• 19.06.2006, 09:39:25
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ÖAMTC-Reisestudie: So planen Herr und Frau Österreicher ihren Urlaub

Gut die Hälfte schätzt langfristige Planung mit Unterstützung von Reiseprofis

Wien (OTS) - Die ÖAMTC-Touristik hat nachgefragt, wie es um das
Reiseverhalten der Österreicher bestellt ist. In einer telefonischen
Befragung wurden über 600 Urlauber zu ihren Urlaubsgewohnheiten
interviewt. "Man kann im Wesentlichen zwischen drei Urlaubstypen
unterscheiden", sagt ÖAMTC-Touristikerin Erika Kabourek. "Dem
'Sicherheitstyp', der Pauschalreisen bevorzugt, dem 'Familientyp',
der seine Reisen gerne auf eigene Faust organisiert und dem
'Aufgeschlossenen', der nach dem Baukastenprinzip plant."

Beim "sicherheitsorientierten Pauschaltouristen" handelt es sich
um eher ältere, oft weibliche Urlauber mit durchschnittlicher
Reiseintensität (ein bis zwei Reisen pro Jahr).
Ein Drittel der Pauschalreisenden ist 60 Jahre oder älter. Das
Internet wird selten genutzt. Die Planung ist langfristiger, mehr als
ein Drittel hat bereits ein halbes Jahr oder länger vor der Reise mit
der konkreten Planung begonnen. Überwiegend werden Haupturlaubsreisen
(Dauer ein bis zwei Wochen) ins Ausland gemacht (vor allem
Südeuropa/Mittelmeer). Es handelt sich hauptsächlich um
Besichtigungs-/Kulturreisen bzw. Strand-/Badeaufenthalte. 48 Prozent
der Pauschalreisenden waren in einem Mittelklassehotel untergebracht,
häufiger als bei den anderen Reisetypen ist auch das Nächtigen in
Luxushotels. Die Anreise erfolgt meist mit dem Flugzeug bzw. Bussen.

Überwiegend Familien mit Kindern zählen zu den
"Selbstorganisierern". Sie haben den höchsten Inlandsreiseanteil - 45
Prozent der Reisen finden im Inland statt, der Fernreiseanteil ist
mit sieben Prozent sehr gering. Die Planung ist eher kurzfristig, die
Hälfte der Befragten hat mit der Organisation erst maximal ein Monat
vor der Reise begonnen. Diese Gruppe benötigt nach eigenen Aussagen
auch die wenigsten Reiseinformationen im Vorfeld. Wenn schnelle Infos
benötigt werden, greift man in erster Linie auf das Internet zurück.
Die Reiseintensität und -dauer ist wie bei den Pauschalreisenden
durchschnittlich. Hauptzweck des Urlaubs ist Erholung bzw. ein
Strand-/Badeaufenthalt. Die "Selbstorganisierer" nutzen gerne das
eigene Auto und bevorzugen einfache Unterkünfte.

Der "aufgeschlossene Baukastenreisende" ist im Vergleich häufig
männlich und jünger. Der Anteil der 25 bis 29-Jährigen ist hier mit
16 Prozent am höchsten. Die Reiseintensität ist besonders ausgeprägt,
rund ein Drittel hat in den vergangenen zwei Jahren fünf oder mehr
Reisen gemacht. Hauptinformationsquelle - vor der Meinung von
Freunden und Bekannten - ist das Internet. 31 Prozent haben ihren
letzten Urlaub online gebucht. Reisen werden mittelfristig geplant
und gehen zu zwei Drittel ins Ausland. In diesem Segment findet sich
der höchste Anteil an Kurzurlaubsreisenden, aber auch an längeren
Reisen ab zwei Wochen. Mittelklassehotels und private Unterkünfte
werden bevorzugt gebucht. Am häufigsten wird das eigene Auto bzw. ein
Mietauto für die Reise genutzt. Beim Planen lässt sich der
Baukastenreisende gerne bei der Buchung der Unterkunft oder dem
Transport vom Reisebüro unterstützen, den jeweils anderen Part
organisiert er auf eigene Faust.

"Auch hinsichtlich des Berufes zeigen sich Unterschiede zwischen
den Reisetypen", weiß die ÖAMTC-Touristikerin. Unter den
Baukastenreisenden sind etwas mehr Selbstständige und Arbeiter
vertreten, unter den Selbstorganisierern eher Angestellte. In der
Gruppe der Pauschalreisenden finden sich überwiegend Pensionisten.

Im Schnitt drei Reisen in zwei Jahren

Die ÖAMTC-Experten haben auch hinterfragt, wohin die letzte
Urlaubsreise gegangen ist und wie sich Urlauber über das Reiseziel
informieren.

Die letzte Urlaubsreise: Im Schnitt haben die Österreicher in den
vergangenen zwei Jahren drei Reisen unternommen. Hauptreisezeit ist
Juli bis September. Ein Viertel der Befragten hat die letzte
Urlaubsreise im Inland gemacht, sechs von zehn im europäischen
Ausland (inkl. Türkei) und 13 Prozent außerhalb von Europa. Ebenfalls
13 Prozent haben einen Kurzurlaub mit ein bis drei Übernachtungen
gemacht. Fast die Hälfte aller Reisen hat vier bis sieben Nächte
gedauert, 28 Prozent der Reisen acht bis14 Nächte, und 12 Prozent
länger als zwei Wochen. Bei Inlandsreisen werden einfache Unterkünfte
vorgezogen, bei Europareisen Mittelklassehotels und bei Fernreisen
Mittelklasse- bzw. Luxushotels.

Reiseliteratur wie Reiseführer und Reisemagazine sind wertvolle
Hilfen in der Urlaubsvorbereitung. Bei Inlandsreisen sind Infos zum
Urlaubsort (Ausflugziele, Sehenswertes, Spartipps etc.), die sie
vorwiegend über das Internet einholen, für die Urlauber am
wichtigsten. Für Fernreisen spielt vor allem die Reiseliteratur eine
große Rolle. Die Bedeutung des Reisebüros als Informationsquelle
steigt mit zunehmender Entfernung des Reiseziels.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Claudia Kesche
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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