- 23.06.2006, 13:19:38
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Kukacka: Im 1. Quartal 2006 wurden 50 % mehr LKWs auf der Schiene über den Brenner transportiert
Österreich verfügt über ein einzigartiges System bei der Förderung des Kombinierten Verkehrs
Wien (OTS) - In Österreich kommt es wieder zu einer positiven
Trendwende beim begleiteten Kombinierten Verkehr, der Rollenden
Landstraße. So gibt es auf der auf der Brennerroute seit November
2005 wieder einen deutlichen Aufwärtstrend. "Alleine in den ersten
vier Monaten 2006 gab es einen Anstieg um 50% im Vergleich zum
Vorjahr. Fuhren von Jänner bis April 2005 nur 14.700 LKWs auf der
Brenner-RoLa, so waren es heuer bis April bereits 22.000. Bis
Jahresende erwartet die Rail Cargo Austria (RCA) sogar 100.000 LKWs
auf der Rollenden Landstraße über den Brenner", betonte
Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka im Rahmen eines
EU-Kongresse zum Kombinierten Verkehr, gestern Donnerstag.
Zu Rückgängen beim kombinierten Verkehr kam es im Zeitraum 2003 bis
November 2005, was auf das Auslaufen der Ökopunke-Verordnung und die
EU-Erweiterung zurückzuführen war. "Die Trendumkehr gelang nicht
zuletzt durch ein attraktiveres Angebot, mehr Züge und bessere
Fahrpläne, aber auch durch die Ölpreissteigerung und die Einführung
der LKW-Maut", so der Staatssekretär.
"Österreich verfügt auch über ein einzigartiges System bei der
Förderung und das ist auch der Grund, warum der kombinierte Verkehr
besser als anderswo funktioniert. In Deutschland, der Schweiz und
Italien gibt es nichts Vergleichbares", so Kukacka. Insgesamt zahlt
der Bund 46 Mio. Euro für die Förderung der RoLa (28 Mio.) und des
UKV (Unbegleiteter Kombinierter Verkehr, 18 Mio.). Konkret beträgt
die Förderung beim Brenner 86 Euro für jeden LKW, der die ROLA über
den Brenner tagsüber nützt und 43 Euro pro LKW in der Nacht. Auf der
Tauernstrecke fördert der Bund jeden LKW, der auf die ROLA geht, mit
75 Euro. Zusätzlich förderte der Bund 2005 die Anschlussbahnen mit 17
Mio. Euro, sowie den Gefahrenguttransport auf der Schiene mit 65 Mio.
Euro. "Eine stattliche Summe die hier der Staat der verkehrspolitisch
gewünschten Form des Transports zukommen lässt", stellt Kukacka fest.
Auch auf EU- Ebene wird der Kombinierte Verkehr mit dem
EU-Förderprogramm Marco Polo gefördert, welches als Hauptziel die
Verringerung der Staus im Straßengüterverkehr und die Verbesserung
der Umweltfreundlichkeit des gesamten Verkehrsystems zum Ziel hat.
Das Marco Polo Förderprogramm II, das von 1. 1. 2007 bis 2013 läuft,
zielt auf die Verlagerung des Straßengüterverkehrs von der Straße auf
Seekurzstrecke und/oder Schiene und/oder Binnenwasserstraße ab. Die
wesentlichen Neuerungen gegenüber dem 1. Marco Polo Programm bestehen
in der Budgetaufstockung (von 75 Mio. auf 400 Mio. Euro).
Der Ausbau der Straßen im alpenquerenden Transit stößt auf
ökologische Grenzen und die damit verbundenen Lärm- und
Emissionsentwicklung auf den Widerstand der Bevölkerung. "Österreich
setzt daher auf Transport-Strategien die den Ausbau der Schiene und
den Kombinierten Verkehr forcieren. Für uns bleibt die
Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene und die
Wasserstraße nach wie vor eines der wichtigsten Ziele der
Verkehrspolitik", schloss Kukacka.
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Walter Gröblinger
Pressesprecher
Tel.: +43 (01) 711 62/8803
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