- 14.06.2006, 10:10:03
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Wiener Tierschutzombudsstelle: Wehsely/Gsandtner ziehen Bilanz
Wehsely: "Erfolgreich im Einsatz für Mensch und Tier in der Stadt"
Wien (OTS) - Seit 1. Jänner 2005 ist der unabhängige Wiener
Tierschutzombudsmann Hermann Gsandtner im Amt. Als
Tierschutzombudsstelle Wien (TOW) setzen sich Gsandtner und sein Team
seither mit vollem Engagement für den Tierschutz in der
Bundeshauptstadt ein. Aufgrund des nun vorliegenden ersten
Tätigkeitsberichtes zogen Tierschutzstadträtin Sonja Wehsely und der
Wiener Tierschutzombudsmann am Mittwoch in einem Mediengespräch
Bilanz über die Aktivitäten und Leistungen des TOW-Teams. "Die
Etablierung der Tierschutzombudsstelle ist ein voller Erfolg für die
Tiere und Menschen in dieser Stadt", betonte Wehsely und dankte dem
"Team der Ombudsstelle für sein großes Engagement". Im ersten Jahr
ihres Bestehens hat die Tierschutzombudsstelle über 6.200 Anrufe von
Wienerinnen und Wienern entgegen genommen, über 180
tierschutzrechtliche Bescheide und 80 Anzeigen bearbeitet. Im
Internet ist die TOW unter http://www.tieranwalt.at/ zu finden.
Zwischen Juni 2005 und Juni 2006 wurde 50.000 Mal auf diese Seite
zugegriffen.****
In kürzester Zeit hat sich die Tierschutzombudsstelle zu einer
wichtigen Anlaufstelle für alle WienerInnen entwickelt, so Wehsely.
"Die meisten Anliegen werden telefonisch oder schriftlich an uns
herangetragen, immer wieder aber suchen BürgerInnen auch das
persönliche Gespräch", sagt Hermann Gsandtner. Die Anliegen sind
mannigfaltig. Sofern es sich um tierschutzrelevante Meldungen
handelt, werden diese umgehend an das Veterinäramt weitergegeben. Die
Tierschutzombudsstelle wird aber immer wieder auch mit
Einzelschicksalen konfrontiert. "Die Wienerinnen und Wiener sind -
wenn es um den Tierschutz geht - äußerst aufmerksam. Oft gelingt es
erst durch Hinweise aus der Bevölkerung, Probleme zu erkennen und zu
beseitigen", erklärt Gsandtner.
Daneben hat die Tierschutzombudsstelle bereits eine Fülle von
Projekten initiiert. Dazu zählen u.a.: Aktivitäten gegen die
betäubungslose Kastration von männlichen Ferkeln, die Betreuung der
Tiere von obdachlosen Menschen, ein Kastrationsprogramm für
Streunerkatzen, die Abhaltung einer Fachtagung zum Thema "Wildvögel
in der Großstadt" oder die Entwicklung eines Konzepts zur
tiergerechten Regulierung der Taubenpopulation. Auch in Sachen
Bewusstseinsbildung war die Tierschutzombudsstelle aktiv: Ein voller
Erfolg war zum Beispiel die Kampagne "kein Ei mit 3", mit der
KonsumentInnen über die Kennzeichnung von Hühnereiern informiert
wurden. Ist die erste Ziffer am Ei eine 3, wurde das Ei von einem
Huhn aus Käfighaltung gelegt. "Als Tierschutz- und
KonsumentInnenschutz-Stadträtin bin ich für diese Kampagne ganz
besonders dankbar: Denn die Wienerinnen und Wiener wollen Eier von
glücklichen Hühnern", so Wehsely.
Am Programm der Ombudsstelle stehen auch regelmäßige Treffen mit
NGOs. "Da die NGOs im Tierschutzrat nicht entsprechend ihrer realen
Bedeutung in Sachen Tierschutz vertreten sind - nämlich nur mit einer
Stimme - , ist dieser Informationsaustausch auf dieser Ebene sehr
wichtig", so Wehsely. Gegenüber der Tierschutzombudsstelle können die
NGOs ihre Anliegen und Forderungen artikulieren.
Zu den gesetzlich festgeschriebenen Aufgaben des
Tierschutzombudsmannes gehören auch die Wahrnehmung der
Mitgliedschaft im Tierschutzrat, die Begutachtung von
Gesetzesbestimmungen und Verordnungen sowie die Abgabe von
Empfehlungen, soweit sie sich auf Interessen des Tierschutzes
beziehen. Gsandtner erklärt: "Wir haben Parteistellung in allen
tierschutzrechtlichen Verfahren. So stellen wir sicher, dass Tiere
entsprechend ihren Bedürfnissen tiergerecht behandelt werden. Wir
prüfen auch den Schutz der Tiere bei Veranstaltungen, Film- und
Fernsehaufnahmen. Niemand darf einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen,
Leiden oder Schäden zufügen oder es in schwere Angst versetzen."
Erster Jahresbericht unter http://www.tieranwalt.at/
Erstmals kann man sich nun in einem Jahresbericht über die
bisherige Arbeit der TOW umfassend informieren. In übersichtlicher
Form werden auf fast sechzig Seiten die Aktivitäten der TOW
vorgestellt: Angefangen mit einer Kurzdarstellung der gesetzlichen
Aufgaben enthält der Bericht Kurzbeschreibungen der durchgeführten
Projekte, der nationalen und internationalen Aktivitäten bis hin zu
Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit. Der Jahresbericht wird auch auf
der Homepage der Tierschutzombudsstelle Wien unter
http://www.tieranwalt.at/ veröffentlicht.
Tierschutzpreis für innovative Forschung
Auch heuer wird die Tierschutzombudsstelle wieder den Wiener
Tierschutzpreis verleihen. Der mit 4.000 Euro dotierte Preis wird für
innovative wissenschaftliche Arbeiten, die für den Tierschutz in Wien
von Bedeutung sind, vergeben. Die PreisträgerInnen werden von einer
ExpertInnen-Jury - anerkannte Persönlichkeiten aus renommierten in-
und ausländischen wissenschaftlichen Einrichtungen unter der Leitung
der Tierschutzombudsmann Stellvertreterin Eva Persy - ermittelt.
Einsendeschluss ist der 25. August 2006. "Mit dem Preis soll die
Forschung im Bereich Tierschutz forciert werden", erklärt Gsandtner.
Wehsely begrüßt diese "tolle Initiative, weil neue
Forschungsergebnisse für die praktische Tierschutzarbeit in Wien von
großem Nutzen sein werden". Nähere Infos gibt es auf der Homepage der
Tierschutzombudsstelle Wien unter http://www.tieranwalt.at/ oder
unter der Telefonnummer 318 00 76 / 75079 bzw. per E-Mail unter
[email protected] . (Schluss) lac
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/ Mag.a Marianne Lackner Tel.: 4000/81840 Handy: 0664/82 68 767 mailto:[email protected]
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