Wienbibliothek zeigt Schau rund um die Zauberkunst

Wien (OTS) - Die Wienbibliothek im Rathaus zeigt im Ausstellungskabinett, Stiege 4, 1. Stock, vom 19. Mai bis 24. November die Ausstellung "Rare Künste. Zauberkunst in Zauberbüchern", die einen Einblick in die "Kunst der freundlichen Täuschung" und ihre Entwicklung im 18. und 19. Jahrhundert gibt. Im Zentrum der von Brigitte Felderer und Ernst Strouhal kuratierten Ausstellung steht der reiche Fundus an Zauberbüchern, den die Bibliothek besitzt, weiters geben Plakate, Anschlagzettel, Bilder und Fotos Auskunft über die Zauberkunst, eine der ältesten und weitest verbreiteten Form der Unterhaltung. Eine Reihe von Leihgaben, darunter ein von Goethe für seine Enkel erworbener Zauberkasten, setzen attraktive Glanzlichter der Ausstellung, die Montag bis Donnerstag von 9 bis 18.30 Uhr und Freitag von 9 bis 16.30 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen ist.****

Zauberbücher mit unterschiedlichen Funktionen

Die zahlreichen Zauberbücher, die in der Ausstellung zusehen sind, belegen auch die unterschiedlichen Funktionen dieser im 18. und 19. Jahrhundert sehr beliebten Lektüre.
Die dienten der Werbung für die Magie und die Magier, aber auch der Anleitung, selbst zu zaubern und nicht zuletzt der Aufklärung über die verschiedenen Tricks der Zauberer. Wien war in diesen Jahren ein Zentrum der Zauberkunst, Zauberkünstler wie Ludwig Döbler (1801 -1864) und Johann Nepomuk Hofzinser (1806 - 1875) waren internationale Stars ihrer Zeit.

Zu den wertvollsten Objekten der Ausstellung zählt der selten gezeigte Zauberkasten, den Johann Wolfgang von Goethe 1830 für seine Enkel erwarb (Leihgabe des Goethe Museums Düsseldorf). Wundersame Maschinen wie das Modell des "Automatischen Schachspielers" von Wolfgang von Kempelen (1734 - 1804) oder magische Objekte wie das Zauberfernrohr "Polemoskop" dokumentieren die Techniken der Zauberei als kunstvolle Täuschung.
Filme der Stummfilmära weisen auf die weitere Entwicklung vom Zaubertheater zu diesem Medium hin, auch die Verbindung zur Medienkunst unserer Zeit wird angesprochen.

Partner der Wienbibliothek für die Ausstellung ist die Universität für angewandte Kunst, in der im Laufe des Jahres eine Reihe von wissenschaftlichen vorträgen zum Forschungsschwerpunkt "Magie und Aufklärung" stattfindet. Im November erscheint das umfassende Begleitbuch zur Ausstellung " Rare Künste. Zur Kultur- und Mediengeschichte der Zauberkunst. Während der ganzen Ausstellungszeit wird ein Begleitprogramm für Kinder "Täusche dich nicht" mit Künstlern des 1. Wiener Zaubertheaters für Schulklassen und Gruppen angeboten.

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