- 09.06.2006, 10:02:55
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Generalüberholung für Helmi
Jänner bis März 2006: Dramatischer Anstieg der am Schutzweg verletzten Kinder - Helmi besticht durch ein neues Outfit und mehr Themenkompetenz - Neue Homepage setzt auf Infotainment
Wien (OTS) - Seit 26 Jahren ist Helmi ohne Unterbrechung jeden
Samstag im ORF Fernsehen im Dienst. Er hat sich von Beginn an zum
Ziel gesetzt, Kinder zur Vorsicht und Wachsamkeit im Straßenverkehr
aufzurufen.
In der Lebensphase von Helmi hat sich viel getan: Starben 1980 noch
129 Kinder bis 14 Jahre auf Österreichs Straßen, so waren es im
vergangenen Jahr 25, was einem Rückgang von 81 Prozent entspricht.
Auch die Zahl der Unfälle und der Verletzten liegt weit unter den
Werten des Jahres 1980: 2005 gab es 3.273 Unfälle mit Kindern (1980:
5.673; Rückgang um 42 %), die Zahl der Verletzten verringerte sich um
39 Prozent (2005: 3.651; 1980: 5.963). "Die Verkehrssicherheitsarbeit
der letzten Jahre trägt also Früchte. Dennoch dürfen wir uns nicht
auf diesen Lorbeeren ausruhen. Den historischen Tiefstand hatten wir
2004 mit 22 getöteten Kindern, 2005 ist die Zahl wieder auf 25
angestiegen - hoffentlich keine negative Trendumkehr", hofft Dr.
Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV).
Jänner bis März 2006: Schutzweg weiterhin Sorgenkind
Im ersten Quartal 2006 sind bisher drei Kinder tödlich verunglückt,
ebenso viele wie 2005. Erfreulicherweise ist ein starker Rückgang bei
den verletzten Kindern festzustellen: Waren es von Jänner bis
einschließlich März 2005 noch 680, sind es im Vergleichszeitraum 2005
nur noch 575, was einem Rückgang von rund 15 Prozent entspricht.
Dennoch kein Grund zur Freude, denn die Zahl der am Schutzweg als
Fußgänger verunglückten Kinder ist dramatisch von 47 (2005) auf 73
(2006) gestiegen (+ 55 %). "Der Schutzweg war schon 2005 unser
Sorgenkind. Auch die ersten Zahlen für 2006 versprechen keine
Besserung. Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben", sagt Thann.
Das KfV appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Eltern, ihre
Vorbildfunktion im Straßenverkehr wahrzunehmen. Aber auch die Kinder
können ihren Teil zu dieser beitragen, indem sie durch Reflektoren
ihre eigene Sichtbarkeit erhöhen oder das korrekte Verhalten am
Zebrasteifen besonders intensiv trainieren - so wie sie es etwa bei
Helmi gelernt haben.
Helmi leistet einen wertvollen Beitrag zur Verkehrserziehung
Helmi ist ein Beispiel für eine ausgezeichnete
Verkehrssicherheitsmaßnahme, und das im wahrsten Sinne des Wortes:
1999 wurde die damalige Helmi-Homepage als einziger österreichischer
Preisträger unter namhaften Konkurrenzbeiträgen auf der
internationalen Automobilausstellung mit einem Bronze-Ottocar
ausgezeichnet. "An diesen Erfolg wollen wir wieder anknüpfen. Helmi
ist die einzige Kindersicherheitsfigur in Europa, die wegen ihrer
Kontinuität mehrere Generationen in der Verkehrserziehung begleitet
hat", erläutert Thann die Bedeutung des Sicherheitsexperten.
Der neue Helmi: vom Verkehrssicherheitsexperten zum
Sicherheitsexperten schlechthin
Helmi, die bekannteste Sicherheitsfigur Österreichs, erstrahlt ab
sofort in neuem Glanz: 25 Jahre war die Originalpuppe aus dem Jahr
1980 in Verwendung. Nach einem Vierteljahrhundert war es Zeit für ein
"Facelifting". Dieses basiert auf den Ergebnissen einer vom KfV im
August 2005 in Auftrag gegebenen Marktforschung, die Helmi ein
grundsätzlich sehr positives Zeugnis ausstellt (Eltern fühlen sich
durch Helmi in der Verkehrserziehung unterstützt; die Kinder kennen
Helmi, sie schätzen die Marionette, wollen keinen Zeichentrickfilm),
aber auch leichte Modernisierungen fordert (Helmi wirkt zu
unproportional und steif, interaktive Elemente sind zu verstärken).
Das Resultat der Anti-Aging-Behandlung kann sich sehen lassen: Helmi
hat ein bisschen abgespeckt, um nun sportlich-dynamisch voll
durchzustarten. Sein neuer Helm, unter dem nun kecke Stirnfransen
hervorspitzen, ist noch immer rot-weiß-rot, hat jedoch ein
modischeres Design und eine abnehmbare Helmkamera.
Auch eine inhaltliche Neupositionierung wird angestrebt: Seit 1980
ist Helmi vor allem in Sachen Verkehrssicherheit aktiv gewesen.
Zukünftig wird Helmi zum Botschafter in allen Fragen der Sicherheit.
Sowohl in der Sendung als auch auf seiner Homepage wird der
Sicherheitsexperte Tipps zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr,
im Haushalt, beim Spielen und beim Sport geben - wobei die
Verkehrssicherheit weiter im Zentrum stehen wird. "Unser Ziel war es,
Helmi sanft zu modernisieren, um den Wiedererkennungswert der Marke
nicht zu gefährden. Die Kinder sollen Helmi weiterhin als ihren
Freund und Ratgeber in allen Sicherheitsfragen erleben, aber weniger
oberlehrerhaft", erläutert Thann die inhaltlichen Ziele.
