• 24.05.2006, 13:16:53
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Bischof Sturm: Integration ist Überlebensfrage

irche muss sich grundsätzlich für Unterdrückte einsetzen - Kritik an Vollzug des Fremden- und Asylrechts

Wien (epdÖ) - Gemeinsam "ein Zeugnis des Glaubens, der Hoffnung
und der Liebe" zu geben, dazu hat der lutherische Bischof Mag. Herwig
Sturm die drei abrahamitischen Religionen Christentum, Judentum und
Islam aufgerufen. In einer Pressekonferenz am 24. Mai in Wien, in der
sich die neugewählten Mitglieder der evangelisch-lutherischen
Kirchenleitung der Öffentlichkeit vorstellten, erklärte der Bischof,
die Integration fremder Kulturen, Religionen und Sprachen sei für
Europa eine "Überlebensfrage". Entscheidend dabei sei die persönliche
Begegnung zwischen Menschen, "alles andere ist Theorie". Im
Verhältnis der Religionen untereinander gelte: "Gott will den
Frieden." Im Vordergrund stehe die Bewahrung der Schöpfung.

Dass die Globalisierung das "umfassendste kulturelle und politische
Problem unserer Welt" sei, betonte der neue juristische
Oberkirchenrat SC i.R. Hon.-Prof. Dr. Raoul Kneucker. Kirche habe
dabei die Aufgabe, grundsätzlich für die Unterdrückten Partei zu
ergreifen.

Synodenpräsident Krömer für Verbesserungen im Vollzug des
Fremdenrechts

Die evangelische Kirche nimmt "das biblische Wort, dass Gott den
Fremden liebt, sehr ernst", erklärte der Präsident der Synode A.B.
und der Generalsynode, RA Dr. Peter Krömer, vor den Journalisten.
Vieles im Bereich des österreichischen Fremden- und Asylrechts sei
ein Problem des Vollzugs. So trete die evangelische Kirche bei den
österreichischen Behörden dafür ein, im Rahmen des Vollzugs Familien
und Ehepaare nicht zu trennen und die Schubhaft im Sinne der
Menschenrechte zu vollziehen. Anzuerkennen sei die personelle
Aufstockung des Bundesasylamtes und des Bundesasylsenats, die Frage
sachgerechter Dolmetscherleistungen bei Verhandlungen sei hingegen
noch ungelöst.

Rückfragehinweis:
epdÖ
Tel.: (01) 712 54 61 DW 12
Dr. Thomas Dasek
mailto:[email protected]
http://www.evang.at

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