• 17.05.2006, 07:39:18
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Telekom Austria Gruppe: weiterer Ergebnisanstieg im 1. Quartal 2006 - TEIL 3

Wien (OTS) - Wien, 17. Mai 2006 - Telekom Austria AG (VSE: TKA;
NYSE: TKA) verlautbarte heute die Finanzergebnisse für das 1. Quartal
2006 mit Ende 31. März 2006.

Konsolidierter Nettoüberschuss

Die Nettozinsaufwände der Telekom Austria Gruppe fielen trotz
höherer Nettoverschuldung nach der Mobiltel-Akquisition im Juli 2005
im 1 .Qu. 06 um 5,8 % auf 25,8 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist vor
allem auf einen niedrigeren durchschnittlichen Zinssatz im Vergleich
zum Vorjahr zurückzuführen.

Die Einkommenssteueraufwendungen stiegen im Vergleich zum 1. Qu.
05 um 15,9 % auf 40,9 Mio. EUR. Der effektive Steuersatz betrug im 1.
Qu. 06 21,0 % gegenüber 24,2 % im 1. Qu. 05, was vor allem auf den
niedrigeren gesetzlichen Einkommenssteuersatz in Bulgarien von 15 %
zurückzuführen ist.

Der Nettoüberschuss im 1. Qu. 06 stieg um 39,2 % auf 154,0 Mio.
EUR. Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie verbesserte
sich um 45,5 % von 0,22 EUR auf 0,32 EUR.

Anlagenzugänge

in Mio. EUR                  1. Qu. 06     1. Qu. 05   Veränd.in %
Sachanlagenzugänge Wireline     51,0           56,2       -9,3 %
Sachanlagenzugänge Wireless     52,7           48,8        8,0 %
Sachanlagenzugänge             103,7          105,0       -1,2 %
Zugänge zu immateriellen
Vermögensgegenständen Wireline   9,5            7,5       26,7 %
Zugänge zu immateriellen 
Vermögensgegenständen Wireless   8,6            6,7       28,4 %
Zugänge zu immateriellen 
Vermögensgegenständen           18,1           14,2       27,5 %
Gesamt                         121,8          119,2        2,2 %

Auf Gruppenbasis stiegen die Zugänge zu den Sachanlagen und zu den
immateriellen Vermögens¬gegenständen um 2,2 % auf 121,8 Mio. EUR.

Im Wireline-Bereich sanken die Sachanlagenzugänge um 9,3 % auf
51,0 Mio. EUR. Niedrigere Investitionen in das Breitband-Zugangsnetz
auf Grund von niedrigeren Einkaufspreisen für ADSL-Ausstattung
einerseits und niedrigere Investitionen in das Kernnetz andererseits
führten zu dieser Entwicklung. Der Rückgang ist hauptsächlich auf 9,7
Mio. EUR zurückzuführen, welche im 1. Qu. 05 im Rahmen der
österreichischen Überwachungsverordnung inkludiert sind. Damit wird
den österreichischen Strafvollzugsbehörden ein standardisierter
Datenaustausch für die gesetzliche Überwachung in Österreich
ermöglicht.

Die Sachanlagenzugänge im Wireless-Segment erhöhten sich
hauptsächlich durch die Konsolidierung von Mobiltel um 8,0 % auf 52,7
Mio. EUR im 1. Qu. 06. Exklusive Mobiltel verringerten sich die
Sachanlagenzugänge im Wireless-Segment um 33,8 % auf 32,3 Mio. EUR.
Im 1. Qu. 05 führte vor allem die Aufrüstung des österreichischen
Netzes auf die EDGE-Technologie zu einem Anstieg der
Sachanlagenzugänge. In Kroatien hatte Vipnet im 1. Qu. 06 geringfügig
höhere Anlagenzugänge beim Netz, welche jedoch von den niedrigeren
Investitionen in Österreich mehr als ausgeglichen werden konnten.

