• 27.06.2006, 13:37:35
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Wiener Gemeinderat: Rechnungsabschluss für das Jahr 2005 (4)

Kultur und Wissenschaft

Wien (OTS) - Die Infos, die die Opposition erhalte, werden immer
geringer, die Akten immer dünner, kritisierte GR Mag. Harald Stefan
(FPÖ). Der Bereich Wissenschaft sei 2005 von einer Niederlage für die
Stadt Wien gekennzeichnet gewesen. Die Elite-Universität in Gugging
sei ein Versagen jener, die verhandelt haben. Kritik übte er an der
ideologischen Ausrichtung im "Multi-Kulti-Bereich", dafür müssten die
Steuerzahler Geld bezahlen. Er beschäftigte sich weiters mit dem
Kontrollamtsbericht zu den Wiener Festwochen sowie zu den Vereinigten
Bühnen Wien, die entstandene Kosten nicht zuordnen könnten. Im
Übrigen habe die Volksanwaltschaft die Kritik der FPÖ an der
Theaterreform bestätigt.

Wenn über Kultur gesprochen werde, dann sei dies aus der
Geschichte betrachtet international, und das sei auch gut so, meinte
GR Marco Schreuder (Grüne). Es sei bedauerlich, dass er den
Kulturbericht erst heute, Dienstag, um 9 Uhr früh, zu Gesicht
bekommen habe. Er bitte, dass dies 2007 nicht erst am Tag der
Kulturdebatte geschehen wird. Ein erster Zahlenvergleich zeige, dass
es zwischen Voranschlag und Rechnungsabschluss große Unterschiede
gebe. Bei den Vereinigten Bühnen Wien wünsche er sich Transparenz, um
nachvollziehen zu können, worüber tatsächlich abgestimmt wird.

Das Kulturbudget sei um 5 Prozent gegenüber dem Voranschlag
überzogen worden, ein nachvollziehbares Konzept sei nicht
auszumachen, befand GR Dr. Franz Ferdinand Wolf (ÖVP). Das Wiener
Kulturbudget sei auf der hektischen Suche nach neuen Finanzquellen.
Er brachte zwei Anträge ein: Einer hat die Ansiedlung der Technischen
Universität auf dem Flugfeld Aspern zum Ziel, dazu sollen Gespräche
mit der Bundesregierung aufgenommen werden. Im zweiten Antrag geht es
um eine Campus- und Wirtschaftsuniversität auf dem Flugfeld Aspern,
dazu möge die Stadt Fördermittel zur Verfügung stellen.

Entgegen den Äußerungen der Opposition sei der Anteil der Kultur
erfreulicherweise gestiegen, stellte GR Ernst Woller (SPÖ) fest. Der
Wiener Kultur gehe es gut, es ginge ihr noch besser, wenn der Bund
nicht finanzielle Mittel gekürzt hätte. Wien sei 2005 weltweit
Kongressstadt Nummer 1 gewesen, dies habe auch positive Auswirkungen
auf Tourismuszahlen und für die Hotellerie. Wie er u.a. sagte,
erwarte das Figaro-Haus den 200.000sten Besucher, im Theater an der
Wien gebe es bereits 1.000 Abonnementen und eine 95prozentige
Auslastung. Für die Zukunft sei geplant, Wege zu finden, damit noch
mehr Menschen den Weg zur Kultur gehen. (Forts.) ull/rr

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
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Diensthabender Redakteur
Tel.: 4000/81 081

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