LHStv. Strutz und LR Dörfler präsentierten Maßnahmenpaket zur Lernbetreuung in Kärnten

Wien (OTS) - Im Zuge einer Pressekonferenz präsentierten heute Landeshauptmannstellvertreter Martin Strutz sowie Landesrat Gerhard Dörfler ein gemeinsam entwickeltes Maßnahmenpaket zur Lernbetreuung in Kärnten. "Unser Anliegen ist es, dass das Land Kärnten die Lernbetreuung ausbaut und vor allem flexibel an den Bedarf anpasst. Aus diesem Grund haben wir den Kärntner Gemeinden angeboten, die Kosten für die Anstellung dieser Lernaufsicht pro Gruppe in der Höhe von 8.000 Euro zu übernehmen", sagte Strutz. Zur Entlastung der Eltern, sollte auch eine Lernbetreuung über 16.00 Uhr angeboten werden.

Wie Strutz ausführte, wird durch das neuen Schulorganisationsgesetz des Bundes bei 15 angemeldeten Kindern eine klassen-, schulstufen-bzw. schulübergreifende Tagesbetreuung unter der Wahlfreiheit der Eltern möglich. Vom Bund werden dafür 5 Lehrerwochen für eine Gruppe zur Verfügung gestellt. Dies sei für eine optimale Lernbetreuung absolut nicht ausreichend, daher auch das Angebot an die Schulerhalter. Die Schulerhalter müssten für die zusätzliche Betreuung lediglich für die räumlichen Voraussetzungen sorgen, was keine zusätzlichen Kosten verursachen würde, erklärte Strutz. "Der zusätzlich positive Effekt ist die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen", stellte Strutz fest.

Um in der Nachmittagsbetreuung eine flexiblere Einsetzbarkeit von Lehrpersonen zu erreichen, appelliert Strutz an die SPÖ dominierte Lehrergewerkschaft, den Lehrern mehr Flexibilität zu empfehlen, da laut Dienstrecht kein Lehrer verpflichtet ist, Nachmittagslernhilfe zu übernehmen.

Dörfler: "Kinderbetreuung soll immer mehr zur Lernbetreuung werden"

"Grundsätzlich wünschen sich die Eltern nicht eine klassische Hortbetreuung, sondern sie wünschen sich eine Lernbetreuung", brachte Landesrat Gerhard Dörfler das Ergebnis einer von ihm durchgeführten Umfrage auf den Punkt. Weiters habe sich aus der Umfrage auch ergeben, dass viele Eltern die derzeitige Diskussion der Kinderbetreuung beklagen, da sie Kinderbetreuung selbst leisten wollen.

Dörfler verwies auch darauf, dass Kärnten laut der OGM-Kaufkraftstudie im Gegensatz zum roten Wien (mit den höchsten Preisen) eines der Bundesländer mit den niedrigsten Preisen für Kindergärten ist. Wiederholt sprach sich Dörfler für einen nationalen Bildungsplan aus, der ein Schulvorbereitungsjahr vorsieht. "Hier sollte bundeseinheitlich vorgegangen werden", so Dörfler.

Rückfragen & Kontakt:

Die Freiheitlichen in Kärnten/BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZK0003