- 07.06.2006, 11:36:36
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Jeder zehnte Österreicher von Depressionen betroffen
2020 zählen wiederkehrende Depressionen zum zweithäufigsten Krankheitsbild weltweit

Wien (OTS) - Doppelt so viele Frauen wie Männer sind depressiv
Awareness-Kampagne "Nein-zur-Depression"
Blühende Bäume und strahlender Sonnenschein, saftige grüne Wiesen
und Vogelgezwitscher - überall in der Natur sorgen Frühlingsboten
für gute Laune und Unternehmungslust. Was ist jedoch, wenn die Seele
trotzdem weint?
Depressionen zählen zu den am weitesten verbreiteten und zugleich
am stärksten tabuisierten psychischen Krankheiten in Österreich. Fast
jeder zehnte Österreicher leidet an einer depressiven Erkrankung -
Tendenz steigend. Depressionen wirken sich nicht nur negativ auf das
persönliche Wohlbefinden des Betroffenen und seiner Angehörigen aus,
die Krankheit bewirkt auch eine erhöhte Anzahl an Krankenständen und
frühzeitigen Pensionierungen. Die zusätzliche Tragik: Nicht
behandelte Depressionen sind der häufigste Suizidgrund.
Einziger Lichtblick: Bei frühzeitiger Diagnose ist die Depression
gut behandelbar und die Heilungschancen sind groß. Ein verstärkter
Einsatz von Antidepressiva, das zeigt der Großteil der in
europäischen Ländern durchgeführten Studien, senkt die
Selbstmordrate.
Durch den Einsatz von Antidepressiva und Psychotherapie kann die
Depression behandelt und mögliche Folgen wie Angststörungen oder
Alkoholmissbrauch vermieden werden. Daher ist die Früherkennung und
Frühbehandlung besonders wichtig, die jedoch oft durch fehlende
Informationen in der Bevölkerung sowie die Stigma-Angst der
Betroffenen erschwert wird.
Volkskrankheit Depression: Geschätzte 640.000 Betroffene in
Österreich
Fast jeder zehnte Österreicher, insgesamt rund 640.000 Menschen,
leidet an einer depressiven Erkrankung. Jedoch nur ein Viertel der
Betroffenen befindet sich in ärztlicher Behandlung und genießt eine
erfolgversprechende und nachhaltige Therapie. Der Anteil der
unerkannten und daher nicht behandelten Depressionen wird in
Österreich auf 60 Prozent geschätzt.
Depressionen entwickeln sich zu einer Volkskrankheit
Weltweit sind 121 Millionen von der Krankheit betroffen. Bis zum
Jahr 2020 werden nach Schätzungen der WHO (World Health Organisation)
Depressionen nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen den zweiten Platz
einnehmen. Laut WHO-Zahlen verursachen Depressionen mehr
volkswirtschaftlichen Schaden als Aids, Krebs und bewaffnete
Konflikte.
Weltweit erkranken rund 20 Prozent der Gesamtbevölkerung an einer
Depression. Davon sind 4,2% von einer schweren, 7,3 Prozent von einer
mittleren und 5,6 Prozent von einer leichten Depression betroffen.
Die Depression ist eine Erkrankung mit einer hohen
Wiedererkrankungsquote. Zwei Drittel der Betroffenen erkranken nach
einer depressiven Episode erneut, schon 70 Prozent werden nach der
zweiten depressiven Phase rückfällig. Nach einer dreimaligen
Erkrankung an einer Depression ist die Wahrscheinlichkeit erneut zu
erkranken nur bei 10 Prozent der Betroffenen auszuschließen.
Jede 5. Frau aber "nur" jeder zehnte Mann depressiv
Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe seines Lebens, einmal an einer
depressiven Erkrankung zu leiden, beträgt 15 bis 17%, an einer
schweren Depression zu erkranken ein bis vier Prozent. Frauen sind
fast doppelt so oft betroffen wie Männer, bis heute gibt es aber
keine eindeutige Erklärung für diesen Geschlechtsunterschied.
