Korun: "Hahn soll sich für Hetz-Parolen entschuldigen"

"Zwangsverschickung von SchülerInnen nur mehr hahenbüchern"

Wien (OTS) - "Der VP-Akademikerbund verlangt rechtswidrigen Einbürgerungsstopp, Prokop hetzt gegen Muslime und die Wiener ÖVP will jetzt angeblich Integrationsförderung. Was gilt jetzt", fragt sich die grüne Integrationssprecherin Alev Korun anlässlich der heutigen Aussagen der Wiener ÖVP. Mit einer atemberaubenden Wendigkeit in ihren Positionen zu "integrationsunwilligen Muslimen" einerseits und "Integrationsförderung für Muslime" andererseits geht die ÖVP auf Stimmenfang, kritisiert die Integrationssprecherin der Grünen-Wien, Alev Korun.

Noch am 5. Mai hat der Wiener ÖVP-Akademikerbund (Präsident ist Johannes Hahns Kurzzeiterfindung Franz Fiedler) einen rechts- und verfassungswidrigen Einbürgerungs- und Einwanderungsstopp nur für MuslimInnen gefordert, sollte ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung 9,5 Prozent überschreiten. Korun: "Die Unverschämtheit, mit der sich Johannes Hahn und die Integrationssprecherin Sirvan Ekici heute hinstellen und angebliche Integrationsmaßnahmen fordern, schlägt dem Fass nun wirklich den Boden aus. Sie sollten sich für die Aussagen ihrer Organisation entschuldigen". "Verräterisch", so Korun weiter, ist auch die heutige Wortwahl Hahns, der wörtlich von "Ghettos" in Wien spricht. Korun: "Es ist unverständlich, dass Hahn seine Kritik nicht an seine eigene Ministerin Elisabeth Gehrer richtet, die durch die LehrerInnen-Kürzung die Hauptschuld für die Situation in Wiens Schulen trägt."

"Die junge ÖVP wiederum wieder will zwar nun plötzlich doch ein Wahlrecht für AusländerInnen, aber nur, wenn sie eine österreichische Schule oder Uni absolviert oder eine Sprachprüfung abgelegt haben. Will sie auch ÖsterreicherInnen das Wahlrecht entziehen, wenn sie keinen Schulabschluss haben oder staatsbürgerschaftliche Fragen nicht beantworten können?", zeigt Korun die Absurdität der Forderung auf.

Korun: "Die ÖVP hat keine Linie zur Integrationspolitik und agiert nur mehr populistisch." Während ÖVP-Khol auf der Geburtstagsfeier des moslemischen Propheten Mohammed vor über 1000 MuslimInnen Verse aus dem Koran zitiert, um ihre Stimmen einzuheimsen, titelt Akademikerbund: "Islam - nicht integrierbar!" und spricht davon, dass Gewalt ein Prinzip des des Islams sei. "Langsam sollten sich die Bundes-ÖVP, Wiener ÖVP und sämtliche Teil- und befreundete Organisationen mal hinsetzen und sich fragen, ob sie die bessere FPÖ sein wollen oder noch irgendetwas Christliches noch an sich haben", schließt Korun.

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