Schloss Petronell soll 2010 in neuem Glanz erstrahlen

Wien (OTS) - Ein Renaissancejuwel Niederösterreichs wird renoviert - Ausstellungs- und Konferenzzentrum sowie Fünfsternhotel am Nationalpark March-Donauauen geplant - Niederösterreichische Landesausstellung zur Geschichte der Römer an der Donau im Jahr 2011

Schloss Petronell, das - neben Schloss Ambras und der Schallerburg - bedeutendste Renaissancebauwerk Österreichs, wird in den kommenden vier Jahren revitalisiert. Das zwischen Wien und Bratislava am Römischen Archäologiepark Carnuntum und am südlichen Rand des Naturparks March-Donauauen gelegene Schlossgebäude wird in vier Abschnitten renoviert. Es wird in Zukunft als Hotel, Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Konferenzzentrum genützt. Ein Jahr nach dem geplanten Fertigstellungstermin soll im Jahr 2011 voraussichtlich die niederösterreichische Landesausstellung zur Geschichte der Römer an der Donau stattfinden.

Das umfangreiche Projekt der Revitalisierung von Schloss Petronell wird von Architekt Dipl.-Ing. Dr. h.c. Walter Hildebrand geplant, der unter anderem die Kartause Gaming, das Schloss Vösendorf und das Salesianerinnen-Kloster (neben dem Schloss Belevedere in Wien) renovierte und Spezialist für die zeitgemäße Revitalisierung von denkmalgeschützten Gebäuden ist. Bauträger ist die Gruppe Walter Hildebrand Immobilien EntwicklungsgmbH, die das Gebäude von Ferdinand Graf Abensperg-Traun erwarb. Das Investitionskapital kommt von Privatinvestoren.

Das Schloss verfügt über 3.000 m2 bebaute Fläche, ist in vier Trakte - ähnlich einem Vierkanthof - gegliedert und von 90.000 m2 Gartenfläche umgeben.

Das Projekt wurde in enger Kooperation mit dem Denkmalamt ausgearbeitet und ist in seiner Größenordnung deutlich umfangreicher als die Revitalisierung von Schloss Hof, das sich auf der anderen Donauseite, nahe der Grenze zur Slowakei, befindet.

Schloss Petronell soll ein neuer touristischer Anziehungspunkt an der Verbindungslinie zwischen Wien und Bratislava werden. Es ist 15 Minuten vom Flughafen Schwechat, 25 Minuten vom Zentrum von Bratislava, 35 Minuten von Wien und 20 Kilometer vom Neusiedlersee entfernt. Das Renaissancejuwel wird im Jahr 2010 als Fünfsternhotel eröffnet, ein Jahr vor der - voraussichtlich in Petronell-Carnuntum stattfindenden - niederösterreichischen Landesausstellung.

Schloss Petronell wurde zwischen 1660 und 1675 von den Baumeistern Domenico Carlone und Carlo Carnevale für die Familie Abensperg-Traun errichtet, nachdem die auf den Fundamenten des Schlosses erbaute mittelalterlichen Burg durch kriegerische Ereignisse zerstört worden war. Seit dieser Zeit diente es der Familie Abensperg-Traun durch 17 Generationen als Wohnsitz.

1683 ging das Schloß, von den Türken in Brand gesteckt, innerhalb weniger Stunden in Flammen auf. Ab dem Jahr 1690 bemühte sich Otto Ehrenreich I. von Abensperg Traun, Landmarschall des Landes Unter der Enns, um die Wiederherstellung. Die teilweise zerstörten Fresken wurden von Johann Bernhardt von Weillern restauriert bzw. ergänzt. Zu Beginn des 18.Jahrhunderts war aus der von den Türken zurückgelassenen Ruinenstätte wiederum ein prächtig ausgestalteter Herrensitz geworden.

Das Schloß ist mit Fresken von Capovoro Tencalla, einem der bedeutensten Renaissance-Freskanten aus Florenz, dekoriert. Architektonisch bemerkenswert sind die Sala Terrena, der Festsaal und die prächtige Außenstiege.

Die Außentreppe im Innenhof stammt von den Gebrüdern Martin und Domenico Carlone, die für Leopold I. den Leopoldinischen Trakt der Hofburg in Wien errichteten. Sie gilt als eine der schönsten Schloss-Außentreppen in Österreich.

Das Schloss war und ist Drehort mehrer Filme: So wurden hier in den 90er Jahren "Katharina die Große" sowie "Die Drei Musketiere" gedreht. Luciano Pavarotti und Elton John produzierten im Festsaal des Schlosses gemeinsam einen Videoclip. In jüngster Zeit bildete es die Kulisse für den Film "Kronprinz Rudolf" mit Omar Sharif und Klaus Maria Brandauer.

Schloss Petronell, das viele Jahre in einem Gebiet im Schatten des Eisernen Vorhangs ein eher unbeachtetes privates Dasein fristete, wird nach seiner Revitalisierung auch bedeutende Wirtschaftsimpulse für die Region geben - und zwar als Steuerzahler und Arbeitgeber. Nach ersten Schätzungen könnte das zukünftige Veranstaltungs- und Konferenzzentrum mit Schlosshotel 80 Mitarbeitern Arbeit geben.

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