Depression betrifft Menschen aller Altersschichten
Das typische Alter für Depression liegt zwischen 25 und 44 Jahren,
jedoch steigt mit höherem Lebensalter, das Vorkommen einer Depression
an, da ältere Menschen häufiger unter Krankheit, Einsamkeit und dem
Verlust von Angehörigen und Freunden leiden. So sind 26 bis 40% der
Altersheimbewohner von einer Depression betroffen. Bei jüngeren
Menschen liegen die Ursachen hingegen häufig in psychosozialen
Faktoren: Stress und Versagensängste sind mögliche Auslöser.
Depressionen richten immensen volkswirtschaftlichen Schaden an
Zusätzlich zum Leiden der Patienten und dem ihrer Familien
verursachen depressive Erkrankungen signifikant erhöhte Kosten für
die Gesellschaft. Diese Kosten werden meistens über einen längeren
Zeitraum verursacht, da depressive Erkrankungen häufig nicht richtig
diagnostiziert und in Folge nicht adäquat behandelt werden. Vor allem
wird die Depression - an der die Betroffenen relativ früh erkranken -
meistens nicht frühzeitig erkannt.
Betroffene sind oft nicht mehr im Stande, mit dem Alltag zurecht
zu kommen. Die Krankenstände schnellen dramatisch in die Höhe und
Früh-Pensionierungen häufen sich zunehmend. Die Krankheitskosten
umfassen dann nicht nur die direkten Krankheitskosten wie sämtliche
psychiatrische Behandlungs- und Pflegekosten. Hinzu kommen die
indirekten Kosten, welche durch verminderte Produktivität die mit der
Häufigkeit der Erkrankungen und der Sterblichkeit einhergeht,
verursacht werden.
Die jährlichen Gesamtkosten der Depression werden alleine in den
Vereinigten Staaten auf rund 43,7 Milliarden US Dollar geschätzt.
Lebensqualität ähnlich wie bei Diabetes oder Herzerkrankung
beeinträchtigt
Die wiederkehrende Depression, ist durch einer beträchtliche
Häufigkeit innerhalb der Bevölkerung und hohe Sterblichkeit
gekennzeichnet. Bei vielen Patienten entwickelt sich aus der ersten
depressiven Episode heraus eine in Abständen wiederkehrende und
chronisch verlaufende Krankheit mit signifikanten Beeinträchtigungen
im "psychosozialen Funktionsniveau".
Menschen mit chronischen Erkrankungen sind stärker anfällig für
Depressionen. Etwa 45 Prozent der Asthma-Erkrankten, 40 Prozent der
Herzinfarkt-Patienten und immerhin 27 Prozent der Diabeteskranken
laufen Gefahr, auch an einer Depression zu erkranken.
Die schwerwiegendste Folge einer Depression ist Selbstmord. Rund die
Hälfte aller depressiven Patienten unternimmt zumindest einen
Selbstmordversuch in ihrem Leben.
Wahrnehmung und Akzeptanz der Depression in der Öffentlichkeit
Wie erkenne ich ob meine Umwelt gefährdet ist?
Depression ist eine Krankheit, die den ganzen Körper betrifft. Bei
einer Depression verändern sich Gefühle, Gedanken und das Verhalten.
Depression ist mehr als andauernde Traurigkeit. Häufig führt sie zu
Gefühlen der Unentschlossenheit, der inneren Leere, der Wertlosigkeit
und Apathie. Man verliert die Lust an täglichen Aktivitäten, sogar an
seinen Lieblingsbeschäftigungen und ist leicht reizbar. Durch eine
Depression können oft wichtige Lebensfunktionen wie Schlafen, Essen
und Trinken Schwierigkeiten bereiten, da es zu Schlafstörungen oder
Appetitstörungen kommt. Nicht jeder Depressive weist die selben
Symptome auf, diese können sich auch im Laufe der Zeit verändern und
im günstigsten Fall auch wieder verschwinden.
