Schierhuber: Alpen brauchen nachhaltige Landwirtschaft

Protokoll 'Berglandwirtschaft" der Alpenkonvention angenommen

Straßburg, 14. Juni 2006 (ÖVP-PD) "Auch und gerade in den alpinen Regionen Europas müssen die Bewohner angemessene Lebensbedingungen vorfinden, die einer Abwanderung aus den Berggebieten entgegenwirken. Das Protokoll der Alpenkonvention zur Berglandwirtschaft dient diesem Zweck und stellt klare Forderungen, um die Zukunft der Landwirtschaft in den Berggebieten zu sichern. Dieses Ziel kann aber nur dann erreicht werden, wenn die Anwendung von gebietscharakteristischen Bewirtschaftungsmethoden begünstigt und die Erzeugung typischer Agrarprodukte und Produktionsbedingung geschützt und aufgewertet wird", sagte heute, Mittwoch, die österreichische Bauernvertreterin im Europäischen Parlament, Agnes Schierhuber, und begrüßte die Annahme des Protokolls durch das Plenum des Europaparlaments. ****

Mit dem Protokoll zur Berglandwirtschaft verfügt die Alpenkonvention über ein effektives Instrument zur Erhaltung einer angepassten und umweltverträglichen Berglandwirtschaft in diesem hoch empfindlichen grenzübergreifenden Gebiet. "Die Bewahrung dieses einzigartigen natürlichen und kulturellen Erbes sowie die Erzeugung hochwertiger Nahrungsmittel steht im Vordergrund. Die Alpenkonvention bietet einen Rahmen für eine grenzüberschreitende Strategie mit gemeinsamen Zielen und Maßnahmen zur Lösung besonderer Probleme des Alpenraums. Dabei wird die Eigenständigkeit der einzelnen Regionen gefördert", betonte Schierhuber.

Seit jeher leiste die Landwirtschaft im Alpenraum einen unverzichtbaren Beitrag. "Dieser Wirtschaftszweig muss auch in Zukunft Lebensgrundlage zur Aufrechterhaltung einer angemessenen Besiedlungsdichte, zur Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, zur Erzeugung typischer Qualitätsprodukte, zur Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft, unter anderem auch für ihre touristische Nutzung, sowie zum Schutz des Bodens vor Erosionen, Lawinen und Überschwemmungen insbesondere in den Berggebieten sein", so Schierhuber weiter.

"Probleme in den sensiblen Alpengebieten können nur grenzübergreifend gelöst werden. Daher sind gemeinsame Maßnahmen der Alpenstaaten erforderlich und wirtschaftliche und soziale Anpassungs- und Begleitmaßnahmen sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene notwendig. Und so wird wieder die Wichtigkeit der Existenz der Landwirte und ihrer Betriebe in den Berggebieten sichtbar", so Schierhuber abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

MEP Agnes Schierhuber, Tel.: 0033-3-8817-5741
(agnes.schierhuber@europarl.europa.eu) oder Mag. Philipp M.
Schulmeister, EVP-ED Pressestelle, Tel.: 0032-475-79 00 21
(philipp.schulmeister@europarl.europa.eu)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0004