ÖAMTC-Reisestudie: So planen Herr und Frau Österreicher ihren Urlaub

Gut die Hälfte schätzt langfristige Planung mit Unterstützung von Reiseprofis

Wien (OTS) - Die ÖAMTC-Touristik hat nachgefragt, wie es um das Reiseverhalten der Österreicher bestellt ist. In einer telefonischen Befragung wurden über 600 Urlauber zu ihren Urlaubsgewohnheiten interviewt. "Man kann im Wesentlichen zwischen drei Urlaubstypen unterscheiden", sagt ÖAMTC-Touristikerin Erika Kabourek. "Dem 'Sicherheitstyp', der Pauschalreisen bevorzugt, dem 'Familientyp', der seine Reisen gerne auf eigene Faust organisiert und dem 'Aufgeschlossenen', der nach dem Baukastenprinzip plant."

Beim "sicherheitsorientierten Pauschaltouristen" handelt es sich um eher ältere, oft weibliche Urlauber mit durchschnittlicher Reiseintensität (ein bis zwei Reisen pro Jahr).
Ein Drittel der Pauschalreisenden ist 60 Jahre oder älter. Das Internet wird selten genutzt. Die Planung ist langfristiger, mehr als ein Drittel hat bereits ein halbes Jahr oder länger vor der Reise mit der konkreten Planung begonnen. Überwiegend werden Haupturlaubsreisen (Dauer ein bis zwei Wochen) ins Ausland gemacht (vor allem Südeuropa/Mittelmeer). Es handelt sich hauptsächlich um Besichtigungs-/Kulturreisen bzw. Strand-/Badeaufenthalte. 48 Prozent der Pauschalreisenden waren in einem Mittelklassehotel untergebracht, häufiger als bei den anderen Reisetypen ist auch das Nächtigen in Luxushotels. Die Anreise erfolgt meist mit dem Flugzeug bzw. Bussen.

Überwiegend Familien mit Kindern zählen zu den "Selbstorganisierern". Sie haben den höchsten Inlandsreiseanteil - 45 Prozent der Reisen finden im Inland statt, der Fernreiseanteil ist mit sieben Prozent sehr gering. Die Planung ist eher kurzfristig, die Hälfte der Befragten hat mit der Organisation erst maximal ein Monat vor der Reise begonnen. Diese Gruppe benötigt nach eigenen Aussagen auch die wenigsten Reiseinformationen im Vorfeld. Wenn schnelle Infos benötigt werden, greift man in erster Linie auf das Internet zurück. Die Reiseintensität und -dauer ist wie bei den Pauschalreisenden durchschnittlich. Hauptzweck des Urlaubs ist Erholung bzw. ein Strand-/Badeaufenthalt. Die "Selbstorganisierer" nutzen gerne das eigene Auto und bevorzugen einfache Unterkünfte.

Der "aufgeschlossene Baukastenreisende" ist im Vergleich häufig männlich und jünger. Der Anteil der 25 bis 29-Jährigen ist hier mit 16 Prozent am höchsten. Die Reiseintensität ist besonders ausgeprägt, rund ein Drittel hat in den vergangenen zwei Jahren fünf oder mehr Reisen gemacht. Hauptinformationsquelle - vor der Meinung von Freunden und Bekannten - ist das Internet. 31 Prozent haben ihren letzten Urlaub online gebucht. Reisen werden mittelfristig geplant und gehen zu zwei Drittel ins Ausland. In diesem Segment findet sich der höchste Anteil an Kurzurlaubsreisenden, aber auch an längeren Reisen ab zwei Wochen. Mittelklassehotels und private Unterkünfte werden bevorzugt gebucht. Am häufigsten wird das eigene Auto bzw. ein Mietauto für die Reise genutzt. Beim Planen lässt sich der Baukastenreisende gerne bei der Buchung der Unterkunft oder dem Transport vom Reisebüro unterstützen, den jeweils anderen Part organisiert er auf eigene Faust.

"Auch hinsichtlich des Berufes zeigen sich Unterschiede zwischen den Reisetypen", weiß die ÖAMTC-Touristikerin. Unter den Baukastenreisenden sind etwas mehr Selbstständige und Arbeiter vertreten, unter den Selbstorganisierern eher Angestellte. In der Gruppe der Pauschalreisenden finden sich überwiegend Pensionisten.

Im Schnitt drei Reisen in zwei Jahren

Die ÖAMTC-Experten haben auch hinterfragt, wohin die letzte Urlaubsreise gegangen ist und wie sich Urlauber über das Reiseziel informieren.

Die letzte Urlaubsreise: Im Schnitt haben die Österreicher in den vergangenen zwei Jahren drei Reisen unternommen. Hauptreisezeit ist Juli bis September. Ein Viertel der Befragten hat die letzte Urlaubsreise im Inland gemacht, sechs von zehn im europäischen Ausland (inkl. Türkei) und 13 Prozent außerhalb von Europa. Ebenfalls 13 Prozent haben einen Kurzurlaub mit ein bis drei Übernachtungen gemacht. Fast die Hälfte aller Reisen hat vier bis sieben Nächte gedauert, 28 Prozent der Reisen acht bis14 Nächte, und 12 Prozent länger als zwei Wochen. Bei Inlandsreisen werden einfache Unterkünfte vorgezogen, bei Europareisen Mittelklassehotels und bei Fernreisen Mittelklasse- bzw. Luxushotels.

Reiseliteratur wie Reiseführer und Reisemagazine sind wertvolle Hilfen in der Urlaubsvorbereitung. Bei Inlandsreisen sind Infos zum Urlaubsort (Ausflugziele, Sehenswertes, Spartipps etc.), die sie vorwiegend über das Internet einholen, für die Urlauber am wichtigsten. Für Fernreisen spielt vor allem die Reiseliteratur eine große Rolle. Die Bedeutung des Reisebüros als Informationsquelle steigt mit zunehmender Entfernung des Reiseziels.

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