• 14.06.2006, 14:47:58
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ORF-Stiftungsrat genehmigt einstimmig positives ORF-Jahresergebnis 2005

Wien (OTS) - Der ORF-Stiftungsrat - unter dem Vorsitz von
Generaldirektor Dr. Klaus Pekarek - hat am Mittwoch, dem 14. Juni
2006, den von Generaldirektorin Dr. Monika Lindner und dem
Kaufmännischen Direktor Dr. Alexander Wrabetz vorgelegten
Jahresabschluss des ORF für das Geschäftsjahr 2005 einstimmig
genehmigt.

Positives ORF-Jahresergebnis

Der ORF hat das Geschäftsjahr 2005 mit einem deutlich positiven
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abgeschlossen. Das
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) beträgt im
Einzelergebnis des ORF 51,7 Mio. Euro (2004: 1,2 Mio. Euro). Dieses
Ergebnis kam durch ein positives Ergebnis aus dem operativen Geschäft
("Schwarze Null") und Einmaleffekten aus der Auslagerung der
Sendertechnik in die Tochtergesellschaft ORS und dem anschließenden
Verkauf von 40 % der ORS-Anteile zu Stande. Das Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des ORF-Konzerns beträgt 6,1 Mio.
Euro (2004: 1,4 Mio. Euro).

Umsatz stabil

Die Umsatzerlöse des ORF sind von 876,5 Mio. Euro 2004 auf 882,8 Mio.
Euro 2005 angestiegen. Im Konzern sind die Umsatzerlöse geringfügig
(0,1 Prozent) auf 898,2 Mio. Euro angestiegen.

Teilnehmerentgelte (2005: 450,8 Mio. Euro / 2004: 444,5 Mio. Euro)

Durch die Steigerung der Teilnehmer/innenzahl um 69.000 auf den neuen
Höchststand von 3.250.000 stiegen die Erlöse aus Programmentgelten um
6,3 Mio. Euro auf 450,8 Mio. Euro. Die Schwarzseherquote in bewohnten
Haushalten sank um weitere zwei Prozentpunkte auf vier Prozent - dies
ist ein europäischer Spitzenwert.

Werbeerlöse: Stabile Entwicklung der Werbeerlöse (2005: 300,8 Mio.
Euro / 2004: 312,1 Mio. Euro)

Die klassischen Werbeerlöse haben trotz des weiter verschärften
Wettbewerbsdrucks nur leicht um 3,6 % nachgegeben. Die Radioerlöse
konnten mit 82,8 Mio. Euro gesteigert werden (2004: 81,3 Mio. Euro),
im Fernsehen konnte der Umsatzrückgang mit 5,6 % trotz einer
marktbedingten Preisanpassung von -11,3 % durch eine Verbesserung der
Auslastung teilweise kompensiert werden.
Vom Gesamtumsatz entfielen demnach 51,1 % (2004: 50,7 %) auf die
Programmentgelte, 34,1 % (2004: 35,6 %) auf klassische TV- und
Radiowerbung und 14,8 % (2004: 13,7 %) auf sonstige Erlöse.

Operativer Personalaufwand stabil - Anteil am Gesamtaufwand gesunken

Im zweiten Jahr nach der Einführung eines neuen, zeitgemäßen
Kollektivvertrags und der Anstellung ehemals freier Mitarbeiter
konnte der operative Personalaufwand in Höhe von 347,1 Mio. Euro im
Verhältnis zum Vorjahr (345,5 Mio. Euro) trotz kollektivvertraglicher
Lohn- und Gehaltsvalorisierungen im Wesentlichen konstant gehalten
werden.

Der Anteil des operativen Personalaufwandes am ordentlichen Aufwand
sank von 36,5 % auf 36,4 %.

Der Personalstand (Vollzeitäquivalente) sank im Konzern von 4.631 auf
4.561. Diese Zahl beinhaltet auch Mitarbeiter der Tochterfirmen, in
den Außenstellen sowie über Personalbereitstellungsfirmen
längerfristig Beschäftigte.

Bilanzstruktur verbessert

Durch die gute Ertragslage und die Erlöse aus dem Verkauf der 40 %
der ORS-Anteile konnten zahlreiche Maßnahmen realisiert werden, die
die Struktur der ORF-Bilanz weiter verbessern. Die Eigenkapitalquote
stieg von 30,7 % auf 33,6 %. Darüber hinaus wurde das Sozialkapital
deutlich aufgestockt, wodurch es zu Entlastungen in der Zukunft
kommt.

Programmschwerpunkte finanziert

Mit der insgesamt zufrieden stellenden Einnahmenentwicklung konnten
Programmschwerpunkte wie das Gedankenjahr (Portisch-Doku,
Alliierten-Doku etc.), die erste Staffel von "Dancing Stars" und ein
außerordentlich hohes Niveau an Aufträgen für die österreichische
Filmwirtschaft finanziert werden (wie z. B. der Zweiteiler "Kronprinz
Rudolf", die Kurzfilmserie "8x45" und der Spielfilm "Im Reich der
Reblaus"). Insgesamt wurden Aufträge an die österreichische
Filmwirtschaft im Wert von 92,8 Mio. Euro vergeben.

Konzernstruktur verbessert

Mit der Auslagerung der Sendetechnik in die neu gegründete
Österreichische Rundfunksender Gesellschaft mbH und nach einem nach
internationalen Standards durchgeführten Bieterverfahren erfolgten
Verkauf von 40 % an die Medicur-Holding GmbH wurde dieser wichtige
Bereich des Unternehmens zukunftsfähig strukturiert.

Mit der Übernahme von weiteren 50 % der Anteile an der
Tourismusfernsehen GmbH wurde das Unternehmen zur Gänze in den
Konzern integriert. Dies war eine wichtige Voraussetzung für die
durch den Gesetzgeber ermöglichte und im Jahr 2006 realisierte
Neustrukturierung des Kanals ORF SPORT PLUS.

Der ORF hatte 2005 sieben vollkonsolidierte Tochterunternehmen, die
im Geschäftsjahr 2005 einen Umsatz von 133,1 Mio. Euro und in Summe
ein positives Ergebnis in Höhe von 4,4 Mio. Euro (EGT)
erwirtschafteten.

Der Kaufmännische Direktor Dr. Alexander Wrabetz zum Jahresergebnis:
"Im Jahr 2005 konnten wir bei zufrieden stellender Erlösentwicklung
ein außerordentlich gutes Ergebnis erzielen und gleichzeitig Konzern-
und Bilanzstruktur des Unternehmens nachhaltig zukunftsfähig
gestalten."

Rückfragehinweis:
ORF-Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
(01) 87878 - DW 12228

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