• 19.06.2006, 12:34:42
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STÄRKUNG DER FINANZMÄRKTE SÜDOSTEUROPAS

European Fund for Southeast Europe unterstützt Wirtschaftsentwicklung in Montenegro und Bosnien-Herzegowina

Wien, 24. August 2005 (OTS) - (Brüssel, 19. Juni 2006) Mit der
Gründung des European Fund for Southeast Europe (EFSE), einem
Investment Fonds mit entwicklungspolitischer Zielsetzung, werden die
Finanzmärkte Südosteuropas nachhaltig gestärkt. Neben Österreich sind
Deutschland, die Schweiz und die EU Kommission an dem Fonds
beteiligt. Damit sollen Klein- und Mittelunternehmen in der Region
unterstützt werden. Der EFSE wird aus Mitteln der beteiligten Staaten
und internationaler Finanzinstitutionen sowie von Privatinvestoren
gespeist.

30.000 Unternehmen - 230.000 Jobs

Bereits seit 1998 stellt die Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit gemeinsam mit der Europäischen Kommission,
Deutschland und der Schweiz Kreditlinien für Klein- und
Mittelunternehmen in Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro bereit.
Diese Investition hat sich gelohnt: Über 30.000 Klein- und
Mittelbetriebe haben die Kreditmöglichkeiten in einer
durchschnittlichen Höhe von 6.000 Euro genützt, 230.000 neue
Arbeitsplätze sind dadurch entstanden. Neben den Unternehmen und
ihren MitarbeiterInnen haben auch Privatpersonen von den
Kreditangeboten profitiert: ein Teil der Kreditlinien wurde für
Wohnbau und für den Wiederaufbau von zerstörten Häusern und Wohnungen
gewidmet. Die Wohnsituation vieler Menschen im kriegszerstörten
Bosnien, aber auch im seit kurzem unabhängigen Montenegro hat sich
dadurch nachhaltig gebessert.

Um diese Kreditlinien für die Zukunft nachhaltig zu sichern und zu
institutionalisieren, wurde der European Fund for Southeast Europe
(EFSE) gegründet. Der Fonds gewährleistet die effiziente und günstige
Fortsetzung des Programms und ermöglicht auch einen langfristigen
Transfer der Gelder an die Partnerländer (ähnlich den Marshall-Plan
Geldern). "Der EFSE ist ein wichtiger Impuls für die nachhaltige
Wirtschaftsentwicklung der Region und auch ein klares Signal zur
Stärkung des neuen unabhängigen Staates Montenegro", betont
Botschafter Michael Linhart, Geschäftsführer der Austrian Development
Agency, anlässlich seiner heutigen Vertragsunterzeichnung, mit der
Österreich dem EFSE beitritt.

Klein- und Mittelunternehmen stärken - Arbeitsplätze schaffen

Südosteuropas Finanzmärkte haben zwar in den letzten Jahren stark
aufgeholt, allerdings überwiegt die Nachfrage nach Krediten immer
noch das Angebot. Allein in den letzten zwei Jahren ist das
Kreditportfolio der Länder Südosteuropas um 75 Prozent auf nunmehr
rund 25 Mrd. Euro gestiegen. Gerade für die dringend notwendige
Stärkung von Kleinst-, Klein- und Mittelbetrieben fehlt es aber noch
immer an passenden Kreditlinien. Diesen Mangel wollen die
europäischen Geber mit dem EFSE nun ausgleichen. "Gerade kleinere
Betriebe sind ein bedeutender Wachstumsfaktor und können die - in der
Region dringend benötigten - neuen Arbeitsplätze schaffen", so
Botschafter Michael Linhart. Voraussetzung dafür sei aber das
entsprechende Investitionskapital.

Gemeinsames Engagement von Staat und Privat

Der EFSE bedeutet in vielerlei Hinsicht eine Innovation - handelt es
sich doch um ein Public Private Partnership Modell, bei dem das Geld
der beteiligten Staaten durch Beiträge internationaler
Finanzinstitutionen und von Privatinvestoren aufgestockt werden. Die
vorhandenen Mittel von bisher rund 130 Mio. Euro erhöhen sich dadurch
auf rund 230 Mio. Euro. Angestrebt wird eine weitere Steigerung auf
500 Mio. - ohne weitere öffentliche Mittel einzusetzen! Dank dieser
erfolgreichen Kooperation von Staat und Privat werden künftig noch
deutlich mehr Menschen von dieser wirtschaftlichen Hilfe zur
Selbsthilfe profitieren können.

Österreich trägt rund 4 Mio. Euro zum EFSE bei und stärkt damit
langfristig die Wirtschaftsentwicklung in Montenegro sowie Bosnien
und Herzegowina.

Rückfragehinweis:
Informationsbüro Österreichische Entwicklungszusammenarbeit
Mag. Christine Jantscher
Tel. 01/90399-400
[email protected]

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