- 30.05.2006, 11:52:52
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Rauchfreie ÖBB-Schnellzüge ab Fahrplanwechsel im Dezember
Graz (OTS) - "Die Entwicklung hin zu einem rauchfreien
öffentlichen Verkehr ist als Teil eines umfassenden
gesundheitspolitischen Trends zu sehen. Das müssen auch die
Österreichischen Bundesbahnen zur Kenntnis nehmen."
Franz Gosch, AK-Vizepräsident und Obmann der "Steirischen
Pendlerinitiative" nimmt den für morgen Mittwoch ausgerufenen
"Weltnichtrauchertag" zum Anlass, von den Österreichischen Bundbahnen
einen rauchfreien öffentlichen Verkehr und damit einen noch
strikteren Schutz vor Passivrauchen einzufordern.
Gerade erst jetzt haben Österreichische Ärztekammer und Krebshilfe
eindeutig auf die Gefahren des Passivrauchens nachgewiesen. Jeden Tag
sterben zwei bis drei Menschen an den Folgen des Passivrauchens. Vor
allem spezielle winzige "Feinstaubpartikel" seien es, die sich an
Wänden, Böden, Decken und Gegenständen ablagern, von wo sie wieder in
die Umgebung abgegeben werden.
Gosch: "Nach wie vor sind in den ÖBB-Schnellzügen gut ein Drittel
der Zugabteile für Raucher reserviert - das ist entschieden zuviel!"
Erfahrungsgemäß gebe es in den Raucherabteilen immer freie Plätze,
weil selbst überzeugte Raucherinnen und Raucher das Reisen in
verrauchten Waggons nicht als Genuss empfinden.
Positiv ist zu erwähnen, dass die Regionalzüge in der Steiermark
bereits rauchfrei geführt werden, zur Freude der Pendler/-innen.
Gosch fordert in diesem Zusammenhang die ÖBB auf, ab dem
Fahrplanwechsel im kommenden Dezember Züge und geschlossen Räume in
Bahnhöfen absolut rauchfrei zu machen. Bessere Luft und insgesamt
mehr Platz in den Zügen - da sich die freien Plätze nicht mehr auf
die Raucherabteile konzentrieren - seien vor allem für die vielen
tausend Pendlerinnen und Pendler von gesundheitlichem Vorteil.
Die ÖBB mögen sich in der Frage "rauchfrei" am europäischen Umfeld
orientieren. So gebe es seit Dezember 2004 sowohl bei den
französischen als auch bei den italienischen Staatsbahnen keine
Rauchmöglichkeit mehr. Völlig rauchfrei sind die Züge heute schon in
Belgien, den Niederlanden, Norwegen und Schweden.
Der Obmann der Pendlerinitiative abschließend: "Erste Erfahrungen
zeigen, dass die Durchsetzung des Verbotes leichter fällt als
befürchtet." Genauere Marktabklärungen ergaben, dass der Verzicht auf
Raucherplätze nicht zu einer Abwanderung von Raucherinnen und
Rauchern führe.
Rückfragehinweis:
Steirische Christgewerkschaft
A-8020 Graz, Karl-Morre-Str. 32
Tel.: 0676/817114227
e-mail: [email protected]
www.fcg-stmk.at
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