Der "Memory-Bus", das fahrende Gedächtnistraining, wieder unterwegs in Österreich

Wien (OTS) - · Je früher, desto besser: Geistiges Training zur Prävention und

Früherkennung von Demenzerkrankungen. Beim Auftakt zur vierten Bundesländer-Tour des "Memory-Bus" rufen Demenz-Experten die ÖsterreicherInnen zum Gedächtnistraining auf und fordern mehr Aufmerksamkeit für diese Krankheit von der Öffentlichkeit. · Bewegung hält auch Geistig fit: Motogeragogik - ein neues Konzept zur Aktivierung älterer Menschen wird beim Memory Bus präsentiert. · Forderung der Alzheimer Liga: Demenzfrüherkennung in die Vorsorgeuntersuchung

Die vom Pharmaunternehmen Pfizer ins Leben gerufene Informationsinitiative "Der Memory-Bus" tourt von 18. Mai bis 12. Juni bereits zum vierten Mal durch ganz Österreich und will ältere Menschen ermuntern, ihr Gedächtnis laufend zu überprüfen und aktiv zu trainieren. "Dieser neue Ansatz unserer Informationsaktivitäten war in den vergangenen drei Jahren äußerst erfolgreich. Die Nachfrage in den Bundesländern war so groß, dass wir den Memory-Bus auch heuer wieder auf Tour durch Österreich schicken und diesmal auch speziell ländliche Gemeinden besuchen", freut sich Andreas Penk, Country Manager von Pfizer Corporation Austria, bei der Auftaktveranstaltung in Wien.

Der Memory-Bus startet seine Reise durch Österreich am Donnerstag, 18. Mai, in Wien und hält in 18 österreichischen Städten und Gemeinden von jeweils 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Neben spielerischen Gedächtnisübungen und Beratung für Angehörige von Menschen mit Gedächtnisproblemen bietet der Memory-Bus Interessierten auch ärztliche Sprechstunden direkt vor Ort an.

Prof. Lotte Tobisch-Labotyn, Ehrenvorsitzende der Österreichischen Alzheimer Liga, unterstützt den Memory-Bus von Anfang an: "Diese Initiative von Pfizer ist eine große Hilfe bei der Früherkennung von Gedächtnisproblemen. Je früher die Problematik erkannt wird, um so größer ist die Chance, die Ursache hierfür festzustellen und entsprechende Hilfsmaßnahmen zu ergreifen." Weitere Informationen zum Memory Bus sind unter der Info-Hotline 0800/1234 25 00 und unter www.memorybus.at verfügbar.

Bewegung und Lebensstil als Alzheimerprävention

"Lebensstil - Faktoren beeinflussen die Leistungskraft und Gesundheit des Gehirns. Ein abwechslungsreiches und durch viele soziale Kontakte geprägtes Leben mit Interesse und Neugierde, aber insbesondere auch regelmäßige Bewegung sind die besten Faktoren für eine gesunde geistige Entwicklung. Der Leitspruch lautet: Lernen, Lachen, Lieben und insbesondere Laufen", erklärt Prim. Dr. Andreas Walter, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Abteilungsvorstand der 5. Med. Abteilung mit gerontopsychiatrischem Schwerpunkt und medizinischer Leiter des Memory Instituts im Geriatriezentrum am Wienerwald. Aus wissenschaftlichen Studien ist bekannt: Wer sich mindestens dreimal die Woche bewegt, hat ein niedrigeres Risiko, an Demenz zu erkranken.

Motogeragogik

Aus diesem Grund präsentiert der Memory-Bus ein neues Konzept zur Förderung der Bewegungunsfreudigkeit älterer Menschen: die Motogeragogik. Die Diplom-Motologin Maga. Veronika Pinter-Theiss erklärt: "Motogeragogik bedeutet Persönlichkeitsbildung und Persönlichkeitsförderung durch Bewegung im Alter. Mit der ganzheitlichen Bewegungsarbeit der Motogeragogik wird der Erhalt, der Wiedererwerb und die Weiterentwicklung von Kompetenzen ermöglicht, die nötig sind, um ein möglichst selbstständiges Leben im Alter zu führen."

Alzheimer-Demenz nicht heilbar aber gut behandelbar

OA Dr. Michael Rainer, Leiter der Memory Clinic am SMZ Ost beschreibt den momentanen Stand der Behandlungsmöglichkeiten: "Die Alzheimer-Demenz ist zwar noch immer nicht heilbar, aber moderne Medikamente ermöglichen heute die Behandlung der Gedächtnisdefizite und können damit die Selbstständigkeit des Patienten und den Verlauf der Krankheit sehr günstig beeinflussen. Die Betroffenen können dadurch länger in ihrem familiären Umfeld bleiben und bewältigen ihren Alltag oft auch ohne ständige Betreuung. Genau aus diesem Grund sollten Menschen, die sich Gedanken über die eigene Vergesslichkeit oder über die ihrer Angehörigen machen, lieber früher als später zum Arzt gehen, denn die bereits entstandenen Krankheitsfolgen, können nicht rückgängig gemacht werden."

Angehörigen-Selbsthilfegruppe

Maga. Antonia Croy, Psychotherapeutin und Präsidentin von Alzheimer Angehörige Austria, betont: "1906 beschrieb Alois Alzheimer erstmals die charakteristischen Symptome der nach ihm benannten Krankheit. Erst ab Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde die medizinische Forschung intensiv betrieben, die Therapie verbessert und die Auswirkung der steigenden Anzahl von Alzheimererkrankungen für unsere Gesellschaft erkannt. Auch die Leistungen und die enormen Belastungen der pflegenden Angehörigen fanden endlich Beachtung und heute gibt es zahlreiche Bemühungen, die Situation der betroffenen Familien zu verbessern. Unsere Selbsthilfegruppe Alzheimer Angehörige Austria sieht sich als Plattform für pflegende Angehörige, um deren Nöte und Sorgen, sowie auch deren Forderungen zu artikulieren und der Öffentlichkeit bekannt zu machen."

Demenzfrüherkennung in die Vorsorgeuntersuchung

Prim. Dr. Marion Kalousek, Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und Präsidentin der Österreichischen Alzheimer Liga stellt eine klare Forderung an den Staat Österreich, mit der vielen Menschen qualitätsvolle Lebenszeit geschenkt werden könnte: "Die Österreichische Alzheimer Liga fordert eine fakultative Überprüfung der altersadäquaten, geistigen Leistungsfähigkeit im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung. Auf diesem Weg könnten Leistungsminderungen des Gehirns erkannt werden und zu einer früheren Diagnose und zur rechtzeitigen Behandlung führen. Beim Vorliegen einer beginnenden Demenzerkrankung können der Verlauf und die Lebensqualität damit positiv beeinflusst werden."

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