- 01.06.2006, 12:58:32
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BRIC und andere Schwellenländer: Nötige Korrektur, aber keine Trendwende
Frankfurt (ots) - Mark Mobius, Fondsmanager des Templeton BRIC
Fund (LU0229945570) und Experte für Emerging Markets bei Franklin
Templeton, kommentiert die aktuellen Entwicklungen an den
Schwellenmärkten:
"Nach dem massiven, weitgehend von Momentum-Käufen getriebenen
Anstieg der BRIC-Aktienmärkte war eine Korrektur dringend nötig.
Angesichts der angemessenen Bewertungsniveaus bei vielen Unternehmen
hoher Qualität ist ein Ausstieg aus einem dieser Märkte nicht zu
rechtfertigen. Wir betrachten diese Korrektur vielmehr als eine
Gelegenheit für weitere Käufe.
Insgesamt stellt die derzeitige Volatilität an allen globalen
Aktienmärkten - ausgeprägter an den Emerging Markets - eine gesunde
Korrektur dar. In einem Bullenmarkt, der schon beinahe drei Jahre
läuft, ist dies eine normale Erscheinung. Zur Zeit gibt es keine
starken Anzeichen einer globalen Wirtschaftskrise, obwohl die Fiskal-
und Handelsbilanzdefizite der USA mit Sorge betrachtet werden. Die
Fundamentaldaten des Marktes sprechen dafür, dass diese Korrektur von
kurzer Dauer sein wird. Für das Argument "keine Panik" spricht auch,
dass die KGV der meisten Aktienmärkte nahe an, wenn nicht sogar unter
ihren langfristigen Durchschnitten liegen. Die KGV der Emerging
Markets liegen außerdem weiter unter denen der USA und Deutschlands.
Natürlich gibt es auch Probleme, etwa höhere US-Zinsen, ein
schwächerer US-Dollar und die Rohstoffpreise. Die US-Zinsen steigen
jedoch seit beinahe zwei Jahren und sind vom Markt weitgehend
berücksichtigt. In Bezug auf den schwächeren US-Dollar sollte man
beachten, dass die asiatischen Währungen seit einiger Zeit
unterbewertet sind. Eine gewisse Aufwertung scheint unvermeidlich und
die Entwicklung der Binnenwirtschaft der asiatischen Länder sogar
unterstützen. Es wird häufig gefordert, dass die Rohstoffpreise
wieder sinken müssten; eine gewisse Korrektur ist tatsächlich zu
erwarten. Aber die Gewinnspannen sind so extrem hoch, dass
Unternehmen wie die russische Lukoil sogar mit Ölpreisen von nur 30
USD pro Barrel sehr gut leben können."
Rückfragehinweis:
Martina Härle
Tel.: +496927223248
[email protected]
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