Eypocard - eine Prepaid-Kreditkarte mit Haken

AKNÖ warnt: Überhöhte Gebühren und unsichere Bankverbindung

Wien (AKNÖ) - Die Schweizer Eypo GmbH. wirbt derzeit - unter anderem mit dem Schlagerstar Nino de Angelo - für ihre Prepaid-Kreditkarte namens EYPOCARD. Die Niederösterreichische Arbeiterkammer warnt Interessenten jedoch vor dem Kauf dieser Karte. Zwar stimmt es, dass - wie in der Werbung versprochen - mit der EYPOCARD Kreditkarten der Firmen VISA und Mastercard erworben werden, doch die gibt es bei besagten Unternehmen weitaus günstiger und vor allem zuverlässig.

AKNÖ-Konsumentenberater Martin Hofecker: "EYPO verrechnet eine völlig überhöhte Kartennutzungsgebühr und eine in dieser Höhe nicht vertretbare Einzahlungsgebühr bei Kartenaufladung." Gipfel der Abzocke ist jedoch die Auslands-Regelung. Hofecker: "Wer im Ausland mit dieser Karte vom Bankomat abhebt, zahlt dafür 4,50 Euro, bei herkömmlichen Einkäufen 2,50 Euro. Das Problem: Da die EYPO GmbH. ihren Sitz in der Schweiz hat - nicht aber die bankentechnische Abwicklung - ist unklar, wann genau diese Gebühr anfällt.

Doch nicht nur die völlig überzogenen Gebühren - ein Kartenersatz kostet zum Beispiel 50 Euro, während eine Maestro-Prepaidcard kostenlos ersetzt wird - stoßen den Konsumentenschützern sauer auf. Der gesamte Bankverkehr wird nämlich über ein Institut in Lettland abgewickelt. Die Folge: Zahlreiche Beschwerden von verärgerten Kunden, die das Geld bereits eingezahlt haben und dann bis zu einem halben Jahr und länger auf die Aushändigung der Karte warten mussten. Zudem gibt es laufend Probleme, sprich: die Karte funktioniert in vielen Fällen schlicht und einfach nicht.

"Das Problem ist, dass hier Menschen zum Handkuss kommen, die ohnehin schon Geld-Probleme haben. Denn bei den sogenannten Prepaid-Karten kann nur soviel abgehoben werden, wie auch tatsächlich eingezahlt wird. In der Regel wird sie von jenen verwendet, denen keine herkömmlichen Kreditkarten mehr ausgehändigt werden", so Martin Hofecker. Er empfiehlt, die Prepaid-Karten beim jeweiligen Unternehmen wie eben VISA oder Mastercard zu erwerben. "Das ist weitaus billiger und bietet - im Gegensatz zur EYPO GmbH. - sämtliche geltende Banksicherheiten, etwa bei Insolvenz des Bankinstitutes und so weiter."

Rückfragehinweis:
AKNÖ-Konsumentenberatung, Martin Hofecker, 05 7171-1311

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