• 22.05.2006, 06:59:37
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ÖAMTC: Schwerer Geisterfahrerunfall auf der A1

Wiener Familie hatte Glück

Wien (OTS) -
Am späten Sonntagabend kam es trotz schnell erfolgtem Alarm zu
einem schweren Geisterfahrerunfall auf der West Autobahn (A1). Kurz
vor 21:45 Uhr meldete ein Autofahrer über die Notrufnummer des ÖAMTC,
dass im Bereich Amstetten ein Lenker in die falsche Richtung, nämlich
Richtung Salzburg, unterwegs sei. Die Club-Angestellte, Claudia
Minarik, reagierte rasch und alarmierte die zuständige
Autobahnpolizei. Diese rückte sofort aus.

"Als der Crash passierte waren wir leider noch etwa einen
Kilometer vom Unfallort entfernt", berichtete die Autobahnpolizei
Amstetten der ÖAMTC-Informationszentrale Montagmorgen. Im Bereich
Oed, Kilometer 140, war es zu einem Frontalzusammenstoß gekommen.
Dabei wurde der Geisterfahrer, ein 53-jähriger vermutlich deutscher
Staatsbürger, schwer verletzt. Er wurde vom Roten Kreuz ins
Krankenhaus Steyr gebracht. Mehr Glück hatten die Insassen des
zweiten Unfallautos. Eine Wiener Familie, zwei Erwachsene und zwei
Kinder, kam mit leichten Verletzungen und dem Schrecken davon. Sie
wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus Amstetten gebracht.

Nicht sicher ist noch, wo der Geisterfahrer auf die Autobahn
auffuhr. Er legte allerdings mindestens 10 Kilometer auf der falschen
Richtungsfahrbahn zurück. Die Autobahn wurde für zwei Stunden in
Fahrtrichtung Wien gesperrt. Der Verkehr wurde bei Haag abgeleitet.

Die ÖAMTC-Expertin Dora Donosa hat die wichtigsten
Verhaltensregeln bei Geisterfahreralarm zusammen gestellt:

* Rechts bleiben und auf gar keinen Fall überholen.

* Möglichst ruhig bleiben.

* Tempo reduzieren - eventuell notwendige Ausweichmanöver müssen im
niedrigen Geschwindigkeitsbereich durchgeführt werden, sonst droht
Schleudergefahr.

* Alarmblinkanlage einschalten.

* Nach Möglichkeit einen Parkplatz aufsuchen und warten bis über das
Radio eine Entwarnung durchgegeben wird.

* Wenn man einen Geisterfahrer sieht, sollte man über die nächste
Notrufsäule die Autobahnmeisterei alarmieren. Dadurch kann
automatisch der genaue Standort ermittelt werden.

* Beim Hilferuf mit dem Handy muss man auf die genauen
Autobahnkilometer achten, um den Abschnitt präzisieren zu können.

Als Geisterfahrer unterwegs - Was tun?

Wenn man merkt, dass man selbst zum Geisterfahrer geworden ist,
sollte man sofort die Warnblinkanlage einschalten, um andere Lenker
zu warnen.

* Sofort das Tempo reduzieren.

* So weit wie möglich an den nächstgelegenen Fahrbahnrand fahren,
sofort anhalten, hinter der Leitplanke Schutz suchen und auf das
Eintreffen der Exekutive warten.

* Niemals die Fahrbahn kreuzen, weil man im Stress leicht ein sich
näherndes Fahrzeug übersehen kann.

* Auf keinen Fall versuchen mit dem Fahrzeug zu wenden oder mit dem
Rückwärtsgang die Autobahn wieder zu verlassen, denn das Risiko,
dadurch herankommende Fahrzeuge zu gefährden, ist viel zu hoch.

Die Tipps sind auf der Homepage des Clubs unter
ÖAMTC/Verkehr/Sicherheit einzusehen.

(Schluss)
Alfred Obermayr

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Informationszentrale
Tel.: +43 (0) 1 71199-1795
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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