- 02.06.2006, 11:31:45
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Umwelt zwischen Konflikt und Kooperation
Österreichische Entwicklungszusammenarbeit präsentiert Ausstellung zum Welt-Umwelttag
Wien, 02. Juni 2006 (OTS) - Am 5. Juni ist der internationale Tag
der Umwelt. Österreich beteiligt sich mit der Ausstellung "Umwelt
zwischen Konflikt und Kooperation" an dem VN-Tag. Die Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) macht damit auf die Auswirkungen
von Umweltzerstörung in Entwicklungsländern aufmerksam.
Die Ausstellung "Umwelt zwischen Konflikt und Kooperation" zeigt, wie
Umweltzerstörung in Konflikte um Ressourcen und sogar in Flucht und
Vertreibung mündet. Modelle zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen
und zur regionalen und internationalen Kooperation im Umweltschutz
sind Alternativen dazu. Umwelt- und Ressourcenschutz tragen aktiv zur
Konfliktprävention und Friedensentwicklung bei.
Entwicklungszusammenarbeit spielt dabei eine wichtige Rolle.
"Umweltprobleme kennen keine politischen Grenzen - vielmehr erfordern
sie gemeinsame Anstrengungen im Umweltschutz", so der
Ausstellungsgestalter Alexander Carius. "Konflikte, die durch
Ressourcenausbeutung und Umweltzerstörung mit verursacht werden,
erfordern vielfältige Ansätze zur Konfliktprävention und -bearbeitung
sowie Friedensförderung".
Die Wanderausstellung ist vom 6. Juni bis 4. Juli in der
Hauptbücherei am Gürtel im Foyer zu sehen: Montag bis Freitag von
11:00 bis 19:00 Uhr und Samstag von 11:00 bis 17:00 Uhr.
- Gemeinsame Verantwortung-
"Alle Länder tragen gemeinsam Verantwortung für die nachhaltige
Entwicklung des Planeten Erde. Dies wurde am Gipfel der Vereinten
Nationen zu Nachhaltiger Entwicklung in Johannesburg 2002 deutlich
festgehalten. Diesem Ziel folgt auch Österreich in seiner
Entwicklungspolitik", betont Botschafterin Irene
Freudenschuss-Reichl, Leiterin der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). Neben Armutsminderung und
Friedenssicherung zählen der Schutz der Umwelt und die Erhaltung der
natürlichen Ressourcen zu den zentralen Zielen der OEZA.
Drei Viertel der Armen weltweit leben in ländlichen Gebieten,
vorwiegend von der Landwirtschaft. Die zunehmende Umweltzerstörung
und die Verknappung von Ressourcen wie Wasser, Holz oder auch
fruchtbare Erde gefährden ihre Existenz. In den Ländern
Lateinamerikas wird zum Beispiel Regenwald abgeholzt, um Boden für
die Landwirtschaft zu gewinnen. Dieser Boden ist aber nur sehr kurz
für die Produktion von Nahrungsmitteln nutzbar, denn schon bald folgt
die Bodenerosion durch heftige Regenfälle und Wind. "Es ist ein
Teufelskreis der Armut", so Freudenschuss-Reichl.
- Kooperation statt Konflikt -
Ein innovatives Beispiel ist die von der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit unterstützte Initiative "Umwelt und
Sicherheit" (ENVSEC), die von der OSZE gemeinsam mit dem
Umweltprogramm und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen
sowie der NATO gegründet wurde. Ziel der Initiative ist es, durch
nachhaltige Entwicklung und Umweltkooperationen Frieden und
Sicherheit zu fördern.
Die Ausstellung "Umwelt zwischen Konflikt und Kooperation" wurde auf
Initiative des Auswärtigen Amtes in Deutschland von Adelphi Research,
Adelphi Consult und Weltformat.Design konzipiert und realisiert. Die
Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) im Außenministerium
präsentiert die Wanderausstellung erstmals in Österreich.
Rückfragehinweis:
Austrian Development Agency Das Unternehmen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit Information und Öffentlichkeitsarbeit Mag. Christine A. Jantscher Tel.: +43 1 90399-400 mailto: [email protected] http://www.ada.gv.at
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