• 28.05.2006, 11:02:20
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Durchbruch für globales Blindheitsverhütungsprogramm - BILD

Bari Alima (60) aus dem Dorf Touesi in Burkina Faso wurde nach zwei Jahren Blindheit durch eine Augenoperation in einem Augencamp von LICHT FÜR DIE WELT vom Grauen Star geheilt und kann wieder sehen.

Wien (OTS) - Die österreichische Fachorganisation LICHT FÜR DIE
WELT und Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat feiern den
Beschluss der Resolution über die Prävention von vermeidbarer
Blindheit und Sehbehinderung im Rahmen des World Health Assembly in
Genf.

Gestern, 27. Mai 2006, erfolgte bei der Generalversammlung der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf der Beschluss zur
Resolution über die Prävention vermeidbarer Blindheit und
Sehbehinderung in der Welt. Die WHO-Mitgliedsstaaten haben damit
einen wichtigen Impuls für die weltweiten Bemühungen zur Rettung von
Augenlicht gesetzt. Die dieser Resolution zugrunde liegenden
statistischen Zahlen sind erschütternd: Alle fünf Sekunden erblindet
weltweit ein Mensch, jede Minute ein Kind. Nach Erhebungen der WHO
leben weltweit 37 Millionen blinde Menschen, wobei jedes Jahr weitere
ein bis zwei Millionen Menschen erblinden. 90 Prozent von ihnen leben
in Entwicklungsländern. Wenn keine entscheidenden Lösungsansätze
gefunden und drastische Maßnahmen ergriffen werden, wird sich die
Zahl der Blinden bis zum Jahr 2020 auf 75 Millionen Menschen erhöhen.
Der weltweiten Blindheitsstatistik stehen hocheffektive und
verhältnismäßig kostengünstige medizinische Interventionsmaßnahmen
gegenüber, die es nun umzusetzen gilt: 75 Prozent der Erblindungen in
der Dritten Welt wären durch rechtzeitige Augenoperationen,
Medikamentengabe und hygienische Maßnahmen vermeidbar. 48 Prozent der
erblindeten Menschen in den Armutsgebieten der Erde leiden an Grauem
Star und könnten durch eine Augenoperation von ihrer Blindheit
geheilt werden.

Beschluss mit Gewicht

"Durch die Annahme der Resolution 'Prevention of Avoidable
Blindness and Visual Impairment' wird dem Bereich Blindheitsverhütung
in der WHO ein höherer Stellenwert beigemessen. Wer die persönlichen,
sozialen und ökonomischen Implikationen von Blindheit in
Entwicklungsländern kennt, weiß, dass wir hiermit ein klares
Bekenntnis der 192 WHO-Mitgliedsstaaten zur nachhaltigen
Blindheitsbekämpfung feiern dürfen. Augenlicht schenken heißt,
Menschen zur Selbsthilfe zu befähigen", so Gesundheitsministerin
Maria Rauch-Kallat in einer ersten Reaktion zur neuen Resolution.

1999 hatte die WHO den weltweiten Aktionsplan "Vision 2020 - THE
RIGHT TO SIGHT" ins Leben gerufen. Das Ziel: Bis zum Jahr 2020 soll
niemand mehr auf Erden erblinden, nur weil es an medizinischer
Versorgung fehlt. Während bei der Eliminierung der Onchozerkose
(Flussblindheit) entscheidende Erfolge erzielt werden konnten,
gehören aufgrund mangelhafter medizinischer Infrastruktur und
fehlender augenmedizinischer Fachkräfte nach wie vor Katarakt (Grauer
Star), die Infektionskrankheit Trachom und Xerophthalmie
(Kinderblindheit aufgrund von Vitamin-A-Mangel) zu den weltweit
häufigsten Blindheitsursachen.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Gabriel Müller, Pressesprecher LICHT FÜR DIE WELT
Mobil: 0676/950 42 04

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