ÖAMTC: Schwerer Geisterfahrerunfall auf der A1

Wiener Familie hatte Glück

Wien (OTS) - Am späten Sonntagabend kam es trotz schnell erfolgtem Alarm zu einem schweren Geisterfahrerunfall auf der West Autobahn (A1). Kurz vor 21:45 Uhr meldete ein Autofahrer über die Notrufnummer des ÖAMTC, dass im Bereich Amstetten ein Lenker in die falsche Richtung, nämlich Richtung Salzburg, unterwegs sei. Die Club-Angestellte, Claudia Minarik, reagierte rasch und alarmierte die zuständige Autobahnpolizei. Diese rückte sofort aus.

"Als der Crash passierte waren wir leider noch etwa einen Kilometer vom Unfallort entfernt", berichtete die Autobahnpolizei Amstetten der ÖAMTC-Informationszentrale Montagmorgen. Im Bereich Oed, Kilometer 140, war es zu einem Frontalzusammenstoß gekommen. Dabei wurde der Geisterfahrer, ein 53-jähriger vermutlich deutscher Staatsbürger, schwer verletzt. Er wurde vom Roten Kreuz ins Krankenhaus Steyr gebracht. Mehr Glück hatten die Insassen des zweiten Unfallautos. Eine Wiener Familie, zwei Erwachsene und zwei Kinder, kam mit leichten Verletzungen und dem Schrecken davon. Sie wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus Amstetten gebracht.

Nicht sicher ist noch, wo der Geisterfahrer auf die Autobahn auffuhr. Er legte allerdings mindestens 10 Kilometer auf der falschen Richtungsfahrbahn zurück. Die Autobahn wurde für zwei Stunden in Fahrtrichtung Wien gesperrt. Der Verkehr wurde bei Haag abgeleitet.

Die ÖAMTC-Expertin Dora Donosa hat die wichtigsten Verhaltensregeln bei Geisterfahreralarm zusammen gestellt:

* Rechts bleiben und auf gar keinen Fall überholen.

* Möglichst ruhig bleiben.

* Tempo reduzieren - eventuell notwendige Ausweichmanöver müssen im niedrigen Geschwindigkeitsbereich durchgeführt werden, sonst droht Schleudergefahr.

* Alarmblinkanlage einschalten.

* Nach Möglichkeit einen Parkplatz aufsuchen und warten bis über das Radio eine Entwarnung durchgegeben wird.

* Wenn man einen Geisterfahrer sieht, sollte man über die nächste Notrufsäule die Autobahnmeisterei alarmieren. Dadurch kann automatisch der genaue Standort ermittelt werden.

* Beim Hilferuf mit dem Handy muss man auf die genauen Autobahnkilometer achten, um den Abschnitt präzisieren zu können.

Als Geisterfahrer unterwegs - Was tun?

Wenn man merkt, dass man selbst zum Geisterfahrer geworden ist, sollte man sofort die Warnblinkanlage einschalten, um andere Lenker zu warnen.

* Sofort das Tempo reduzieren.

* So weit wie möglich an den nächstgelegenen Fahrbahnrand fahren, sofort anhalten, hinter der Leitplanke Schutz suchen und auf das Eintreffen der Exekutive warten.

* Niemals die Fahrbahn kreuzen, weil man im Stress leicht ein sich näherndes Fahrzeug übersehen kann.

* Auf keinen Fall versuchen mit dem Fahrzeug zu wenden oder mit dem Rückwärtsgang die Autobahn wieder zu verlassen, denn das Risiko, dadurch herankommende Fahrzeuge zu gefährden, ist viel zu hoch.

Die Tipps sind auf der Homepage des Clubs unter ÖAMTC/Verkehr/Sicherheit einzusehen.

(Schluss)
Alfred Obermayr

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