- 19.06.2006, 10:31:18
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Gehrer gibt START- und Wittgensteinpreisträger 2006 bekannt: "Forschung fördern heißt Menschen fördern"
10 Jahre Förderung von Spitzen- und Nachwuchsforschern
Wien (OTS) - "Forschung fördern heißt Menschen fördern", erklärte
heute, Montag, Wissenschaftsministerin Elisabeth Gehrer anlässlich
der 10. Verleihung der START- und Wittgensteinpreise. "Noch nie wurde
in Österreich so viel in Forschung investiert, wir sind damit unter
die Top 5 Europas aufgestiegen", so die Ministerin weiter. Sie
bezeichnete den Wittgensteinpreis, der für außergewöhnliche
wissenschaftliche Leistungen verliehen wird, als "österreichischen
Nobelpreis". Die an junge Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher
verliehenen fünf START-Preise werden für die Realisierung viel
versprechender Projekte vergeben und fördern so den
Forschungsnachwuchs in Österreich. ****
Seit 1996 wurden 18 Wittgenstein- und 54 START-Preise vergeben. Der
Wittgensteinpreis ist mit 1,5 Millionen Euro auf fünf Jahre dotiert,
weshalb ihn Elisabeth Gehrer heute als "österreichischen Nobelpreis"
bezeichnete, der seinem skandinavischem Vorbild um nichts nachstehe
(Dotierung des Nobelpreises: 1,1 Millionen Euro). Auch die fünf
START-Preise, von denen jeder mit 1,2 Millionen Euro auf sechs Jahre
bemessen ist, würden die Attraktivität des Forschungs- und
Wissenschaftsraumes Österreich weiter steigern, so die Ministerin.
Die gesamte Fördersumme aller Preise seit 1996 beläuft sich auf rund
81,5 Millionen Euro. "Mit dieser Förderung für Spitzenforschung wird
wesentlich die Ausbildung junger Forscherinnen und Forscher
unterstützt", erklärte Gehrer. Ein Wittgensteinpreisträger
beschäftigt durchschnittlich 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein
START-Preisträger im Schnitt 10. "Damit schaffen diese
österreichischen Preise rund 800 höchstqualifizierte Stellen, die uns
auf lange Sicht einen Wettbewerbsvorteil sichern werden", betonte die
Wissenschaftsministerin. Durch die Forschungspreise können nicht nur
hervorragende Forschungsprojekte finanziert werden, sondern auch
Spitzenwissenschafterinnen und -wissenschafter für den
Forschungsstandort Österreich gewonnen werden. Eine Laufzeit von 5
bzw. 6 Jahren ermöglicht die langfristige Planbarkeit der
Forschungsarbeiten.
Schließlich hob Gehrer auch noch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit
dem Wissenschaftsfonds (FWF) hervor, der im Auftrag des Ministeriums
die Abwicklung übernommen hat. "Mit der Erhöhung der Mittel für den
FWF um 30 Millionen Euro verfügt der FWF nun um drei Mal so viel
Mittel wie 1996. Heute können alle Spitzenprojekte gefördert werden",
schloss Gehrer.
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START- und Wittgensteinpreisträger 2006
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Wittgensteinpreis 2006:
Hannes-Jörg Schmiedmayer
"Atomphysik, Quantenoptik, Miniaturisierung auf Chip"
Seit 1. Oktober 2005 Technische Universität Wien (TU Wien),
Atominstitut der Österreichischen Universitäten, Fakultät für Physik,
TU Wien
(zuvor Physikalisches Institut, Universität Heidelberg, Deutschland)
START-Preise 2006:
Hartmut Häffner
"Kopplung von Ionenfallen-Quantencomputern"
Institut für Quantenoptik und Quanteninformation
Österreichische Akademie der Wissenschaften, (Universität Innsbruck)
Norbert Polacek
"Nukleotid-Analog Interferenz im Ribosom"
Sektion für Genomik und RNomik,
Biozentrum an der Medizinische Universität Innsbruck
Piet Oliver Schmidt
"Direkte Frequenzkamm-Spektroskopie mit Quantenlogik"
Institut für Experimentalphysik,
Universität Innsbruck
Josef Teichmann
"Geometrie stochastischer Differenzialgleichungen"
Institut für Wirtschaftsmathematik,
Technische Universität Wien
Gerald Teschl
"Spektralanalysis und Anwendungen auf Solitionengleichungen"
Mathematische Fakultät,
Universität Wien
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Pressebüro
Tel.: (++43-1) 53 120-5002
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