Matiasek: Deutsch lernen allein ist zu wenig, die Sprache muss auch angewendet werden

Wien, 29-05-2006 (fpd) - "Wenn fünfzehn und sechzehnjährige Jugendliche der zweiten und sogar der dritten Generation aus Zuwandererfamilien nicht in der Lage sind, einfache Texte auf Deutsch zu lesen und zu verstehen, dann ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass die Integrationspolitik in Wien gescheitert ist", so FPÖ-LAbg. Veronika Matiasek.

"Für die SPÖ bedeutet Integration vorrangig die Einbindung in das hiesige Sozialsystem - wirkungsvolle Maßnahmen zur Integration im Sinne von Anpassung an Sprache, Kultur und Lebensweise finden nicht statt, weil sie gar nicht gewünscht werden", so Matiasek.
Wenn Vereine, die sich hoch subventioniert der Beratung und Betreuung von Zuwanderern und Asylwerbern widmen, in ihren Tätigkeitsberichten explizit festhalten, dass "eine Überanpassung der Betreuten vermieden werden soll" oder Informationsveranstaltungen schwerpunktmäßig "das österreichische Sozialsystem" beinhalten und an letzter Stelle "die Integration in die österreichische Gesellschaft" steht, dann zeige das deutlich die Auslegung des Integrationsbegriffes durch die SPÖ.

"Integration ohne Anpassung gibt es nicht", stellt Matiasek fest. "Grundstein dafür ist das Erlernen aber auch das Anwenden der deutschen Sprache. Dazu muss von Beginn an vermittelt werden, daß das Erlernen unserer Sprache nicht nur dazu da ist, um die Schule zu bestehen, im Berufsleben besser vorwärts zu kommen oder als kurzes Pflichtprogramm dem Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft zu dienen. Wer hier leben will, soll auch im Alltag deutsch sprechen!" fordert die FP-Mandatarin.

Das müsse bereits im Schulalltag beginnen. Es sei daher ein Gebot der Stunde, dass im gesamten Schulbereich, also auch außerhalb des Unterrichts, in den Pausen, beim Sport, bei Lehrausgängen Projekt-oder Schullandwochen die Schülerinnen und Schüler verpflichtend dazu angehalten werden müssen, miteinander ausschließlich in der deutschen Sprache zu sprechen, so Matiasek.

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