Wien Museum präsentiert Kinetismus

Wien (OTS) - Das Wien Museum am Karlsplatz zeigt in den neuen Ausstellungsräumen im ersten Stock den vom 25. Mai bis 1. Oktober den Wiener Kinetismus, die bisher kaum in der Öffentlichkeit präsente Kunstrichtung, mit der sich in Wien in den Zwanzigerjahren radikal-abstrakte Ansätze in der Kunst entwickelten. Entstanden in der Laboratmosphäre von Franz Cizeks Kurs für "Ornamentale Formenlehre" an der Kunstgewerbeschule, in Beziehung zu Expressionismus, Futurismus und Kubismus, entwickelte sich der Kinetismus zu einer Bewegung, die eine Reihe ausdrucksstarker Künstlerinnen hervorbrachte, darunter drei weibliche "Stars", Erika Giovanna Klien, My Ullmann und Elisabeth Karlinsky.

Die von Monika Platzer und Ursula Storch kuratierte Schau zeigt die Entwicklung der Strömung, die 1924 ihren Höhepunkt und bald darauf ihr Ende erreichte, und gibt einen einprägsamen Einblick in die Arbeiten der drei Künstlerinnen, wobei 90 Prozent der gezeigten Objekte aus dem Bestand des Wien Museums stammen, das die Sammlung Cizek besitzt. Direktor Wolfgang Kos wies bei der Pressepräsentation der Ausstellung besonders auf den Umstand hin, dass das Wien Museum, auch mit der Porträt-Ausstellung in der Hermesvilla und der Stauda-Fotoschau, in der Lage sei, interessante Ausstellungen weitgehend aus dem eigenen Fundus zu gestalten. Mit der Kinetismus-Ausstellung erleben die neuen Ausstellungsräume ein gelungene Premiere , so Kos, weiters zeige die Schau, dass Wien zu dieser Zeit für die internationalen Bewegungen in der Kunstszene durchaus offen war.****

Rund 400 Objekte umfasst die Schau, die auch in die Labor-Atmosphäre der Klasse des Mentors Franz Cizek einführt und die Entwicklung der Malerei dokumentiert, sie sich dem Ziel verschrieben hatte, Bewegung und Rhythmus in Farben und Formen umzusetzen. Die jungen, eigenwilligen Künstlerinnen Klien, Karlinsky und Ullmann erzielten damit qualitätsvolle Bilder , die durch ihre Farbgebung und Dynamik faszinieren , die zugleich aber auch psychische und seelische Bewegungen ins Künstlerische transponieren. Die drei Künstlerinnen, die die Bewegung vor allem trugen, geben damit auch ein Bild ihrer Vitalität und ihres Willens zu einem neuen, selbst bestimmten Leben abseits der hergebrachten Schablonen der Zeit. Lange weitgehend unentdeckt , hat nun das Wien Museum diesen Schatz gehoben, den es mit der Übertragung des rund 100.000 Objekte umfassenden Nachlasses von Franz Cizek 1974 übertragen bekommen hat.

Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr zu sehen, Eintritt: wochentags 6 Euro, Sonntags 5 Euro. Die Schau wird von einem Rahmen- und Vermittlungsprogramm mit Führungen, einer Diskussion und einem Angebot für Schüler, sich im Dialog mit der Ausstellung kreativ einzubringen, begleitet. Der umfangreiche Katalog, der als Standardwerk des Kinetismus ausgelegt ist, kostet 25 Euro. (Schluss) gab

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