ARBÖ: Mobiltelefon, Kühlboxen und Radio - wie viel zusätzlichen Stromverbrauch kann ich einer KFZ-Batterie zumuten?

Infos und Tipps rund um energieraubenden Komfort im Auto

Wien (OTS) - "Bevor am Campingplatz die Kühlbox oder während einer Autorast Handy und CD-Player Saft von der Autobatterie abzapfen, sollte man bedenken, dass der Strom im Auto nicht aus der Steckdose kommt", betont der technische Schulungsleiter des ARBÖ, Gottfried Moser.

Wie lange die Autobatterie für Musik, Handy und Kühlbox Energie spenden kann, ist von mehreren Faktoren abhängig:

1.) Wie hoch ist die Kapazität (Größe) der Batterie?

Antwort: Die Kapazität ist abhängig von der Startleistung, die je nach Fahrzeug verschieden ist, von der Anzahl der Verbraucher und verbauten Komponenten (z.B. Klimaanlage).

2.) Wie ist der Ladezustand der Batterie?

Antwort: Das ist abhängig vom Einsatz des Fahrzeuges und der Belastung der Batterie. Die meisten Batterien sind nur zu 2/3 aufgeladen. Genau Angaben über den Ladezustand erfährt man ausschließlich von Fachkräften in Werkstätten oder den ARBÖ-Prüfzentren.

3.) Höhe der Außentemperatur

4.) Wie viel Energie verbraucht das angeschlossene Gerät?
Antwort: Je nach Zusatzverbraucher (Handy, Kühlbox, Heizsitzmatten) liegt der Stromverbrauch zwischen 3 und 10 Ampere. Je höher der Verbrauch, desto schneller ist die Batterie leer.

Eine Kühlbox braucht ca. 5 Ampere, da kann bereits nach 4 bis 5 Stunden die Batterie so geschwächt sein, dass man Starthilfe braucht, warnt der ARBÖ-Techniker.

Weniger energieraubend ist das Aufladen eines Handy. Ein einzelnes Mobiltelefon kann aufgrund des schwachen Energieverbrauches relativ bedenkenlos aufgeladen werden. Vorsichtiger muss man sein, wenn man mehrere Ladegeräte in Verwendung hat und zusätzlich einen Laptop mit Energie versorgen will. Durch einen Adapter können an einem Zigarettenanzünder bis zu drei weitere Ladegeräte angeschlossen werden.

Doch Vorsicht: Je mehr Energie verbraucht wird, desto schneller entleert sich die Batterie und Starthilfe wird unumgänglich, warnt Moser.

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