ViKOM-Trendmonitor: Unternehmenskommunikation boomt

Wien (OTS) - Österreichs Unternehmens-KommunikatorInnen haben mehr zu tun als je zuvor. So hat eine vom Verband für integrierte Kommunikation (ViKOM) durchgeführte Umfrage unter seinen Mitgliedern ergeben, dass über 80 % der Befragten in den vergangenen drei Jahren ein deutliches Mehr an Arbeit verzeichneten. Mehr Kapazitäten gibt es deswegen aber nicht unbedingt, stattdessen wird eher an externe Partner ausgelagert.

Österreichs Unternehmens-KommunikatorInnen haben Hochkonjunktur, so das Ergebnis der aktuellen ViKOM-Meinungsforschung unter den heimischen Kommunikations-ExpertInnen in Unternehmen, Organisationen und Agenturen. Mehr Aufwand, plus Multitasking sind Basistrends bei über 80 % der Befragten: Dies unterstreicht die steigende Bedeutung und Inanspruchnahme von professioneller Kommunikationsarbeit. Zusätzlich zu den "klassischen" Disziplinen wie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie der internen Kommunikation runden mittlerweile Verantwortlichkeiten für den Webauftritt oder das Event-Management den Aufgabenbereich ab. Und auch strategische Themen wie Public Affairs-Management, Corporate Social Responsibility-Aktivitäten sowie internes und externes Lobbying stehen immer öfter auf der Agenda.

Der weitaus größte Teil der Befragten - nämlich 87 % - ist sowohl für die externe als auch die interne Kommunikation zuständig, das bedeutet im Vergleichszeitraum ein Plus von etwa neun Prozent. 36 % sind dabei auch gleichzeitig für Marketing/Werbung verantwortlich, was zwar ein Ansteigen um knapp 40 % seit der letzten Umfrage darstellt; im Sinne der integrierten Kommunikation ist dies aber noch immer nicht zufrieden stellend.

"Wir fordern daher weiterhin ein gesamtheitliches Kommunikations-Management. Gemeinsam stark durch Integration der Kommunikationsprozesse und -tools, das ist ein Erfolgsfaktor, der noch viel zuwenig genützt wird, das zeigt uns die Praxis", erklärt ViKOM-Präsidentin Marita Roloff. Doch zumindest gehe es in die richtige Richtung: Denn, was den Stellenwert der Kommunikation anbelange, gebe es einen klaren Aufwärtstrend. Drei Viertel der Befragten bestätigen dies, was sich nicht zuletzt auch in der Unternehmenshierarchie widerspiegelt. 45 Prozent der Befragten befinden sich in der ersten, 15 % in der zweiten Management-Ebene. Auch hier aber noch kein wirklicher Grund zum Jubeln, denn Kommunikationsabteilungen sind mit vergleichbar wenig Ressourcen ausgestattet.

Ein Drittel hat durchschnittlich bis zu drei MitarbeiterInnen, 40 % zwischen vier und sieben, weitere 15 % zwischen acht und zwölf. Und das, obwohl die Umfrage durchaus in großen Unternehmen durchgeführt wurde. Denn die Angaben basieren zu mehr als ein Drittel auf Angaben aus Unternehmen mit bis zu 100 MitarbeiterInnen, 28 % mit bis zu 500 sowie 20 Prozent bis zu 10.000 und 15 % darüber.

Der Umstand, dass die internen Ressourcen nicht im gleichen Ausmaß wie die Aufgaben zunehmen, erklärt den verstärkten Trend zum Outsourcing, das im Dreijahresvergleich um knapp 30 Prozent zugelegt hat. Fast zwei Drittel der Befragten lagern mittlerweile bis zu einem Viertel ihrer Arbeit an externe Partner aus. Denn mehr Stellen in den eigenen Reihen gab es nur für knapp mehr als ein Drittel, mehr Geld -und somit auch für den Zukauf von Leistungen - dagegen für mehr als die Hälfte. Ein Ungleichgewicht bleibt dennoch bestehen: Bei 81 % der Befragten gibt es einen Aufgabenzuwachs, bei 40 Prozent ein Gleichbleiben der internen Ressourcen.

Der VIKOM bildet eine Interessengemeinschaft der österreichischen Kommunikations-ManagerInnen und -SpezialistInnen und zählt derzeit über 220 Mitglieder, davon ca. 80 % aus Unternehmen. Er vertritt sämtliche Branchen, ist überparteilich, unabhängig und eine Non-Profit-Organisation. Er fördert die integrierte Kommunikation als Schlüsselfaktor zur Verwirklichung von Unternehmenszielen. Das VIKOM-Prinzip: Aus der Praxis für die Praxis.

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ViKOM Verband für integrierte Kommunikation
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Geschäftsführerin
Tel.: 01/71135-2306
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