Die Zugänge zu immateriellen Vermögensgegenständen stiegen im 1.
Qu. 06 um 27,5 % auf 18,1 Mio. EUR. Die Zugänge zu immateriellen
Vermögensgegenständen im Wireline-Segment stiegen von 7,5 Mio. EUR
auf 9,5 Mio. EUR auf Grund von Investitionen in Verrechnungssoftware
sowie Lizenzen und Software für aonDigital TV.

Die Zugänge zu immateriellen Vermögens¬gegenständen im
Wireless-Segment stiegen im 1. Qu. 06 um 28,4 % auf 8,6 Mio. EUR auf
Grund von Investitionen in Verrechnungssoftware bei mobilkom austria.

Cashflow und Nettoverschuldung

in Mio. EUR             1. Qu. 06     1. Qu. 05     Veränd.in %
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit         321,2         299,0          7,4 %
Cashflow aus 
Investitionstätigkeit     -120,8        -194,6         37,9 %
Cashflow aus 
Finanzierungstätigkeit    -229,1         827,9            -
Auswirkung von Wechsel-
kursschwankungen            -0,4           0,3            -
Erhöhung/Verminderung der 
liquiden Mittel            -29,1         932,7            -
         
in Mio. EUR               31.03.06    31.12. 05     Veränd.in %

Nettoverschuldung 2.977,4 3.113,7 -4,4 %

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stieg im 1. Qu.
06 um 7,4 % auf 321,2 Mio. EUR. Der höhere operative Cashflow im 1.
Qu. 06 im Vergleich zum 1. Qu. 05 ergab sich aus einem höheren
Nettoüberschuss trotz eines Anstiegs in der Veränderung des Working
Capitals von 105,7 Mio. EUR im 1. Qu. 05 auf 151,5 Mio. EUR.
Letzterer stieg auf Grund von saisonbedingtem Lageraufbau und
Mittelabflüssen, die im 1. Qu. 06 angefallen sind.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verringerte sich von
194,6 Mio. EUR im 1. Qu. 05 auf 120,8 Mio. EUR im 1. Qu. 06. Der
Hauptgrund für den Rückgang war die Bezahlung einer Optionsprämie in
Höhe von 80,0 Mio. EUR im 1. Qu. 05 gemäß der Kaufoptionsvereinbarung
für die Übernahme von Mobiltel.

Die Finanzierungsaktivitäten verursachten einen Mittelabfluss in
Höhe von 229,1 Mio. EUR im 1. Qu. 06 im Vergleich zu einem
Mittelzufluss im 1. Qu. 05 in Höhe von 827,9 Mio. EUR. Der
Mittelzufluss im 1. Qu. 05 beruht auf zwei im Jänner 2005 begebenen
Anleihen mit einer Nominale von jeweils 500 Mio. EUR. Der Kauf von
eigenen Aktien betrug im 1. Qu. 06 58,7 Mio. EUR im Vergleich zu 14,9
Mio. EUR im 1. Qu. 05.

In Summe fiel die Nettoverschuldung per Ende März 2006 um 136,3
Mio. EUR auf 2.977,4 Mio. EUR gegenüber 3.113,7 Mio. EUR zum
Jahresende 2005. Das Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital
(Net Gearing) verringerte sich auf 98,7 % im Vergleich zu 106,7 % per
31. Dezember 2005.

Die Nettoverschuldung umfasst die langfristige Verschuldung,
kurzfristige Kredite, Finanzierungsleasingverbindlichkeiten, liquide
Mittel, Wertpapiere, die kurzfristige Finanzierung mit nahestehenden
Unternehmen sowie Finanzinstrumente, die in den sonstigen
Vermögensgegenständen inkludiert sind. Der Saldo aus Cross Border
Lease-Transaktionen sind nicht in der Berechnung der
Nettoverschuldung enthalten.

