Internationaler Tag der Biodiversität 2006

Österreichs Waldbesitzer und PEFC sind Garant für die Vielfalt in der Natur

Wien (OTS) - Bereits zum sechsten Mal findet heute der Internationale Tag der Biodiversität statt. Eine vielfältige Natur leistet einen maßgeblichen Beitrag für eine intakte Umwelt. Österreich ist reich an Lebensräumen für seltenen Tiere und Pflanzen. Dass dies so ist und auch so bleibt ist auch den heimischen Waldbesitzern zu verdanken. Mit ihrer nachhaltigen Waldbewirtschaftung sorgen sie dafür, dass dieser Reichtum für nachfolgende Generationen erhalten bleibt.

Österreichs Wälder werden seit Generationen im Sinne der Nachhaltigkeit bewirtschaftet. Das international anerkannte Holzgütesiegel PEFC garantiert, dass Holzprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Wer das PEFC-Label führen will, muss auch die strengen Kriterien im Hinblick auf die biologische Vielfalt in Waldökosystemen erfüllen.

Anhand von vorgegebenen Indikatoren analysiert PEFC Daten über einzelne Regionen. Diese Informationen werden in einem Nachhaltigkeitsbericht ausgewertet. Sie betreffen unterschiedliche Themen der Vielfalt in Wäldern: Dazu gehören unter anderem Sträucher im Bestand, Artenbestand der Brutvögel, die Vielfalt der Baumartenzusammensetzung und Altersstrukturen bis hin zu Naturnähe und Verjüngung. Die Kriterien von PEFC prüfen und messen somit die Erhaltung des biodiversen Lebensraumes Wald. Jeder Teilnehmer am System verpflichtet sich, diese Kriterien einzuhalten.

Österreichs Land&Forst Betriebe

Als Vertreter der größeren privaten Waldbesitzer liegt dem Verband der Land&Forst Betriebe Österreichs die Erhaltung der Artenvielfalt besonders am Herzen. "Unsere Mitglieder leisten mit ihrer Arbeit einen maßgeblichen Beitrag für das Bewahren einer vielfältigen Natur und abwechslungsreichen Landschaft", betont Generalsekretär Werner Andrä. "Auf diese Weise fördern wir die Lebensqualität der Bewohner unseres Landes". Damit die biologische Vielfalt auch für kommende Generationen erhalten bleibt, gründeten Eigentümer land- und forstwirtschaftlicher Flächen 1994 die Naturschutzorganisation BIOSA. Die Mitglieder erklären sich bereit, eine von ihnen ausgewählte Fläche der Kulturlandforschung, wissenschaftlichen Untersuchungen oder der Entwicklung neuer Naturprojekte zur Verfügung zu stellen. Heute arbeitet BIOSA mit über 100 Grundeigentümern und betreibt auf mehr als 3.000 Hektar Vertragsnaturschutz - die Fläche wird laufend erweitert. Zu den ausgewählten Biotopflächen gehören seltene Waldgesellschaften, Seen, Moore, Feuchtwiesen und Waldbiotope. Diese Gebiete sind Heimat für eine Vielzahl seltener Tiere und Pflanzen.

Eigenes Projekt der Österreichischen Bundesforste

Der größte Waldbesitzer Österreichs, die Österreichische Bundesforste AG, ist verantwortlich für ca. 15 Prozent der heimischen Waldfläche. Die daraus abgeleitete Verantwortung nehmen die Bundesforste sehr ernst. "Ein fünfjähriges Biodiversitätsprogramm garantiert die Ziele der UN-Biodiversitätskonvention, bis 2010 den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen", stellt Mag. Bernhard Schragl, Sprecher der ÖBf AG, die Bemühungen der Staatsforste dar. Zu den Umsetzungsmaßnahmen zur Unterstützung der biologischen Vielfalt in den heimischen Wäldern werden auf Bundesforste-Flächen zum Beispiel seltene Baum- und Straucharten angepflanzt und Waldränder speziell gepflegt. Zudem wurde ein Programm zur Erhaltung seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten gestartet.

Kleinstrukturierte Familienforstwirtschaft

Mehr als 50 Prozent der heimischen Waldfläche ist Kleinwald unter zweihundert Hektar und in bäuerlicher Hand. "Die Vielfältigkeit in der Bewirtschaftung entsteht allein schon durch die Umsetzung vieler unterschiedlicher Konzepte der über 170.000 Waldbesitzer. Das ist eine Stärke der Waldwirtschaft durch Familienbetriebe", betont Herbert Pretterhofer, Obmann des Waldverbandes Österreich. Das Thema Biodiversität wird auch seitens der Forstlichen Beratung und Förderung seit Jahren immer stärker berücksichtigt.

Der Internationale Tag der Biodiversität wurde am 29. Dezember 1993 anlässlich des Inkrafttretens der UN-Biodiversitätskonvention erstmals veranstaltet. Im Jahr 2000 wurde der Internationale Tag der Biodiversität von UN Hauptversammlung in Erinnerung an den ersten Beschluss der Dokumente am 22. Mai 1992 mit diesem Datum festgesetzt. Seither findet der Tag alljährlich am 22. Mai statt.

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