Umwelt zwischen Konflikt und Kooperation

Österreichische Entwicklungszusammenarbeit präsentiert Ausstellung zum Welt-Umwelttag

Wien, 02. Juni 2006 (OTS) - Am 5. Juni ist der internationale Tag der Umwelt. Österreich beteiligt sich mit der Ausstellung "Umwelt zwischen Konflikt und Kooperation" an dem VN-Tag. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) macht damit auf die Auswirkungen von Umweltzerstörung in Entwicklungsländern aufmerksam.

Die Ausstellung "Umwelt zwischen Konflikt und Kooperation" zeigt, wie Umweltzerstörung in Konflikte um Ressourcen und sogar in Flucht und Vertreibung mündet. Modelle zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen und zur regionalen und internationalen Kooperation im Umweltschutz sind Alternativen dazu. Umwelt- und Ressourcenschutz tragen aktiv zur Konfliktprävention und Friedensentwicklung bei. Entwicklungszusammenarbeit spielt dabei eine wichtige Rolle. "Umweltprobleme kennen keine politischen Grenzen - vielmehr erfordern sie gemeinsame Anstrengungen im Umweltschutz", so der Ausstellungsgestalter Alexander Carius. "Konflikte, die durch Ressourcenausbeutung und Umweltzerstörung mit verursacht werden, erfordern vielfältige Ansätze zur Konfliktprävention und -bearbeitung sowie Friedensförderung".

Die Wanderausstellung ist vom 6. Juni bis 4. Juli in der Hauptbücherei am Gürtel im Foyer zu sehen: Montag bis Freitag von 11:00 bis 19:00 Uhr und Samstag von 11:00 bis 17:00 Uhr.

- Gemeinsame Verantwortung-

"Alle Länder tragen gemeinsam Verantwortung für die nachhaltige Entwicklung des Planeten Erde. Dies wurde am Gipfel der Vereinten Nationen zu Nachhaltiger Entwicklung in Johannesburg 2002 deutlich festgehalten. Diesem Ziel folgt auch Österreich in seiner Entwicklungspolitik", betont Botschafterin Irene Freudenschuss-Reichl, Leiterin der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). Neben Armutsminderung und Friedenssicherung zählen der Schutz der Umwelt und die Erhaltung der natürlichen Ressourcen zu den zentralen Zielen der OEZA.

Drei Viertel der Armen weltweit leben in ländlichen Gebieten, vorwiegend von der Landwirtschaft. Die zunehmende Umweltzerstörung und die Verknappung von Ressourcen wie Wasser, Holz oder auch fruchtbare Erde gefährden ihre Existenz. In den Ländern Lateinamerikas wird zum Beispiel Regenwald abgeholzt, um Boden für die Landwirtschaft zu gewinnen. Dieser Boden ist aber nur sehr kurz für die Produktion von Nahrungsmitteln nutzbar, denn schon bald folgt die Bodenerosion durch heftige Regenfälle und Wind. "Es ist ein Teufelskreis der Armut", so Freudenschuss-Reichl.

- Kooperation statt Konflikt -

Ein innovatives Beispiel ist die von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit unterstützte Initiative "Umwelt und Sicherheit" (ENVSEC), die von der OSZE gemeinsam mit dem Umweltprogramm und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen sowie der NATO gegründet wurde. Ziel der Initiative ist es, durch nachhaltige Entwicklung und Umweltkooperationen Frieden und Sicherheit zu fördern.

Die Ausstellung "Umwelt zwischen Konflikt und Kooperation" wurde auf Initiative des Auswärtigen Amtes in Deutschland von Adelphi Research, Adelphi Consult und Weltformat.Design konzipiert und realisiert. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) im Außenministerium präsentiert die Wanderausstellung erstmals in Österreich.

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