Liter Bier zur WM - Sportevents zu oft mit Alkohol verbunden
Experten warnen vor Alkoholexzessen während der Fußball-WM
Wien (OTS) - Die Fußballweltmeisterschaft dient vielen, ganz
besonders jungen Männern, als willkommener Anlass für übermäßigen
Alkoholkonsum. Im Veranstalterland Deutschland rechnet man mit
öffentlichen Alkoholexzessen, doch auch in Österreich wird vor
Video-Walls und Fernsehgeräten oft mehr getrunken als den Lebern und
Hirnen der Fans gut tut. ExpertInnen des Fonds Gesundes Österreich
warnen vor den Folgen. Kampf um den WM-Titel und Kampftrinken: Wenn
auch nicht für die Sportler, zumindest für viele Fans scheint die
Sport-Begeisterung ohne Alkohol nicht so recht aufkommen zu wollen.
In Österreich ist der Bierkonsum bereits im Vorfeld der WM um 40
Prozent gestiegen (woher kommt diese Zahl?). "Vor allem Jugendliche
bedürfen eines besonderen Schutzes" mahnt Dennis Beck,
Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich, und weist auf einen
nicht unwichtigen Punkt hin: "Fußball kann auch ohne Promille Spaß
machen, mehr Spaß mit Maß eben!" In welchen Dimensionen sich das
Problem bewegt, lässt eine aktuelle Umfrage des deutschen
Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag des
Gesundheitsnetzwerks www.helpster.de erahnen. Gefragt wurden mehr
als 1000 Deutsche im Alter zwischen 14 und 59, ob sie vorhaben,
während der WM-Spiele Alkohol zu trinken.
Ergebnis: Sie haben. Und das nicht zu knapp. Rund 55 Prozent der
Deutschen, die sich die Spiele ansehen, werden dazu auch Alkohol
trinken, wobei Bier mit großem Abstand auf Platz eins der
konsumierten alkoholischen Getränke liegen wird. Allerdings dürften
auch Wein, Sekt und Spirituosen reichlich getrunken werden. 20
Prozent der Befragten werden pro Spiel mehr als zwei Liter Bier zu
sich nehmen. Kommt Deutschland bis ins Finale, ergibt sich für diese
Gruppe damit ein Konsum von mindestens 14 Litern Bier während der WM.
Besonders alarmierend ist allerdings die Tatsache, dass besonders
Jugendliche viel trinken und dabei harten Getränken den Vorzug geben
werden.
"Diese Umfrage zeigt ebenso wie andere einschlägige Daten, dass
für viele Menschen, insbesondere für Jugendliche, die Freude an
einer Sportveranstaltung mit Alkoholkonsum offenbar untrennbar
verknüpft ist, ja vielleicht ohne Alkohol gar nicht mehr vorstellbar
ist. Dies und die Unkenntnis der Folgen der regelmäßigen
Alkoholexzesse lässt befürchten, dass sich auch aus den Zuschauern
der WM mittelfristig die hohe Zahl der Gefährdeten und der
Alkoholkranken weiter erhöhen wird", erklärt Martin Hefel.
Riskantes Trinkverhalten Jugendlicher
Denn auch hierzulande rechnen die ExpertInnen mit einem massiv
erhöhten Alkoholkonsum während der zahlreichen Fussballübertragungen,
nicht zuletzt bei Jugendlichen. Eine Entwicklung die dem Fonds
Gesundes Österreich, der derzeit mittel der Kampagne "Mehr Spaß mit
Maß" versucht, Jugendliche zu vernünftigem Trinkverhalten zu
motivieren, Sorgen bereitet. "Die WM-Spiele sind verknüpft mit
Fairness und Vorbildern. Das Ansehen der Spiele soll die Kids
motivieren, selbst mit ihren Freundinnen und Freunden sportlich
aktiv zu werden und nicht nur als Couch-Potatoes und einer Menge Bier
und Wein vor dem Fernseher zu hängen. Bewegung und Sport tun der
Gesundheit gut", sagt dazu Mag. Andrea Lins, Gesundheitsreferentin
beim Fonds Gesundes Österreich.
Und für Dennis Beck, den Geschäftsführer des Fonds Gesundes
Österreich, reflektieren diese Daten zu WM generelle Trends: "Die
Haupttrends der Trinkgewohnheiten junger Menschen sind zunehmende
Alkoholerfahrungen von Kindern und besonders risikoreiches
Trinkverhalten wie etwa das so genannte Binge Drinking, bei dem die
Jugendlichen bis an ihre körperlichen Grenzen gehen. Denn
risikoreicher Konsum von Alkohol hat physische und soziale Verluste
zur Folge. Der Prävention und Gesundheitsförderung kommt daher eine
wichtige Rolle zu und es besteht dringender Handlungsbedarf."
Mehr Spaß mit Maß!
Mit seiner neuen Informations-Offensive unter dem Motto "Mehr Spaß
mit Maß!" sensibilisiert der Fonds Gesundes Österreich Jugendliche
für einen maßvolleren Umgang mit Alkohol. In den kommenden Monaten
wird diese Informationsoffensive vor allem durch gemeinsam mit
Jugendlichen entwickelte TV-Spots sowie Inserate die jugendlichen
ÖsterreicherInnen für mehr Bewusstsein im Umgang mit Alkohol
sensibilisieren. "Der Kampagnentitel "Mehr Spaß mit Maß!" macht schon
deutlich, worauf es uns bei dieser Aktion ankommt", so Beck. "Nicht
den Spaßverderber zu spielen und schon gar nicht mit dem erhobenen
Zeigefinger zu arbeiten. Sondern Jugendliche zu einem selbständigen
und reflektierten Umgang mit Alkohol anzuregen und deutlich zu
machen, dass der Spaß dabei nicht auf der Strecke bleibt."
Material
Texte, Grafiken, die TV-Spots und Printsujets (in druckfähiger
Qualität) stehen als Download auf www.fgoe.org bereit.
Rückfragehinweis:
Dr. Birgit Kofler/Ulla Krenn B&K - Bettschart&Kofler Medien- und Kommunikationsberatung Tel: 01/319 43 78 12 mailto:[email protected] mailto:[email protected] Mag. Markus Mikl Pressereferent Fonds Gesundes Österreich Tel.: 01/ 895 04 00 - 16 mailto:[email protected] www.fgoe.org
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