- 08.06.2006, 13:37:56
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Kukacka: Verkehrsministerrat spricht sich für Aktionsprogramm zur Förderung der europäischen Binnenschifffahrt aus
In Schlussfolgerungen wurde Österreichs Vorschlag zu einem Innovationsfonds aufgenommen
Wien (OTS) - Der Ausbau der Binnenwasserstrassen ist ein
europaweites Projekt, das auch über die Grenzen der heutigen EU
hinausgeht. Die Europäische Kommission hat erst heuer, in Abstimmung
mit Österreich, das NAIADES Förderprogramm für die europäische
Binnenschifffahrt vorgestellt. "Morgen, beim Verkehrsministerrat,
unter Vorsitz von Vizekanzler Hubert Gorbach in Luxemburg, wird in so
genannten Schlussfolgerungen die Kommission ersucht, die notwendigen
Maßnahmen zur Umsetzung dieses Programms zu ergreifen", so
Verkehrsstaatssekretär Kukacka.
Damit ist unter Österreichs EU-Vorsitz die Weiterentwicklung einer
ökologischen Verkehrspolitik in Europa gelungen, da gerade die
Binnenschifffahrt ein energiesparender, lärmarmer und
umweltschonender Verkehrsträger ist, betonte Kukacka
"Der Verkehr und Güterverkehr wird in der EU weiter wachsen. Dabei
gelangen die beiden Landverkehrsträger Straße und Schiene in Europa
zusehends an ihre Kapazitätsgrenzen, während die europäischen
Wasserstraßen noch beachtliche Kapazitätsreserven aufweisen. Die
Wasserstraße kann und muss daher einen größeren Beitrag zur
Entlastung der Ost-West-Verkehrsachsen und vor allem des
grenzüberschreitenden Güterverkehrs im Donauraum leisten", so der
Staatssekretär.
"Mit einer Flotte von 11.000 Schiffen und einer Kapazität, die der
von 10.000 Zügen oder 440.000 LKWs entspricht, kann der Verkehr in
Europa durch die Binnenschifffahrt effizienter, zuverlässiger und
umweltfreundlicher gestaltet werden. Mit dem Rhein, dem
Rhein-Main-Donau-Kanal und der Donau sind die großen Nordseehäfen
(Hamburg, Bremen, Rotterdam und Antwerpen) mit dem Schwarzem Meer
verbunden. Wir können es uns nicht leisten, dieses Potential nur
unzureichend zu nutzen! Daher habe ich auch schon beim
Binnenschifffahrtskongress in Wien vorgeschlagen, einen
Innovationsfonds zu schaffen, mit dem die Weiterentwicklung und
Modernisierung von Flotten und Häfen und der Ausbau der
Infrastruktur, zum Beispiel zur Verbesserung der ganzjährigen
Schiffbarkeit der Donau, gefördert werden kann. Dieser Vorschlag
wurde nun auch in die Schlussfolgerungen des Rates aufgenommen, was
ich als Erfolg der österreichischen Präsidentschaft werte", schloss
Kukacka.
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Walter Gröblinger
Pressesprecher
Tel.: +43 (01) 711 62/8803
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