Eine erste Einschätzung, ob eine Depression vorliegt, kann schon
anhand zweier einfacher Fragen getroffen werden:
"Haben Sie sich in den letzten Monaten niedergeschlagen, deprimiert
oder hoffnungslos gefühlt?"
"Haben Sie in den vergangenen Monaten bemerkt, dass Sie wenig
Interesse aufbringen konnten oder keine Freude an dem empfanden, was
Sie taten?"
(Patient Health Questionnaire-2)
Jeder kann jederzeit mit Depression konfrontiert werden
Vom vorübergehenden Stimmungstief unterscheidet sich die Depression
dadurch, dass sie über Wochen und Monate anhalten kann und die
allgemein bekannten Symptome - wie Traurigkeit oder Antriebslosigkeit
- von anderen Symptomen begleitet werden:
Konzentrationsstörungen, Entscheidungsunfähigkeit
Unfähigkeit, Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen
Appetitstörungen, rapide Gewichtszunahme oder Gewichtsverlust
Schlafstörungen, wie frühes Erwachen oder stark gesteigertes
Schlafbedürfnis
Verlangsamte Motorik und Kommunikation
Auftreten von Schuld- und Minderwertigkeitsgefühlen
Müdigkeit und Energiemangel
Gefühle von Traurigkeit, Schuld und Wertlosigkeit oder Hilflosigkeit
Selbstmordgedanken, Innere Leere
Interesse an früheren Hobbys geht verloren
Denkblockaden
Viele verschiedene Faktoren können Depression verursachen
Generell kommt es bei einer Depression zu einem Ungleichgewicht
bestimmter Botenstoffe im Gehirn - Serotonin und Noradrenalin. Diese
Stoffe spielen für unser allgemeines Wohlbefinden eine wesentliche
Rolle. Ausgeglichenheit der Seele entspricht einer Balance der
Botenstoffe. Herrscht ein Ungleichgewicht vor, stellt sich eine
Gefühlsleere, eine Abgestumpftheit, Überdruss ein. Ruhe und Rückzug
werden wichtiger. Auch bei Menschen, deren Depression als genetisch
sprich "endogen" gilt, spielen Frustration, Rückzug und das
"Nichts-Spüren-Müssen" von seelischem Schmerz und Verzweiflung eine
große Rolle. Unsere Kompetenz, Entscheidungen zu fällen, wird
schwächer, wenn Botenstoffe fehlen. Wer sich als Persönlichkeit
schwach fühlt, hat auch geringen Selbstwert, und es fällt ihm schwer,
Entscheidungen zu treffen, initiativ zu sein. Kreativität bleibt auf
der Strecke und auch die Fähigkeit sich fallen zu lassen und Hilfe
annehmen zu können - ein Teufelskreis.
Meist gibt es keine eindeutige Erklärung für eine Depression. Die
Krankheit wird vielmehr durch ein Zusammenspiel von genetischen,
psychologischen und Umweltfaktoren ausgelöst, wobei die Genetik den
größten Risikofaktor darstellt. Ist ein Elternteil depressiv, besteht
eine 10 bis 13 % höhere Wahrscheinlichkeit, selbst depressiv zu
werden. Auch negative Erfahrungen wie schwere Krankheiten Unfälle
oder Scheidungen, Arbeitslosigkeit, finanzielle Schwierigkeiten und
Todesfälle können Depressionen verursachen, ebenso täglicher Stress,
Medikamente, Alkohol und Drogenkonsum.
Stark vereinfacht kann man also sagen, dass eine Depression
aufgrund eines Ungleichgewichtes bestimmter Botenstoffe im Gehirn
zustande kommen.