Helmis Homepage www.helmi.at setzt in neuem Look auf Infotainment
Nicht nur die Helmi-Puppe, sondern auch die Website www.helmi.at
kommt ab sofort in neuem Gewand daher. Konzipiert und umgesetzt von
mmc Kommunikationstechnologie, Mödling, in Zusammenarbeit mit einem
Kinderpsychologen lässt die neue Homepage Kinderherzen höher
schlagen. Auf der Helmi-Homepage können Kinder das in der Sendung
Gesehene vertiefen und ihr Wissen erweitern. Sie üben hier auf
spielerische Weise Risikoeinschätzung und korrektes Verhalten. Um die
richtige Balance zwischen Unterhaltung und Lernen zu finden, kommt
der Spaßfaktor zu keiner Zeit zu kurz. In farbenfrohem Design finden
sich hier Spiele, die unterschiedliche Fähigkeiten der Kinder
trainieren (z.B. Raumlage-Gedächtnis, visuelle Differenzierung,
Kurzzeitgedächtnis). Jede Woche gibt es neue knifflige Quizfragen,
passend zum Thema der aktuellen Sendung, die natürlich auch online
zur Verfügung steht. Wer alle Fragen beantwortet hat, wird mit einem
Bonusgame belohnt. Für Wissbegierige gibt es außerdem Tipps zu einem
brandaktuellen Thema. Auch Informationen zu den Stars der Sendung,
Helmi und Sokrates, fehlen natürlich nicht.
Ergänzt wird die für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren
entwicklete Homepage durch einen separaten Bereich "Elterninfo". Hier
finden Erwachsene sowohl pädagogische Tipps, wie Unfallprävention am
besten an Kinder zu vermitteln ist, als auch zahlreiche
Sicherheitstipps aus allen Bereichen (Verkehr, Heim und Haushalt,
Freizeit, Sport, Feuer). "Eltern sollen diese Tipps nicht nur ihren
Kindern vermitteln, sondern sich auch selbst wieder bewusst machen,
wie richtiges Sicherheitsverhalten aussieht. Kinder sind Nachahmer
und damit ein Spiegel des Umfeldes, in dem sie groß werden. Viele
Erwachsene unterschätzen ihre Bedeutung für die Entwicklung der
Kinder. Ein gutes Beispiel sein ist mit das Beste, was man für ein
sicheres Großwerden tun kann", erinnert Thann alle Eltern an ihre
Vorbildfunktion.
ORF: Helmi erfüllt Bildungsauftrag bei den Jüngsten
Edgar Böhm, ORF-Unterhaltungschef: "Helmi ist in seinen 26 Jahren zu
einer unverzichtbaren Trademark des ORF und des KfV geworden. Im
vergangenen Vierteljahrhundert hat er viel zur allgemeinen
Verkehrssicherheit beigetragen. Bis zu 80.000 Zuseher/innen und ein
Marktanteil von bis zu 77 Prozent bei den Drei- bis Elfjährigen
beweisen, dass Helmi bei den Kindern besonders beliebt ist." Böhm
zeigt sich mit der TV-Reichweite der kindgerechten Sicherheitssendung
"sehr zufrieden". Der Rundumerneuerung von Helmi trägt der ORF mit
einer neuen Staffel Rechnung, die am kommenden Samstag, 10. Juni,
startet. Seit 1980 wurden rund 1.300 Sendungen produziert und
ausgestrahlt - eine eindrucksvolle Bilanz. "Helmi hat längst
Kultcharakter: Das junge Publikum schaut sich nach wie vor gerne
seine Abenteuer an, die Elterngeneration wird nostalgisch-sentimental
an ihre eigene Kindheit erinnert", erläutert Böhm.
Helmi sucht Freunde und Förderer
"Das KfV dankt allen Organisationen und Unternehmen, die Helmi seit
1980 finanziell unter die Arme gegriffen haben", betont Thann. Im
Jahr 2006 wird Helmi unterstützt vom Bundesministerium für Verkehr,
Innovation und Technologie (BMVIT), der Österreichischen
Nationalbank, Fisher-Price Mattel und der Allgemeinen
Unfallversicherungsanstalt (AUVA). Helmi braucht weiterhin viele
Freunde! Alle an einer Förderung Interessierten erhalten unter
helmi@kfv.at detaillierte Informationen. "Ein besonderer Dank geht
auch an das gesamte Team hinter Helmi: Jeder Einzelne engagiert sich
weit über das finanziell abgegoltene Maß hinaus für die Zukunft des
kleinen Sicherheitsexperten. Das KfV freut sich zu sehen, wie sehr
Helmi allen am Herzen liegt und ist gerade in Zeiten knapper Budgets
sehr dankbar für diese nicht selbstverständliche Unterstützung",
zollt Thann dem ambitionierten Team Anerkennung.
Bildmaterial für Redaktionen
Eine umfangreiche Auswahl an Bildmaterial zu Helmi in druckfähiger
Qualität (300 dpi, jpg) finden Redakteure auf www.kfv.at > Presse >
Bildmaterial > Bereich Verkehr & Mobilität.
Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit Marketing & Kommunikation Doreen Kallweit M.A. Tel.: 05 77 077 - 1903 Schleiergasse 18 - 1100 Wien E-Mail: doreen.kallweit@kfv.at Internet: http://www.kfv.at Rückfragehinweis ORF: Rudolph Lobmeyr, ORF-Pressestelle, Tel.: 01 87878-14158, E-Mail: rudolph.lobmeyr@orf.at, www.orf.at
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