Schierhuber: Eine gute Politik für den ländlichen Raum ist eine gute Politik für alle Menschen

Erste Fachkonferenz zur EU-Politik für den Ländlichen Raum in Tallinn

Brüssel/Tallinn, 9. Juni 2006 (ÖVP-PD) "Nicht nur in den neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, sondern auch in den bisherigen, alten Ländern ist eine effektive und nachhaltige Politik zur Förderung des ländlichen Raums wichtig. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung der EU lebt im ländlichen Raum, die insgesamt 90 Prozent des Territoriums der Union ausmachen. Eine
gute EU-Politik für den ländlichen Raum ist daher auch eine gute Politik für die gesamte Bevölkerung der Europäischen Union. Das wird aber nur mit ausreichendem Mitteleinsatz und ohne weitere Kürzungen funktionieren können", sagte die österreichische Bauernvertreterin im Europäischen Parlament, Agnes Schierhuber, in ihrer Rede bei der Fachkonferenz zum Thema "EU-Politik für den ländlichen Raum" in der estnischen Hauptstadt Tallinn. Eröffnet wurde die Konferenz vom Präsident Estlands, Arnold Rüütel, Schierhuber sprach als Berichterstatterin des Europäischen Parlaments zur Ländlichen Entwicklung. ****

Es sei eine Kernaufgabe der Union, die Regionen Europas mit ihren Dörfern und Städten aktiv und attraktiv zu erhalten, um damit den ländlichen Raum als zukunftsfähige Arbeits- und Lebenswelt zu fördern. "Dafür sind nicht allein Investitionen in Infrastruktur, Schulen oder die Gesundheitsvorsorge notwendig, dafür ist vor allem eine florierende und produzierende Land- und Forstwirtschaft unerlässlich", betonte Schierhuber. "Seit der GAP-Reform 2003 hat die ländliche Entwicklung stark an Bedeutung gewonnen. Sie ist wichtig vor allem auch für die neuen Mitgliedstaaten, deren ländliche Gebiete meist strukturschwach sind. Das Europäische Parlament steht voll auf der Seite einer starken Politik für die ländliche Entwicklung und hat sich mehrfach klar zur Bedeutung des ländlichen Raums bekannt", so Schierhuber weiter.

In ihrer Rede ging Schierhuber auch auf die unter österreichischer Ratspräsidentschaft erfolgreich abgeschlossenen Verhandlungen über die Finanzielle Vorausschau 2007-2013 ein: "Das Europaparlament und sein Agrarausschuss haben dabei ganz klar gemacht, dass eine Kürzung der EU-Mittel keinesfalls auf Kosten der Politik für den ländlichen Raum gehen darf. Die ehrgeizigen und notwendigen Ziele Europas im Bereich der ländlichen Entwicklung können nur bei einer langfristigen Sicherung der Finanzierung erreicht werden. Der ländliche Raum darf in der künftigen Mittelverteilung nicht untergepflügt werden - und das ist in guter Zusammenarbeit zwischen Europaparlament und Ratspräsidentschaft auch sichergestellt worden", sagte Schierhuber. "Seit Beginn der tief greifenden EU-Agrarreformen hat die Agrarpolitik und haben die Bauern weit reichende Zugeständnisse gemacht. Jetzt aber ist eine Grenze erreicht, die nicht unterschritten werden darf", unterstrich Schierhuber. "Das politische Bekenntnis zur Wichtigkeit der ländlichen Räume braucht auch handfeste Aktionen, die entsprechend zukunftssicher finanziert sein müssen", so Schierhuber abschließend.

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