Europäische Versicherer erwarten positive Auswirkungen durch Solvency II

Laut Accenture-Studie bereiten sich die Versicherer schon jetzt auf die neuen Richtlinien vor

Kronberg/Wien (OTS) - Die Mehrheit der europäischen Versicherer glaubt, dass die EU-Richtlinie Solvency II die Risiko- und Kapitalmanagementfunktionen ihrer Unternehmen verbessern wird. Etwa die Hälfte der Unternehmen hat bereits Programme zur Umsetzung der Richtlinie gestartet. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture.

Nahezu vier Fünftel (78 Prozent) der im Rahmen der Studie befragten 37 europäischen Versicherungsunternehmen glauben, dass Solvency II die Transparenz und Kontrolle ihres Risiko- und Kapitalmanagements verbessern wird. Obwohl der finale Text der EU-Direktive nicht vor Februar 2007 und die Umsetzung nicht vor dem Jahr 2010 erwartet werden, hat bereits etwa die Hälfte der Versicherer (49 Prozent) Programme zur Planung und Umsetzung von Solvency II gestartet. Ein weiteres Viertel (24 Prozent) ist aktuell damit beschäftigt, solche Programme aufzusetzen.

Solvency II verhilft zu strategischen Vorteilen

"Solvency II genießt in der europäischen Versicherungsbranche große Aufmerksamkeit", so Erwin Dirnberger, Solvency II-Experte bei Accenture.

"Über die reine Erfüllung der Richtlinie hinaus sehen die Versicherer die Möglichkeit, durch die Umsetzung strategische Vorteile im Markt zu erzielen."

Dies bestätigt auch die Studie. So erwarten 41 Prozent der Studienteilnehmer, dass sie aus der Umsetzung von Solvency II Wettbewerbsvorteile generieren können. Etwa ein Viertel (24 Prozent) glaubt, dass Solvency II ihnen ein verbessertes Kredit-Rating bringen wird.

Weitere ausgewählte Ergebnisse:

- Solvency II-Programme sind in vielen Unternehmen eine Top-Management-Aufgabe. Ein Drittel der Befragten (32 Prozent) gibt an, dass sich ein Vorstandsmitglied des Unternehmens um dieses Thema kümmert.

- Viele Versicherer glauben, dass Solvency II das Zusammenspiel und die Leistung wichtiger Unternehmensfunktionen verbessern wird. 40 Prozent gehen davon aus, dass Solvency II zu einer "bedeutenden Verbesserung" der Zusammenarbeit von Aktuariat, Risikomanagement und Finanzabteilung führen wird. Etwa ein Drittel (30 Prozent) der Befragten glaubt an eine "bedeutende Steigerung" der Prozesseffizienz zwischen diesen Funktionen und dem operativen Geschäft.

Zur Studie:
Für die Studie befragte das Marktforschungsunternehmen Kadence im Auftrag von Accenture 37 führende europäische Versicherungsunternehmen, vor allem Lebens-, Sach- und Unfallversicherer.

Zu Solvency II:

Mit Solvency II sollen die nationalen Solvabilitätsvorschriften für Versicherungsunternehmen in Europa harmonisiert werden. Hinzu kommen neue Eigenkapitalregeln für die Absicherung von Risiken und Verbindlichkeiten.

Das erklärte Ziel der Richtlinie ist ein verbesserter Schutz der Versicherungsnehmer und Anteilseigner durch den Aufbau eines gemeinsamen Solvabilitätssystems in Europa, das sich an dem tatsächlich eingegangenen Risiko eines Versicherungsunternehmens orientiert.

Über Accenture:

Accenture ist ein weltweit agierender Management-, Technologie-und Outsourcing-Dienstleister. Mit dem Ziel, Innovationen umzusetzen, hilft das Unternehmen seinen Kunden durch die gemeinsame Arbeit leistungsfähiger zu werden. Umfangreiches Branchenwissen, Geschäftsprozess-Know-how, internationale Teams und hohe Umsetzungskompetenz versetzen Accenture in die Lage, die richtigen Mitarbeiter, Fähigkeiten und Technologien bereitzustellen, um so die Leistung seiner Kunden zu verbessern. Mit über 129.000 Mitarbeitern in 48 Ländern erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August 2005) einen Nettoumsatz von 15,55 Milliarden US-Dollar. Die Internet-Adresse lautet:
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