- 19.05.2006, 09:31:33
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Die "Montavon-Krise" 1956/57
Vortrag im Vorarlberger Landesarchiv in Bregenz
Bregenz (VLK) - Im Jahr 1956 sorgte eine Anordnung der
Vorarlberger Landesregierung, den Namen "Montafon" künftig mit "v"
statt mit "f" zu schreiben, für Aufregung. "Föderalismus auch nach
unten!", forderten die Montafoner. Landtagsdirektor Peter Bußjäger
hat die "Montavon-Krise" und ihre Bewältigung erforscht und berichtet
darüber in einem Vortrag am Mittwoch, 24. Mai 2006, um 17.00 Uhr im
Vorarlberger Landesarchiv in Bregenz (Kirchstraße 28). Alle
Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Das Jahr 1956 war weltpolitisch äußerst bewegt: die Suez-Krise,
Krieg zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn und der
Ungarn-Aufstand beunruhigten die Menschheit, die sich mitten im
Kalten Krieg befand.
In Vorarlberg beherrschte dagegen ein anderes Thema die
Schlagzeilen: Sollte, wie die Landesregierung am 18. Mai 1956
angeordnet hatte, der Name "Montafon" mit "v" statt mit "f"
geschrieben werden? Was sich in der Rückschau betrachtet als eine
Frage darstellt, die höchstens einen Gelehrtenstreit hätte auslösen
können, wurde von der Talbevölkerung des Montafons als Diktat
empfunden und mit Erfolg bekämpft. Peter Bußjäger behandelt in seinem
Vortrag die Vorgänge rund um die "Montavon"-Frage, die zu einer der
heftigsten landespolitischen Krisen der Nachkriegszeit führte.
Weitere Informationen: www.landesarchiv.at.
Rückfragehinweis:
Landespressestelle Vorarlberg Tel.: 05574/511-20137 Fax: 05574/511-20190 Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67 mailto:[email protected] http://www.vorarlberg.at/presse
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