EU-Förderung für Bahnausbau Salzburg - Freilassing fix

Haslauer: 40 Millionen Euro von der EU für Zeitraum 2006 bis 2013 vorgesehen / Auch Ausbau auf bayerischer Seite gesichert

Salzburg (OTS) - Im EU-Haushalt 2006 sind bereits vier Millionen Euro für das Bahnausbauprojekt Salzburg - Freilassing vorgesehen. Für die Kalenderjahre 2007 bis 2013 wird die EU 20 Prozent der Gesamtbaukosten auf österreichischer Seite - das sind 36 Millionen Euro - übernehmen. "Damit ist ein Schlüsselabschnitt sowohl im Nahverkehr als auch für das Europa von Ost nach West verbindende Bahnausbauprojekt, die Magistrale, finanziell abgesichert", konnte Verkehrsreferent LHStv. Dr. Wilfried Haslauer nach seinem Besuch gestern, Mittwoch, 21. Juni, bei führenden Vertretern der EU-Kommission berichten. Lob gab es von den Kommissionsbeamten für die prompte Einreichung der österreichischen Behörden und der ÖBB, während die Antragstellung bei anderen Abschnitten der Magistrale in Deutschland und Frankreich weniger gut verläuft.

Bewegung ist nun auch in den Ausbau des Abschnitts München -Mühldorf - Freilassing gekommen. Hier hat Deutschland bis 2015 320 Millionen Euro vorgesehen, wovon 85 Millionen Euro in den Ausbau Mühldorf bis Ampfing und 35 Millionen in den Ausbau von Freilassing bis zur Staatsgrenze fließen sollen. Der Rest wird für Investitionen in zwei Überholstrecken auf dem Abschnitt München - Mühldorf und für die Elektrifizierung der gesamten Strecke vorgesehen.

Die EU hat 30 Projekte zum Ausbau transeuropäischer Netze (TEN) als vorrangig festgelegt. Das TEN-Projekt Nr. 17, die "Magistrale", führt von Paris bis Bratislava. Als Koordinator wurde der Ungar Prof. Peter Balasz ernannt. Die genaue Aufteilung der TEN-Gelder muss dieses Jahr allerdings noch zwischen dem Rat der EU und dem Europäischen Parlament abgestimmt werden. Ursprünglich verfolgte die EU-Kommission die Absicht, grenzüberschreitende Streckenabschnitte mit 30 Prozent und innerstaatliche mit 20 Prozent zu fördern, die Reduktion der vorgeschlagenen Gelder beim Budgetkompromiss lassen dieses Vorhaben jedoch als nicht realistisch erscheinen. "Jedenfalls sicher ist eine EU-Finanzierung von 20 Prozent für den Abschnitt Salzburg - Freilassing", berichtete Haslauer. Balasz plant einen Besuchstermin in Salzburg im Herbst, um sich vom Stand der Planungen und Bauarbeiten ein Bild zu machen und dadurch auch eine Beschleunigung der Planungen und Arbeiten auf deutscher Seite zu erreichen.

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