- 19.05.2006, 13:43:03
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"Papageno Backstage" im Volkskundemuseum
Wien (OTS) - Das Österreichische Volkskundemuseum zeigt im Rahmen
des Wiener Mozartjahres die Ausstellung "Papageno Backstage.
Perspektiven auf Menschen und Vögel". Anknüpfend an die populäre
Opernfigur aus der Zauberflöte leuchtet die von Franz Grieshofer
kuratierte Ausstellung historische und kulturhistorische
Zusammenhänge aus, von der Rolle des Vogelfängers als Bühnengestalt
bis zur Bedeutung der Vögel als gefiederte Hausgenossen des
Menschen, auch als Heil- und Lebensmittel, als vielfach angesprochene
Symbolfigur und Motiv in Kunst und Kunstgewerbe. Vogelfang,
Vogelhandel und Vogelhaltung, die bis ins neunzehnte Jahrhundert eine
große Rolle spielten, werden ebenfalls mit vielen Objekten
dargestellt. Die Ausstellung ist vom 19. Mai bis 29. Oktober im
Volkskundemuseum, 8.,Laudongasse 15, 10 bis 17 Uhr zu sehen.
Eintritt: 5 Euro, verschiedene Ermäßigungen.
Papageno auf der Bühne
Der Figur des Papageno auf der Opernbühne widmet die Ausstellung
ein Kapitel mit Kostümen und Figuren aus verschiedenen Inszenierungen
und Epochen, vor allem aus dem Österreichischen Theatermuseum und aus
Salzburg, die die Rolle des bodenständigen einfachen Menschen, des
Hanswursts, des Wesens zwischen Mensch und Vogel, als die Papageno
ausgelegt wurde und wird, zeigen. Er verkörpert die Sehnsucht nach
Liebe und zum einfachen Leben, auch Protest und Widerspruch gegen
Hierarchien und gesellschaftliche Zwänge. Mit seinem "Vogelhändler"
setzte Karl Zeller den Tiroler Vogelhändlern hundert Jahre nach
Mozart ein musikalisches Denkmal. Zentrum des Vogelhandels war Imst,
das ganz Europa mit Vögeln belieferte.
Anknüpfend an die Figur des Papageno fragt die Ausstellung nach
der Bedeutung der Vögel in den verschiedensten Bereichen wie im
Alltag, in der Kunst, in den allegorischen Zugängen. Vogelhaltung war
zur zeit Mozarts in Wien ebenso Mode wie der Verzehr von Vögeln, für
den verschiedene Kochrezepte bürgen. Auch die Heilkraft der Tiere
wurde immer wieder beschworen. Verschiedene Exponate stehen auch für
die symbolische Bedeutung, die Tauben für Liebe und Beständigkeit,
Raben etwa als Boten schlechter Nachrichten oder die Eule als Zeichen
der Weisheit haben. Vogeldarstellungen auf Möbeln und
Gebrauchgegenständen wie Trinkgefäßen dokumentieren die Nähe der
Vögel zum Menschen, Hutfedern verdeutlichen auch den semantischen
Ursprung der entsprechenden Redewendung "sich eine Feder an den Hut
stecken", ebenso wie die Leimrute, mit der Vögel gefangen wurden:
noch heute "geht man jemandem auf den Leim". Verschiedenes
Fangwerkzeug, Käfige, Vogelorgeln und Vogelpfeifen, Bilder und
Figuren berichten vom Beruf des Vogelfängers und Vogelhändlers, heute
weitgehend ein kulturgeschichtliches Phänomen, das als Papageno
Unsterblichkeit erreicht hat. Ein umfangreiches
Veranstaltungsprogramm für groß und klein begleitet die Ausstellung.
o Weitere Informationen.
Volkskundemuseum
Tel 406 89 05/26
Internet: http://www.volkskundemuseum.at/
(Schluss) gab
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Dr. Martin Gabriel
Tel.: 4000/81 842
mailto:[email protected]
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