• 09.06.2006, 11:25:39
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Zuverlässige Stromversorgung in Vorarlberg

Eigenständiger Weg der Vorarlberger Energiewirtschaft

Bregenz (VLK) - Eine verlässliche Stromversorgung ist für die
heimische Wirtschaft wie für die Bevölkerung der Region von
entscheidender Bedeutung. Landeshauptmann Herbert Sausgruber
versichert: "Die Selbständigkeit der heimischen Stromversorgung wird
auch in Zukunft gewahrt bleiben und damit auch die Sicherheit der
Energieversorgung".

Die Stromversorgung in Vorarlberg verfügt über eine herausragende
Versorgungszuverlässigkeit. Laut einer Statistik der österreichischen
Stromaufsichtsbehörde E-Control beträgt die Nichtverfügbarkeit der
Stromversorgung in Österreich 51 Minuten pro Jahr und Kunde. In
Vorarlberg belief sich die Nichtverfügbarkeit im Jahr 2004 auf
lediglich elf Minuten. Damit erreicht das Land einen absoluten
Spitzenwert und gehört diesbezüglich europaweit zu den Topregionen.

Eigenständigkeit, hoher technischer Standard

Für die hohe Zuverlässigkeit sind mehrere Faktoren verantwortlich:

- Einerseits sichert sich das Land durch eigene
Hochspannungsleitungsverbindungen nach Deutschland, in die Schweiz
und zum österreichischen Übertragungsnetz mehrfach ab. Die
Energiepolitik des Landes bekennt sich klar zu dieser regionalen
Zusammenarbeit und schafft dafür die nötigen Rahmenbedingungen: "Wir
werden den bewährten Weg mit unseren regionalen Partnern fortsetzen",
so LH Sausgruber.
- Ein weiterer Vorteil ist der hohe technische Standard der
Übertragungs- und Verteilernetze. Bereits über 90 Prozent der Mittel-
und Niederspannungsnetze bestehen ausschließlich aus Erdkabel. Damit
werden nicht nur die Ortsbilder verschönert, die Störanfälligkeit
kann dadurch auch deutlich reduziert werden.
- Besondere Bedeutung für die Zuverlässigkeit haben auch die
Vorarlberger Wasserkraftwerke von Illwerke/VKW. "Sollte es einmal zu
einem großflächigen Stromausfall in Mitteleuropa kommen, wäre die
Illwerke/VKW-Gruppe in der Lage, in relativ kurzer Zeit eine
Stromversorgung Vorarlbergs als Insellösung aufzubauen", informiert
Illwerke-VKW-Vorstand Ludwig Summer.

Preisführerschaft

Die Vorarlberger Haushalte wurden schon bisher zu Preisen unter
dem Marktpreis mit Strom versorgt. Die Differenz zum Marktpreis soll
auch erhalten bleiben: Landeshauptmann Sausgruber bezeichnet es als
Vorgabe des Haupteigentümers Land Vorarlberg an die
Illwerke/VKW-Gruppe, "dass wir die Preisführerschaft im Vergleich mit
den Landesgesellschaften der anderen Länder haben".

Erdgas

Zusammenarbeit der heimischen Energieunternehmen wird in
Vorarlberg groß geschrieben: So arbeiten die Vorarlberger Illwerke AG
und die Vorarlberger Kraftwerke AG seit 2001 zusammen und bilden die
Illwerke/VKW-Gruppe. Mit Jahresbeginn 2006 ist auch die VEG
(Vorarlberger Erdgas GmbH) zu einem wichtigen Eckpfeiler der
Illwerke/VKW-Gruppe geworden.

Erdgas deckt bereits rund 24 Prozent des gesamten Energiebedarfes
in Vorarlberg. Da das Land über keine eigenen Erdgasvorkommen
verfügt, muss der gesamte Bedarf importiert werden. Damit es in
Vorarlberg nicht zu einer Unterbrechung der Gaslieferung kommen kann,
bezieht die "VEG" - über einen Vertrag mit E.ON Ruhrgas/Gasversorgung
Süddeutschland - das Gas aus unterschiedlichen Regionen: Jeweils ein
Drittel wird aus Gasfeldern der Nordsee und aus Norddeutschland
beziehungsweise Holland bezogen. Und während in anderen Regionen der
Großteil des notwendigen Gases aus Osteuropa kommt, bezieht
Vorarlberg lediglich ein Drittel des Erdgases aus Russland. Durch die
verschiedenen Bezugsländer ist auch im Krisenfall die flächendeckende
Versorgung der Vorarlberger Haushalte mit Erdgas sichergestellt.

Biomasse

Zur Verstärkung der Eigenständigkeit in der Energieversorgung
trägt auch der in den letzten Jahren erfolgte massive Ausbau der
Biomassenutzung bei. Das Land fördere schon seit Jahren mit
Einbeziehung von Illwerke/VKW ganz bewusst den Ersatz fossiler durch
nachwachsende Energieträger, so LH Sausgruber: "Die Biomasse ist ein
wichtiger Schwerpunkt für den Klimaschutz. Vorarlberg geht deshalb
bei der Unterstützung beispielgebend voran".

Energiepolitik mit Zukunft

Vorarlberg zählt heute hinsichtlich der Zuverlässigkeit und
Eigenständigkeit der Stromversorgung zu den am besten abgesicherten
Regionen Europas. Bei der Hochwasserkatastrophe im Sommer des vorigen
Jahres konnte dies unter Beweis gestellt werden. LH Sausgruber
bekräftigt: "Die Landesregierung wird daher mit ihrem Energiekonzept
auch in Zukunft den heimischen Weg einer sicheren und nachhaltigen
Energiepolitik fortführen".

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20141
   Fax: 05574/511-20190
   Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67
   mailto:presse@vorarlberg.at
   http://www.vorarlberg.at/presse

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