Rauchfreie ÖBB-Schnellzüge ab Fahrplanwechsel im Dezember

Graz (OTS) - "Die Entwicklung hin zu einem rauchfreien
öffentlichen Verkehr ist als Teil eines umfassenden gesundheitspolitischen Trends zu sehen. Das müssen auch die Österreichischen Bundesbahnen zur Kenntnis nehmen."

Franz Gosch, AK-Vizepräsident und Obmann der "Steirischen Pendlerinitiative" nimmt den für morgen Mittwoch ausgerufenen "Weltnichtrauchertag" zum Anlass, von den Österreichischen Bundbahnen einen rauchfreien öffentlichen Verkehr und damit einen noch strikteren Schutz vor Passivrauchen einzufordern.

Gerade erst jetzt haben Österreichische Ärztekammer und Krebshilfe eindeutig auf die Gefahren des Passivrauchens nachgewiesen. Jeden Tag sterben zwei bis drei Menschen an den Folgen des Passivrauchens. Vor allem spezielle winzige "Feinstaubpartikel" seien es, die sich an Wänden, Böden, Decken und Gegenständen ablagern, von wo sie wieder in die Umgebung abgegeben werden.

Gosch: "Nach wie vor sind in den ÖBB-Schnellzügen gut ein Drittel der Zugabteile für Raucher reserviert - das ist entschieden zuviel!" Erfahrungsgemäß gebe es in den Raucherabteilen immer freie Plätze, weil selbst überzeugte Raucherinnen und Raucher das Reisen in verrauchten Waggons nicht als Genuss empfinden.
Positiv ist zu erwähnen, dass die Regionalzüge in der Steiermark bereits rauchfrei geführt werden, zur Freude der Pendler/-innen.

Gosch fordert in diesem Zusammenhang die ÖBB auf, ab dem Fahrplanwechsel im kommenden Dezember Züge und geschlossen Räume in Bahnhöfen absolut rauchfrei zu machen. Bessere Luft und insgesamt mehr Platz in den Zügen - da sich die freien Plätze nicht mehr auf die Raucherabteile konzentrieren - seien vor allem für die vielen tausend Pendlerinnen und Pendler von gesundheitlichem Vorteil.

Die ÖBB mögen sich in der Frage "rauchfrei" am europäischen Umfeld orientieren. So gebe es seit Dezember 2004 sowohl bei den französischen als auch bei den italienischen Staatsbahnen keine Rauchmöglichkeit mehr. Völlig rauchfrei sind die Züge heute schon in Belgien, den Niederlanden, Norwegen und Schweden.

Der Obmann der Pendlerinitiative abschließend: "Erste Erfahrungen zeigen, dass die Durchsetzung des Verbotes leichter fällt als befürchtet." Genauere Marktabklärungen ergaben, dass der Verzicht auf Raucherplätze nicht zu einer Abwanderung von Raucherinnen und Rauchern führe.

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