MitarbeiterInnen

Ende der Periode Durchschnitt der Periode

(Vollzeitkräfte)31.03.06 31.03.05 Veränd. 1.Qu.06  1.Qu.05   Veränd.
Wireline          9.552    9.639     -87    9.550   9.653     -103
Wireless          5.961    3.622   2.339    6.058   3.616    2.442
Gesamt           15.513   13.261   2.252   15.608  13.269    2.339

Mit Ende März 2006 belief sich die Anzahl der MitarbeiterInnen in
der Telekom Austria Gruppe auf 15.513 im Vergleich zu 13.261 per Ende
März 2005. Dies stellt einen Zuwachs von 17,0 % dar.
Die Anzahl der Vollzeitkräfte im Wireline-Segment verringerte sich um
87 MitarbeiterInnen auf 9.552 gegenüber dem Vorjahr vorwiegend durch
natürlichen Abgang.

Die Anzahl der Vollzeitmitarbeiter im Wireless-Segment erhöhte
sich um 2.339 auf 5.961. Auf vergleichbarer Basis, exklusive
Mobiltel, verringerte sich die Anzahl der MitarbeiterInnen um 1,2 %
auf 3.579.

Sonstige Ereignisse

Im Jänner 2006 verlautbarte Telekom Austria den Rücktritt von
Generaldirektor Heinz Sundt mit 23. Mai 2006. Gleichzeitig wurde Dr.
Boris Nemsic als Nachfolger bestellt. Dr. Boris Nemsic wird somit den
Vorsitz im Vorstand der Gruppe mit 24. Mai 2006 zusätzlich zu seiner
bisherigen Funktion als CEO mobilkom austria übernehmen. Mag. Rudolf
Fischer wird die Position des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden
der Gruppe einnehmen.

Telekom Austria hat im 1. Qu. 06 für einen Gesamtbetrag von 58,7
Mio. EUR 2.986.504 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen
Kaufpreis von 19,64 EUR erworben. Per 31. März 2006 hielt Telekom
Austria 20.483.610 eigene Aktien, die zu einem Durchschnittspreis von
15,38 EUR gekauft wurden. Damit reduziert sich das Eigenkapital um
315,1 Mio. EUR.

Angaben über die rückgekauften Aktien werden jeweils am Dienstag
auf der Unternehmenswebseite www.telekom.at veröffentlicht.

Die folgenden wichtigen sonstigen Ereignisse erfolgten nach dem 31.
März 2006:

Am 28. April 2006 hat die Republik Serbien
Mobilkommunikationsbetreiber zur Teilnahme am Ausschreibungsprozess
eines Anteils an "Mobi63" sowie einer Lizenz eingeladen. Der
Minimumpreis wurde mit 800 Mio. EUR festgelegt. Telekom Austria hat
bei vielen Anlässen ihr Interesse bekundet, einen Kontrollanteil des
Unternehmens zu erwerben.

Der Aufsichtsrat von Telekom Austria hat am 16. Mai 2006 die
Vorstandsmandate von Boris Nemsic und Rudolf Fischer auf fünf Jahre
bis zum 30. April 2011 verlängert.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2006

Die Ergebnisse des 1. Qu. 06 unterstützen den Ausblick für das
Geschäftsjahr 2006, der im Rahmen der Ergebnisverlautbarung für das
Geschäftsjahr 2005 veröffentlicht wurde. Für 2006 wird mit einer
weiteren Verbesserung aller wesentlichen Finanzkennzahlen gerechnet,
die vorwiegend auf die erstmals ganzjährige Konsolidierung von
Mobiltel zurückzuführen sein wird.

Für das Geschäftsjahr 2006 erwartet die Telekom Austria Gruppe
einen Anstieg der Umsatzerlöse um etwa 5 % und des bereinigten EBITDA
um etwa 10 %. Obwohl aufgrund der Konsolidierung von Mobiltel mit
geringfügig höheren Abschreibungen zu rechnen ist, erwartet Telekom
Austria einen Anstieg des Betriebsergebnisses und des
Nettoüberschusses um etwa 20 %. Somit ist bei einer konstanten
Ausschüttungsquote von 65 % mit einem weiteren Wachstum der Dividende
zu rechnen.

