Wiener Tierschutzombudsstelle: Wehsely/Gsandtner ziehen Bilanz

Wehsely: "Erfolgreich im Einsatz für Mensch und Tier in der Stadt"

Wien (OTS) - Seit 1. Jänner 2005 ist der unabhängige Wiener Tierschutzombudsmann Hermann Gsandtner im Amt. Als Tierschutzombudsstelle Wien (TOW) setzen sich Gsandtner und sein Team seither mit vollem Engagement für den Tierschutz in der Bundeshauptstadt ein. Aufgrund des nun vorliegenden ersten Tätigkeitsberichtes zogen Tierschutzstadträtin Sonja Wehsely und der Wiener Tierschutzombudsmann am Mittwoch in einem Mediengespräch Bilanz über die Aktivitäten und Leistungen des TOW-Teams. "Die Etablierung der Tierschutzombudsstelle ist ein voller Erfolg für die Tiere und Menschen in dieser Stadt", betonte Wehsely und dankte dem "Team der Ombudsstelle für sein großes Engagement". Im ersten Jahr ihres Bestehens hat die Tierschutzombudsstelle über 6.200 Anrufe von Wienerinnen und Wienern entgegen genommen, über 180 tierschutzrechtliche Bescheide und 80 Anzeigen bearbeitet. Im Internet ist die TOW unter http://www.tieranwalt.at/ zu finden. Zwischen Juni 2005 und Juni 2006 wurde 50.000 Mal auf diese Seite zugegriffen.****

In kürzester Zeit hat sich die Tierschutzombudsstelle zu einer wichtigen Anlaufstelle für alle WienerInnen entwickelt, so Wehsely. "Die meisten Anliegen werden telefonisch oder schriftlich an uns herangetragen, immer wieder aber suchen BürgerInnen auch das persönliche Gespräch", sagt Hermann Gsandtner. Die Anliegen sind mannigfaltig. Sofern es sich um tierschutzrelevante Meldungen handelt, werden diese umgehend an das Veterinäramt weitergegeben. Die Tierschutzombudsstelle wird aber immer wieder auch mit Einzelschicksalen konfrontiert. "Die Wienerinnen und Wiener sind -wenn es um den Tierschutz geht - äußerst aufmerksam. Oft gelingt es erst durch Hinweise aus der Bevölkerung, Probleme zu erkennen und zu beseitigen", erklärt Gsandtner.

Daneben hat die Tierschutzombudsstelle bereits eine Fülle von Projekten initiiert. Dazu zählen u.a.: Aktivitäten gegen die betäubungslose Kastration von männlichen Ferkeln, die Betreuung der Tiere von obdachlosen Menschen, ein Kastrationsprogramm für Streunerkatzen, die Abhaltung einer Fachtagung zum Thema "Wildvögel in der Großstadt" oder die Entwicklung eines Konzepts zur tiergerechten Regulierung der Taubenpopulation. Auch in Sachen Bewusstseinsbildung war die Tierschutzombudsstelle aktiv: Ein voller Erfolg war zum Beispiel die Kampagne "kein Ei mit 3", mit der KonsumentInnen über die Kennzeichnung von Hühnereiern informiert wurden. Ist die erste Ziffer am Ei eine 3, wurde das Ei von einem Huhn aus Käfighaltung gelegt. "Als Tierschutz- und KonsumentInnenschutz-Stadträtin bin ich für diese Kampagne ganz besonders dankbar: Denn die Wienerinnen und Wiener wollen Eier von glücklichen Hühnern", so Wehsely.

Am Programm der Ombudsstelle stehen auch regelmäßige Treffen mit NGOs. "Da die NGOs im Tierschutzrat nicht entsprechend ihrer realen Bedeutung in Sachen Tierschutz vertreten sind - nämlich nur mit einer Stimme - , ist dieser Informationsaustausch auf dieser Ebene sehr wichtig", so Wehsely. Gegenüber der Tierschutzombudsstelle können die NGOs ihre Anliegen und Forderungen artikulieren.

Zu den gesetzlich festgeschriebenen Aufgaben des Tierschutzombudsmannes gehören auch die Wahrnehmung der Mitgliedschaft im Tierschutzrat, die Begutachtung von Gesetzesbestimmungen und Verordnungen sowie die Abgabe von Empfehlungen, soweit sie sich auf Interessen des Tierschutzes beziehen. Gsandtner erklärt: "Wir haben Parteistellung in allen tierschutzrechtlichen Verfahren. So stellen wir sicher, dass Tiere entsprechend ihren Bedürfnissen tiergerecht behandelt werden. Wir prüfen auch den Schutz der Tiere bei Veranstaltungen, Film- und Fernsehaufnahmen. Niemand darf einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen oder es in schwere Angst versetzen."

Erster Jahresbericht unter http://www.tieranwalt.at/

Erstmals kann man sich nun in einem Jahresbericht über die bisherige Arbeit der TOW umfassend informieren. In übersichtlicher Form werden auf fast sechzig Seiten die Aktivitäten der TOW vorgestellt: Angefangen mit einer Kurzdarstellung der gesetzlichen Aufgaben enthält der Bericht Kurzbeschreibungen der durchgeführten Projekte, der nationalen und internationalen Aktivitäten bis hin zu Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit. Der Jahresbericht wird auch auf der Homepage der Tierschutzombudsstelle Wien unter http://www.tieranwalt.at/ veröffentlicht.

Tierschutzpreis für innovative Forschung

Auch heuer wird die Tierschutzombudsstelle wieder den Wiener Tierschutzpreis verleihen. Der mit 4.000 Euro dotierte Preis wird für innovative wissenschaftliche Arbeiten, die für den Tierschutz in Wien von Bedeutung sind, vergeben. Die PreisträgerInnen werden von einer ExpertInnen-Jury - anerkannte Persönlichkeiten aus renommierten in-und ausländischen wissenschaftlichen Einrichtungen unter der Leitung der Tierschutzombudsmann Stellvertreterin Eva Persy - ermittelt. Einsendeschluss ist der 25. August 2006. "Mit dem Preis soll die Forschung im Bereich Tierschutz forciert werden", erklärt Gsandtner. Wehsely begrüßt diese "tolle Initiative, weil neue Forschungsergebnisse für die praktische Tierschutzarbeit in Wien von großem Nutzen sein werden". Nähere Infos gibt es auf der Homepage der Tierschutzombudsstelle Wien unter http://www.tieranwalt.at/ oder unter der Telefonnummer 318 00 76 / 75079 bzw. per E-Mail unter post@tow-wien.at . (Schluss) lac

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