Die Depression: Weit verbreitet, stark tabuisiert und oftmals
unerkannt
Depressionen zählen zu den am weitesten verbreiteten und zugleich
am stärksten tabuisierten psychischen Krankheiten der Österreicher.
Bei einem erheblichen Teil der Patienten bleibt die Krankheit sogar
unerkannt. Um dieser Tatsache vorzubeugen und die Bevölkerung für das
Thema Depression zu sensibilisieren, hat Wyeth gemeinsam mit den
privaten Fernsehsendern ATV, Sat.1, Pro 7, Kabel eins, VOX und der
RTL-Gruppe Anfang Juni die Awareness-Kampagne "Nein-zur-Depression"
gestartet - die erste Kampagne, die sich mit dieser Thematik in
dieser Form auseinandersetzt.
"Nein-zur-Depression": TV-Spot demonstriert die "Innere Leere"
In Form eines TV-Spots wird auf ein häufiges Symptom bei der
Depression - nämlich die "Innere Leere" aufmerksam gemacht. Der Spot
wird in hoher Frequenz ausgestrahlt und ist bis Mitte August in den
Privatsendern zu sehen.
Ziel der Kampagne ist es, Betroffene und Angehörige für die
Krankheit Depression zu sensibilisieren und aufzuzeigen, dass es sich
um eine echte, schwerwiegende psychische Krankheit handelt - und
nicht Stimmungsschwankungen oder "negatives Denken" an diesem Zustand
schuld sind. Ist erst die Umwelt eines Betroffenen sensibilisiert, so
können Depressionen frühzeitig erkannt und rechtzeitig behandelt
werden. Es verstreicht insgesamt weniger Zeit, bis dem Betroffenen
seine Krankheit bewusst wird und dieser aus eigener Motivation einen
Arzt aufsucht. Frühzeitige Erkennung der Krankheit und die Motivation
von Betroffenen schnellst möglich einen Arzt zu konsultieren, sind
die Key-Mesages der Kampagne.
Hilfreiche Infos auf einen Klick unter
www.nein-zur-Depression.at
Die neue Website www.nein-zur-Depression.at bietet nähere und
hilfreiche Informationen rund ums Thema. Dort kann auch der Spot
herunter geladen sowie Informationsmaterialien wie etwa
Patientenbroschüren angefordert werden.
Über Wyeth:
Die österreichische Wyeth-Lederle Pharma GmbH mit Sitz in Wien ist
eine hundertprozentige Tochter der Wyeth Corporation, die an der New
Yorker Börse gelistet ist. Wyeth beschäftigt weltweit über 50.000
Mitarbeiter in 140 Ländern und ist einer der größten Pharmakonzerne
der Welt. Wyeth ist ein forschungsorientiertes, globales
Pharma-Unternehmen und Produzent einer Vielzahl innovativer
Medikamente. Der Konzern gliedert sich in die drei Divisionen
Pharmaceuticals (rezeptpflichtige Produkte), Consumer Healthcare
(rezeptfreie Produkte) und Fort Dodge (Animal Care Segment).
Wyeth ist weltweit einer der führenden Pharmakonzerne auf dem
Gebiet CNS (Central Nervous System), in den auch der Bereich der
Antidepressiva fällt.
Im Jahr 2004 wurde Wyeth vom ISO Healthcare zum innovativsten
Pharmaunternehmen weltweit gerankt. In den letzten 15 Jahren hat sich
das Wyeth-Budget für Forschung & Entwicklung verfünffacht - im Jahr
2005 wurden 2,7 Mrd. US Dollar dafür ausgegeben.
Weitere Informationen:
Martina Tuma
ACCEDO Austria
Löwelstraße 20
A - 1010 Wien
t 01/533 87 00-15
f 01/533 87 00-20
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Mag. Dagmar Tschöp WYETH Lederle Pharma GmbH Storchengasse 1 A - 1150 Wien t 01/891 14 -315 f 01/ 891 14 -399 e [email protected]
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