Die Sachanlagenzugänge werden im Wireless-Segment, aufgrund der
Konsolidierung von Mobiltel für 12 Monate und höherer Investitionen
in UMTS- und HSDPA-Technologien, um die Technologieführerschaft in
einem stark umworbenen Markt zu behalten, ansteigen. Dieser Anstieg
kann nicht durch geringere Investitionen im Wireline-Segment
ausgeglichen werden. Der starke Cashflow wird trotz Fortsetzung des
Aktienrückkaufprogrammes und eines voraussichtlichen Anstieges der
Steuerzahlungen, vor Berücksichtigung möglicher Akquisitionen, eine
Reduktion der Nettoverschuldung erlauben.

Im Wireline-Segment wird 2006 die Migration von Sprachminuten zur
Mobilkommunikation anhalten und zu einem Rückgang der Umsatzerlöse
und des bereinigten EBITDA führen. Das Breitband-Geschäft in
Österreich wird weiteres Wachstum verzeichnen, das jedoch den
Rückgang im traditionellen Sprachgeschäft noch nicht gänzlich
ausgleichen können wird.

Für das Betriebsergebnis des Wireline-Segmentes wird im Jahr 2006,
getragen von einer weiteren Reduktion der Abschreibungen, ein
kräftiges Wachstum erwartet.

Im Wireless-Segment wird vor allem aufgrund des Beitrages von
Mobiltel ein weiterer Anstieg der Umsatzerlöse, des bereinigten
EBITDA und des Betriebsergebnisses erwartet. Trotz einer
Marktbereinigung in Österreich ist auch im Jahr 2006 mit einem harten
Preiswettbewerb im heimischen Markt zu rechnen. Ein Großteil des
erwarteten Wachstums des Wireless-Segments wird aus den
internationalen Beteiligungen der Telekom Austria Gruppe resultieren.
In diesem Umfeld werden alle Unternehmen des Wireless-Segmentes auf
eine klare Positionierung in ihren Märkten fokussieren und die
Verbreitung von mobilen Datendiensten weiter vorantreiben.

Für den Zeitraum von 2005-2009 rechnet Telekom Austria ohne
Berück¬sichtigung etwaiger Akquisitionen mit einem durchschnittlichen
jährlichen Wachstum (CAGR) der Umsatzerlöse von etwa 2 %. Das
bereinigte EBITDA sollte in diesem Zeitraum durchschnittlich um rund
2,5 % pro Jahr wachsen. Aufgrund von weiterhin sinkenden
Abschreibungen sowie geringeren Zinsaufwendungen als Folge eines
fortgesetzten Abbaus der Nettoverschuldung erwartet Telekom Austria
einen jährlich um durchschnittlich rund 13 % steigenden
Jahresüberschuss.

Eine detailliertere Darstellung des Finanzergebnisses für das 1.
Quartal 2006 finden Sie im entsprechenden Quartalsbericht auf der
Telekom Austria Website unter: www.telekom.at/zwischenberichte

Zukunftsbezogene Aussagen: Dieser Zwischenbericht enthält
zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unbestimmtheiten zur Folge
haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen verwenden normalerweise
Ausdrücke wie "glaubt", "ist der Absicht", "nimmt an", "plant",
"erwartet" und ähnliche Formulierungen. Die tatsächlichen Ereignisse
können auf Grund einer Reihe von Faktoren wesentlich von der
erwarteten Entwicklung abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen
beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Wir wollen darauf
hinweisen, dass auf Grund einer Reihe von wichtigen Faktoren das
tatsächliche Ergebnis wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen
abweichen kann.
- ENDE -

Rückfragehinweis:

Telekom Austria AG
   Unternehmenskommunikation
   Ing. Martin Bredl
   Tel: 059 059 1 11001
   Fax: 059 059 1 11090
   mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TEL

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