• 19.06.2006, 18:15:48
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Wiener Zeitung: Kommentar von Frencesco Campagner

Fragen auf der ganzen Linie

Wien (OTS) - 1966 ist wie 2006 oder umgekehrt, ganz wie man will.
Auch bei der WM in Deutschland gut 102 Jahre nach der Gründung der
Fifa, 76 Jahre nach der ersten Weltmeisterschaft und 132 Jahre
nachdem mit der Gestalt des Schiedsrichters eine der wesentlichsten
Figuren des Fußballspiels eingeführt wurde, ist es noch immer ein
Thema, ob ein Ball die Torlinie überschritten hat oder nicht. Jüngst
etwa am Sonntag beim Spiel Frankreich gegen Südkorea.

Die Fifa experimentiert seit Jahren an Systemen, um endlich das Um
und Auf des Fußballspiels, das erzielte Tor, fehlerfrei feststellen
zu können. Im März wurde in Luzern bei der Tagung der Hüter der
Spielregeln (Ifab) freudig festgehalten, dass weiter getestet wird -
mit Digitalkamera, Microchip im Ball und anderen
High-tech-Mechanismen. Nicht jedoch mit dem zwar nicht fehlerfreien,
aber verglichen mit dem Ist-Zustand deutlich besseren System der
TV-Kameras, das - als hätte man es geahnt - vom französischen
Fußballverband vorgeschlagen wurde. Dass auch in vier Jahren die
Frage "Tor oder nicht Tor" die Gemüter erhitzen wird, darauf darf man
schon jetzt wetten. Francesco Campagner

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Rückfragehinweis:
Wiener Zeitung
Sekretariat
Tel.: 01/206 99-478
mailto:[email protected]

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