- 27.06.2006, 10:45:38
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Startschuß für Nabucco-Pipeline: FPÖ spricht von Fehlentscheidung
Hofer: Bau der Pipeline erhöht Abhängigkeit Österreichs
Wien (OTS) - Nachdem die Energieminister der Türkei, Bulgariens,
Rumäniens, Ungarns und Österreichs gestern in Wien den Bau der
sogenannten Nabucco-Pipeline freigegeben haben, spricht die FPÖ von
einer bedauerlichen Fehlentscheidung. Die Abhängigkeit Österreichs
werde damit weiter erhöht.
Diese Pipeline sei, so die FPÖ, letztendlich die Eintrittskarte der
Türkei in die Europäische Union. Die Nabucco-Pipeline soll auf einer
Strecke von mehr als 3.000 km von der kaspischen Region bis nach
Baumgarten in Niederösterreich führen. Die Investitionskosten
betragen 4,6 Milliarden Euro.
FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Österreich hat sich
freiwillig in eine energiepolitische Abhängigkeit begeben. Wir
beziehen 60 Prozent unseres Erdgasbedarfes aus Rußland. Man kann aber
die Abhängigkeit unseres Landes nicht reduzieren, wenn man sich wie
jetzt durch den Bau der Nabucco-Pipeline wiederum in die Abhängigkeit
instabiler Drittstaaten begibt. Das kann maximal als Risikostreuung
betrachtet werden."
Die FPÖ fordert den Kanzler auf, die in Österreich reichlich
vorhandenen Ressourcen zu nutzen und den Startschuß für das Projekt
eines energieautonomen Österreichs zu geben. Hofer: "Österreich hat
das große Glück nicht nur auf Wind und Sonnenenergie sondern auch auf
Wasserkraft und Biomasse zurückgreifen zu können. Es ist außerdem
klug, die gefüllten Brüsseler Fördertöpfe für Alternativenergie zu
nutzen. Das würde den Nettobeitrag Österreichs, welcher ohnehin
massiv angestiegen ist, senken."
Verwundert zeigt sich Hofer über Umweltminister Pröll, der als
solcher kaum in Erscheinung tritt. "Gerade die Energiepolitik wäre
ein weites Betätigungsfeld für den Neffen des niederösterreichischen
Landeshauptmannes. Ich hätte vom Umweltminister gerne gewußt, wie er
gedenkt, die Kyoto-Ziele für unser Land einzuhalten. Der Bau einer
Pipeline und das Abfackeln fossiler Energieträger wird uns hier
keinen Schritt weiterbringen."
Rückfragehinweis:
Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
+43-664-4401629, [email protected]
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